Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026
Hering, kolorierter Kupferstich aus Blochs Naturgeschichte der Fische (1782–84)
Illustration: Marcus Elieser Bloch, Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands (1782–84) / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Hering: Größe, Merkmale, Lebensraum und Laichzeit

Der Hering (Clupea harengus), auch Atlantischer Hering genannt, ist ein silbriger Schwarmfisch des Nordatlantiks, der auch in Nord- und Ostsee lebt. Üblich sind etwa 30 cm, als Höchstwert nennt FishBase 45 cm, jeweils als Standardlänge (gemessen ohne Schwanzflosse). Er frisst vor allem Ruderfußkrebse und laicht je nach Bestand im Frühjahr oder im Herbst. Nach der Roten Liste der Meeresfische von 2025 gilt er in Deutschland als ungefährdet; für den Frühjahrslaicher-Bestand der westlichen Ostsee empfiehlt der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) dagegen für 2027 und 2028 keinen Fang. Dieser Steckbrief nennt Größe, Alter, Laichzeit, Merkmale und Bestand mit Quelle; Rezepte und Ernährungsfragen behandelt er nicht.

Hering-Steckbrief: Größe, Gewicht, Alter, Laichzeit und Gefährdung auf einen Blick

Der Hering ist üblicherweise 30 cm lang, wird höchstens 45 cm lang und 1,1 kg schwer und gilt in Deutschland als ungefährdet. Die Werte stammen aus FishBase, dem Rote-Liste-Zentrum und dem ICES; die Quellen sind am Ende der Seite aufgeführt. Wo nur eine Quelle gelesen wurde, steht das in der Tabelle.

Merkmal Hering (Clupea harengus)
Wissen­schaft­licher Name Clupea harengus Linnaeus, 1758
Weitere Namen Atlantischer Hering (Rote-Liste-Zentrum), Ostseehering (FishBase); englisch Atlantic herring
Familie, Ordnung Heringe (Clupeidae), Heringsartige (Clupeiformes) (FishBase)
Länge üblich 30 cm, Höchstwert 45 cm, jeweils Standardlänge (SL, FishBase)
Gewicht höchstes veröffentlichtes Gewicht 1,1 kg (FishBase)
Alter höchstes gemeldetes Alter 25 Jahre (FishBase, einzige gelesene Quelle)
Geschlechts­reife mit 2 bis 9 Jahren, je nach Bestand (FishBase)
Laichzeit je Bestand einmal im Jahr in kurzer Zeit; Frühjahrslaicher in der westlichen Ostsee, Herbstlaicher in der Nordsee (ICES, FishBase)
Eier 10.000 bis 60.000 klebrige Eier, die am Grund haften; Schlupf nach bis zu 3 Wochen (FishBase)
Lebensraum Meer und Brackwasser, im Freiwasser; Tiefe 0 bis 364 m, meist 0 bis 200 m (FishBase)
Verbreitung Nordatlantik; im Osten von Island bis zum nördlichen Golf von Biskaya und bis Spitzbergen, einschließlich Ostsee (FishBase)
Nahrung Zooplankton, vor allem Ruderfußkrebse (FishBase)
Raub- oder Friedfisch Planktonfresser, kein Raubfisch
Süß- oder Salzwasser Salzwasser: Meer und Brackwasser (FishBase)
Gefährdung Rote Liste Meeresfische Deutschland 2025: ungefährdet; in der deutschen Ostsee kurzfristig sehr starke Abnahme; IUCN: Least Concern (bewertet am 4. Februar 2009, nach FishBase)

Wie groß wird ein Hering? Üblich 30 cm, höchstens 45 cm

Ein Hering ist üblicherweise 30 cm lang und wird nach FishBase höchstens 45 cm lang. Beide Werte sind als Standardlänge (SL) angegeben, also ohne die Schwanzflosse gemessen; die Gesamtlänge liegt etwas darüber. Eine zweite Quelle, die diese Längen bestätigt oder davon abweicht, haben wir nicht gelesen.

Wie schwer wird ein Hering?

Ein Hering wiegt höchstens 1,1 kg; das ist das höchste veröffentlichte Gewicht in FishBase. Ein Durchschnittsgewicht nennt FishBase nicht, und eine zweite Quelle dazu haben wir nicht gelesen.

