Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026
Hornhecht, kolorierter Kupferstich aus Blochs Naturgeschichte der Fische (1782–84)
Illustration: Marcus Elieser Bloch, Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands (1782–84) / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Hornhecht: Größe, Merkmale, Laichzeit und Saison

Der Hornhecht (Belone belone), auch Hornfisch genannt, ist ein schlanker Schwarmfisch der Küstenmeere mit schnabelartig verlängerten Kiefern, aber kein Hecht: Er gehört zur Familie der Hornhechte (Belonidae). Üblich sind 40 bis 45 cm Länge; als Höchstwerte nennen die Quellen 97 bis 104 cm und 1,4 bis 1,8 kg. Im Frühjahr zieht er zum Laichen in flaches Küstenwasser, an der deutschen Ostsee vor allem im Mai und Juni. Seine Gräten sind durch den Gallenfarbstoff Biliverdin grün. Nach der Roten Liste der Meeresfische von 2025 gilt er in Deutschland als ungefährdet. Dieser Steckbrief nennt Größe, Saison, Laichzeit, Nahrung und Gefährlichkeit mit Quelle.

Hornhecht-Steckbrief: Größe, Gewicht, Laichzeit und Gefährdung auf einen Blick

Der Hornhecht ist meist 40 bis 45 cm lang, wird höchstens 97 bis 104 cm lang und laicht im Frühjahr bis Frühsommer in flachem Küstenwasser. Die Werte stammen aus FishBase, dem Rote-Liste-Zentrum, Veröffentlichungen des Thünen-Instituts und der Universität Rostock sowie dänischen Fachquellen (DTU Aqua, Naturhistorisches Museum Aarhus); die Quellen sind am Ende der Seite aufgeführt. Weichen sie voneinander ab, steht die Spanne in der Tabelle.

Merkmal Hornhecht (Belone belone)
Wissen­schaft­licher Name Belone belone (Linnaeus, 1761)
Weitere Namen Hornfisch, Grünknochen; englisch Garfish
Familie, Ordnung Hornhechte (Belonidae), Hornhechtartige (Beloniformes)
Länge üblich 40 bis 45 cm (FishBase: 45 cm Standardlänge, Schutzstation Wattenmeer: „meist 40 cm“); Höchstwert 97 cm (DTU Aqua) bis 104 cm (FishBase)
Gewicht höchstes veröffentlichtes Gewicht 1,4 kg (FishBase); Einzelfunde 1,6 bis 1,8 kg (DTU Aqua)
Alter älteste Fische in schwedischen Untersuchungen 10 bis 11 Jahre (DTU Aqua), Höchstalter 18 Jahre (Naturhistorisches Museum Aarhus)
Geschlechts­reife mit 2 Jahren (Schutzstation Wattenmeer) oder mit 3 bis 4 Jahren (DTU Aqua, vermutet)
Laichzeit Frühjahr bis Frühsommer; in dänischen Gewässern Mai bis Juni
Lebensraum oberflächennahes Meer- und Brackwasser der Küsten, in Schwärmen; Tiefe 2 bis 22 m (FishBase)
Verbreitung Ostatlantik von Island bis Marokko, Nord- und Ostsee, Mittelmeer, Schwarzes Meer
Nahrung vor allem Kleinfische wie Hering, Sprotte, Sandaal und Stichling, dazu Krebse und Tintenfische
Raub- oder Friedfisch Raubfisch (Salzwasser, geht ins Brackwasser)
Gefährdung Rote Liste Meeresfische Deutschland 2025: ungefährdet; IUCN: Least Concern

Wie groß wird ein Hornhecht? Üblich 40 bis 45 cm, Höchstwert 97 bis 104 cm

Ein Hornhecht ist üblicherweise 40 bis 45 cm lang und wird nach den gelesenen Quellen höchstens 97 bis 104 cm lang. FishBase nennt 45 cm als übliche Länge, gemessen als Standardlänge (ohne Schwanzflosse), und 104 cm Gesamtlänge als Höchstwert; die Schutzstation Wattenmeer schreibt „meist 40 cm“. Nach DTU Aqua, dem Institut für aquatische Ressourcen der Technischen Universität Dänemarks, wird ein Hornhecht normalerweise nicht länger als etwa 85 cm.

Die Größe der Fische ändert sich auch im Lauf der Saison: Ergebnisse des dänischen Fangprojekts Fangstjournalen deuten darauf hin, dass die ersten Hornhechte, die im Frühjahr an die Küste kommen, größer sind als die später eintreffenden.

Wie groß war der größte Hornhecht?