Wie alt wird ein Hering und wann ist er geschlechtsreif?

Ein Hering wird nach FishBase höchstens 25 Jahre alt und ist je nach Bestand mit 2 bis 9 Jahren geschlechtsreif. Das Höchstalter ist ein Einzelwert: Weitere Quellen mit abweichenden Zahlen haben wir nicht gelesen, und für einzelne Bestände wie den der deutschen Ostsee nennt FishBase keine eigenen Werte.

Ist der Hering ein Süßwasser- oder Salzwasserfisch? Salzwasser, auch im Brackwasser

Der Hering ist ein Salzwasserfisch: FishBase führt ihn als Meeres- und Brackwasserart, nicht als Süßwasserart. Er lebt im freien Wasser über dem Grund bis zur Oberfläche, nach FishBase in 0 bis 364 m Tiefe, meist in 0 bis 200 m, und bei Wassertemperaturen von 0 bis 18 °C.

Wo leben Heringe? Nordatlantik mit Nordsee und Ostsee

Heringe leben im Nordatlantik: Im Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet nach FishBase von Island und Südgrönland bis zum nördlichen Golf von Biskaya und ostwärts bis Spitzbergen und Nowaja Semlja in Russland, einschließlich der Ostsee. Im Westen kommen sie von Südwestgrönland und Labrador bis South Carolina (USA) vor. Für Deutschland führen die Quellen mehrere getrennte Bestände auf: den Frühjahrslaicher der westlichen Ostsee, des Skagerraks und des Kattegats und den Herbstlaicher der Nordsee (ICES).

Was fressen Heringe?

Heringe fressen vor allem Zooplankton, und zwar hauptsächlich Ruderfußkrebse. FishBase beschreibt den Hering als fakultativen Zooplanktonfresser und Filtrierer: Er kann zum Filtrieren übergehen, wenn Nahrungsdichte und Partikelgröße passen, und er findet seine Nahrung nach Sicht. Weil Plankton seine Hauptnahrung ist, zählt er nicht zu den Raubfischen.

Wann laichen Heringe? Je nach Bestand im Frühjahr oder im Herbst

Jeder Heringsbestand laicht einmal im Jahr in einem kurzen Zeitraum, die einzelnen Bestände jedoch zu verschiedenen Jahreszeiten. FishBase nennt für den Ostatlantik unter anderem herbstlaichende Nordseeheringe; in jedem Monat des Jahres laicht irgendwo mindestens ein Bestand. Der ICES führt die Bestände nach der Laichzeit: den Frühjahrslaicher der westlichen Ostsee, des Skagerraks und des Kattegats und den Herbstlaicher der Nordsee. In welchen Monaten der Frühjahrslaicher der Ostsee laicht, nennen die gelesenen Quellen nicht; einen Kalendertag gibt es ohnehin nicht.

Wo und wie laichen Heringe?

Heringe laichen an traditionellen Laichplätzen, oft in flachem Küstenwasser von 15 bis 40 m Tiefe oder auf Bänken bis 200 m Tiefe. Üblich ist Kies- oder Felsboden; Ostseebestände bevorzugen dagegen flache Tangbetten unter 10 m Tiefe (FishBase). Die Eier sind klebrig, bilden Bänder, sinken auf den Grund und haften dort; der Schlupf dauert je nach Temperatur bis zu 3 Wochen. Mehrere Eilagen können übereinander liegen, sodass die unteren Eier zu wenig Sauerstoff bekommen. Die Larven treiben im freien Wasser mit der Strömung (FishBase).

Nach dem Rote-Liste-Zentrum gibt es noch keine Anzeichen, dass die traditionellen Laich- und Aufwuchsgebiete an der deutschen Ostseeküste ausgefallen wären. Neuere Untersuchungen weisen auf eine Beeinträchtigung der Fortpflanzung durch den Klimawandel hin (Polte et al. 2021, zitiert im Artensteckbrief).

Wie leben Heringe? Schwarm, Wanderung und Tagesrhythmus

Heringe leben in Schwärmen und wandern zwischen Laich- und Überwinterungsgebieten an der Küste und Nahrungsgebieten im offenen Wasser. Nach FishBase folgen die Schwärme dabei Zugmustern, die sie von älteren Jahrgängen lernen. Jungtiere bis zu 2 Jahren halten sich in Küstennähe auf, ausgewachsene Tiere weiter draußen. Ausgewachsene Tiere stehen tagsüber in tieferem, nachts in flacherem Wasser; das Licht steuert ihre Tiefe.

Schwarm, silberne Flanken, ein ausgezeichnetes Gehör (Frequenzen von 30 bis 4.000 Hz) und eine sehr schnelle Fluchtreaktion dienen nach FishBase der Abwehr von Fressfeinden. Die Schwärme ziehen trotzdem Fische, Vögel und Meeressäuger als Jäger an.

Wie sieht ein Hering aus? Blaugrüner Rücken, silberne Flanken

Ein Hering hat einen schlanken, seitlich abgeflachten Körper mit rundem Bauch, einen blauen bis grünlich blauen Rücken und silbrige Flanken. Das Duden-Wörterbuch beschreibt ihn als Fisch mit grünlich blauem Rücken und silberglänzenden, leicht gewölbten Körperseiten. Nach FishBase hat er keine Stachelstrahlen; die Rückenflosse hat 13 bis 21 Weichstrahlen, die Afterflosse 12 bis 23, dazu kommen 51 bis 60 Wirbel. Auf Körper und Flossen fehlen auffällige dunkle Flecken. Hinter den Bauchflossen sitzen 12 bis 16 Kielschuppen, die keinen ausgeprägten Kiel bilden. Der Oberkiefer hat keine mittlere Einkerbung, und der hintere Rand der Kiemenöffnung ist gleichmäßig gerundet.

Hering oder Sprotte: Was ist der Unterschied?

Die Sprotte (Sprattus sprattus) ist ein kleinerer Verwandter des Herings aus derselben Familie; sie bleibt deutlich kürzer und hat nach FishBase einen ausgeprägten Kiel aus Kielschuppen am Bauch. Beim Hering ist dieser Kiel nach FishBase nicht ausgeprägt.

Merkmal Hering Sprotte
Familie Heringe (Clupeidae) Heringe (Clupeidae)
Übliche Länge 30 cm (SL) 12 cm (SL)
Höchstlänge 45 cm (SL) 25,1 cm (SL)
Höchstalter 25 Jahre 6 Jahre
Bauchkante Kielschuppen ohne ausgeprägten Kiel ausgeprägter Kiel aus Kielschuppen am Bauch
IUCN Least Concern (2009) Least Concern (2018)

Welche Arten von Heringen gibt es?

In der Gattung Clupea führt FishBase drei Arten: den Atlantischen Hering (Clupea harengus), den Pazifischen Hering (Clupea pallasii, englisch Pacific herring) und Clupea manulensis in Asien. Der Hering in Nord- und Ostsee ist Clupea harengus. In der Roten Liste von 2025 unterscheidet das Rote-Liste-Zentrum in der westlichen Ostsee anders als in früheren Listen die Unterarten Clupea harengus harengus und Clupea harengus membras nicht mehr. Der Name der Gattung kommt vom lateinischen clupea (Sardine, abgeleitet von clupeus, Schild) und dem griechischen odous (Zähne), wie FishBase die Herkunft angibt.

Hering oder Matjes: Was ist der Unterschied?

Matjes ist kein eigener Fisch, sondern ein Hering: Der Duden führt „Matjes“ als Kurzform von „Matjeshering“ und beschreibt diesen als „gesalzener junger Hering (ohne Milch oder Rogen)“. Das Wort stammt aus dem Niederländischen (maatjesharing, eigentlich „Mädchenhering“). Beide Wörter sind männlich: der Hering, der Matjes. Nach FishBase wird der Hering insgesamt frisch, getrocknet, gesalzen, geräuchert, als Konserve und tiefgefroren verwertet.

Ist der Hering gefährdet? Rote Liste: ungefährdet

Der Atlantische Hering gilt in der Roten Liste der marinen Fische und Neunaugen Deutschlands von 2025 als ungefährdet; die aktuelle Bestandssituation ist „sehr häufig“, der langfristige Bestandstrend „stabil“ und der kurzfristige „mäßige Abnahme“. Die Kategorie ist gegenüber der vorherigen Roten Liste unverändert (Thiel et al. 2025, Rote-Liste-Zentrum). Die IUCN führt die Art weltweit als nicht gefährdet (Least Concern, bewertet am 4. Februar 2009, nach FishBase).

Wie steht es um den Hering in der westlichen Ostsee?

In der westlichen Ostsee ist der Frühjahrslaicher-Bestand stark geschrumpft: Der kurzfristige Trend in den deutschen Meeresgebieten der Ostsee zeigt nach der Roten Liste eine „sehr starke Abnahme“. Zugleich gibt es noch keine Anzeichen, dass traditionelle Laich- und Aufwuchsgebiete an der deutschen Küste ausgefallen wären; die Art ist in der deutschen Ostsee überall präsent und pflanzt sich regelmäßig fort. Von einem Erlöschen des Bestands ist laut dem Artensteckbrief des Rote-Liste-Zentrums aktuell nicht auszugehen.

Der ICES empfiehlt in seinem Rat aus dem Bewertungsjahr 2026, für 2027 und 2028 keinen Hering dieses Bestands zu fangen (Nullfang). Für 2026 lautete die Empfehlung ebenfalls Nullfang. Nach den Fangszenarien des Rats bleibt der Laicherbestand auch ohne jeden Fang mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent im Jahr 2028 und von 88 Prozent im Jahr 2029 unter dem Grenzwert Blim.

Gibt es in der Ostsee ein Fangverbot für Heringe?

Ein Fangverbot für Heringe in der Ostsee haben wir in den gelesenen Quellen nicht gefunden: Der Nullfang-Rat des ICES ist eine Empfehlung und kein Rechtstext. Nach dem Rote-Liste-Zentrum wird die Heringsfischerei in Deutschland seit 2018 jährlich zeitweise eingestellt, als Sofortmaßnahme zum Schutz des Bestands in der westlichen Ostsee (ICES-Gebiet 22 bis 24); die Entnahme durch die kommerzielle Fischerei hat durch massive Quotenkürzungen extrem abgenommen. Was für Freizeitangler gilt, ergibt sich aus dem Recht der Länder (Tabelle unten). Die EU-Verordnung über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2026 (Verordnung (EU) 2025/2454) enthält Maßnahmen für die Freizeitfischerei nur für Dorsch (Artikel 10) und Lachs (Artikel 11), nicht für Hering.

Wann kommt der Hering an die Küste? Das Angeln hängt am Laichzug

Wann Heringe an die Küste kommen, richtet sich nach ihrem Laichzug, der je nach Bestand zu anderen Zeiten stattfindet. FishBase beschreibt, dass Schwärme zwischen Nahrungsgebieten im offenen Wasser und Laich- und Überwinterungsgebieten an der Küste wandern; ein fester Termin für die Ostsee lässt sich aus den gelesenen Quellen nicht ableiten. FishBase führt die Art außerdem als Sportfisch („gamefish“). Aktuelle Fangmeldungen und Saisonstände enthält dieser Steckbrief nicht, weil sie sich von Woche zu Woche ändern; Montage, Köder und Rute behandelt er ebenfalls nicht.

Schonzeit und Mindestmaß für Hering in allen 16 Bundesländern

Nur Schleswig-Holstein führt den Hering in seiner Küstenfischereiverordnung mit einem Mindestmaß auf, getrennt für Nordsee und Ostsee; die Verordnungen der übrigen 15 Länder, auch die Mecklenburg-Vorpommerns, nennen ihn nicht, und eine Schonzeit steht in keiner von ihnen.

Bundesland Schonzeit Mindest-/Entnahmemaß
Bayern nicht aufgeführt –
Baden-Württemberg nicht aufgeführt –
Berlin nicht aufgeführt –
Brandenburg nicht aufgeführt –
Bremen nicht aufgeführt –
Hamburg nicht aufgeführt –
Hessen nicht aufgeführt –
Mecklenburg-Vorpommern nicht aufgeführt –
Niedersachsen nicht aufgeführt –
Nordrhein-Westfalen nicht aufgeführt –
Rheinland-Pfalz nicht aufgeführt –
Saarland nicht aufgeführt –
Sachsen nicht aufgeführt –
Sachsen-Anhalt nicht aufgeführt –
Schleswig-Holstein (Küstengewässer – Nordsee) keine Schonzeit 20 cm
Schleswig-Holstein (Küstengewässer – Ostsee) keine Schonzeit 11 cm
Thüringen nicht aufgeführt –

Eine von 16 Landesfischereiverordnungen führt die Art auf. „Nicht aufgeführt“ heißt: Die Verordnung nennt für die Art weder Schonzeit noch Mindestmaß; allgemeine Regeln wie Schonbezirke gelten trotzdem. Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann strengere Regeln festlegen; maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext.

Rechtsgrundlagen und Prüfdatum

Dass ein Land den Hering nicht nennt, heißt nur, dass die Verordnung keinen eigenen Eintrag für ihn enthält; die EU-Vorschriften für die Ostsee sind in der Tabelle nicht abgebildet. Fragen Sie vor dem Angeln zusätzlich beim Gewässerbewirtschafter nach den Bedingungen Ihres Erlaubnisscheins. Die Regeln der beiden Ostseeländer finden Sie unter Schonzeiten in Schleswig-Holstein und Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern, allgemeine Informationen zur Erlaubnis unter Angelschein.

Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?

Die Zahlen stammen aus FishBase (internationale Datenbank), dem Artensteckbrief des Rote-Liste-Zentrums zur Roten Liste der marinen Fische und Neunaugen (Thiel et al. 2025), den Bestandsempfehlungen des ICES (Internationaler Rat für Meeresforschung, Kopenhagen) zu den Beständen der westlichen Ostsee und der Nordsee, der EU-Verordnung über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee (Verordnung (EU) 2025/2454) und dem Duden. Wo nur eine Quelle gelesen wurde, steht das im Text; zum Laichzeitpunkt in der Ostsee haben wir keine Primärquelle lesen können. Zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026.

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Häufige Fragen

Wie groß wird ein Hering?

Ein Hering ist üblicherweise 30 cm lang und wird höchstens 45 cm lang und 1,1 kg schwer. Beide Längen nennt FishBase als Standardlänge, also ohne Schwanzflosse gemessen; das Gewicht ist das höchste veröffentlichte.

Ist der Hering ein Süßwasser- oder Salzwasserfisch?

Der Hering ist ein Salzwasserfisch. FishBase führt ihn als Meeres- und Brackwasserart und nennt eine Tiefe von 0 bis 364 m, meist 0 bis 200 m, bei Wassertemperaturen von 0 bis 18 °C.

Sind Matjes und Hering dasselbe?

Matjes ist ein Hering: Der Duden führt „Matjes“ als Kurzform von „Matjeshering“ und beschreibt diesen als „gesalzener junger Hering (ohne Milch oder Rogen)“. Es ist also keine eigene Fischart, sondern eine Zubereitung junger Heringe.

Wie alt wird ein Hering?

Ein Hering wird nach FishBase höchstens 25 Jahre alt und ist je nach Bestand mit 2 bis 9 Jahren geschlechtsreif. Das Höchstalter stammt aus einer einzelnen Quelle; eine abweichende Angabe haben wir nicht gelesen.

Gibt es in der Ostsee ein Fangverbot für Heringe?

Ein Fangverbot als Rechtstext haben wir nicht gefunden. Der ICES empfiehlt für den Frühjahrslaicher der westlichen Ostsee Nullfang für 2027 und 2028; nach dem Rote-Liste-Zentrum wird die Heringsfischerei in Deutschland seit 2018 jährlich zeitweise eingestellt. Die EU-Verordnung über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2026 (Verordnung (EU) 2025/2454) enthält Maßnahmen für die Freizeitfischerei nur für Dorsch und Lachs, nicht für Hering; die Regeln der Länder zeigt die Tabelle auf dieser Seite.

Welche Arten von Heringen gibt es?

FishBase führt in der Gattung Clupea drei Arten: den Atlantischen Hering (Clupea harengus), den Pazifischen Hering (Clupea pallasii) und Clupea manulensis in Asien. In Nord- und Ostsee lebt der Atlantische Hering; die Sprotte ist eine eigene Art derselben Familie (Clupeidae).

Quellen