Der größte registrierte Hornhecht war nach DTU Aqua 97 cm lang; FishBase führt als Höchstwert 104 cm Gesamtlänge, das Naturhistorische Museum Aarhus gibt als Länge etwa 90 cm an. Eine einzelne Rekordangabe mit Fangort und Datum haben wir nicht gefunden. Wer eine einzelne Zahl braucht, sollte 97 cm als belegten Rekord der dänischen Quelle und 104 cm als Höchstwert von FishBase nennen.

Wie schwer wird ein Hornhecht? Höchstens 1,2 bis 1,4 kg, Einzelfunde bis 1,8 kg

Ein Hornhecht wiegt höchstens etwa 1,2 bis 1,4 kg; Einzelfunde liegen darüber. FishBase nennt 1,4 kg als höchstes veröffentlichtes Gewicht, DTU Aqua ein normales Höchstgewicht von 1,2 bis 1,3 kg. Daneben gibt es Fische mit 1,6 bis 1,8 kg und einen unbestätigten Fall von 1974 mit 2,2 kg. Das Naturhistorische Museum Aarhus nennt 1,65 kg als Rekord. Die Schutzstation Wattenmeer nennt Exemplare von 90 cm Länge und 1 kg Gewicht: Der Hornhecht ist schlank gebaut und im Verhältnis zur Länge leicht.

Wie alt wird ein Hornhecht und wann ist er geschlechtsreif?

Die Quellen nennen für den Hornhecht ein Höchstalter zwischen 10 und 18 Jahren: In schwedischen Untersuchungen waren die ältesten Tiere 10 bis 11 Jahre alt (DTU Aqua), das Naturhistorische Museum Aarhus gibt 18 Jahre als Maximum an. Die meisten gefangenen Fische waren in diesen Studien 2 bis 4 Jahre alt. Geschlechtsreif werden Hornhechte nach 2 Jahren (Schutzstation Wattenmeer) oder erst nach 3 bis 4 Jahren, wie DTU Aqua vermutet. Welcher Wert für die deutsche Ostsee gilt, lässt sich aus den gelesenen Quellen nicht entscheiden.

Wann kommt der Hornhecht in die Ostsee? Ab Mitte April, Schwerpunkt Mai und Juni

Der Hornhecht erreicht die dänischen Küsten typischerweise von Mitte April bis Mitte Juni (DTU Aqua); an der deutschen Ostsee fangen Angler im Mai und Juni vermehrt Hornhechte, in den Boddengewässern ist ihr Anteil im Mai am höchsten (Thünen-Institut). Einen festen Kalendertag gibt es nicht. Die Tabelle zeigt, was die einzelnen Quellen für welches Gebiet angeben.

Quelle Gebiet Angabe
DTU Aqua (Sivebæk, Netnatur) dänische Gewässer Ankunft von Mitte April bis Mitte Juni, Abwanderung im August bis November
Thünen-Institut (Lewin et al. 2023) Angelfänge der deutschen Ostsee und der Bodden Hornhechte von Mai bis Juni vermehrt im Fang; in den Bodden im Mai der höchste Anteil
Universität Rostock und Thünen-Institut (Fischbach und Moritz 2026) westliche Ostsee Hornhechte sammeln sich im zeitigen Frühjahr zum Laichen
Schutzstation Wattenmeer Wattenmeer der Nordsee im Mai „gar nicht selten“

Unter Anglern gilt die Rapsblüte als Faustregel für die Ankunft. Eine wissenschaftliche Quelle dafür haben wir nicht gefunden, und aus der Faustregel lässt sich kein fester Termin ableiten. Wer an der dänischen Küste angeln möchte, findet die Voraussetzungen unter Angelschein für Dänemark.

Wann zieht der Hornhecht wieder ab?

Der Hornhecht verlässt die dänischen Gewässer zwischen August und November wieder in Richtung Atlantik (DTU Aqua). Wo er überwintert, ist nach DTU Aqua nicht genau bekannt; das Naturhistorische Museum Aarhus nennt Gebiete westlich von Irland. Hornhechte aus der Nordsee wandern nach der Schutzstation Wattenmeer größtenteils durch den Ärmelkanal nach Süden in wärmere Meeresgebiete ab.

Wo lebt der Hornhecht? Küstennahe Meere von Island bis Marokko

Der Hornhecht lebt in den küstennahen Meeren des Ostatlantiks von Island bis Marokko (Schutzstation Wattenmeer); FishBase gibt Ostatlantik und Mittelmeer an (65° N bis 14° N). Fischbach und Moritz (2026) nennen ausdrücklich auch Nord- und Ostsee sowie das Schwarze Meer. Er hält sich oberflächennah in Schwärmen auf; FishBase nennt eine Tiefe von 2 bis 22 m und ein Zugmuster ähnlich dem der Makrele. Die Ostsee ist für ihn womöglich ein Grenzgebiet: Im Labor schlüpften Embryonen bei Salzgehalten von 15 bis 33 PSU gleich gut, darunter deutlich schlechter, während die flachen Küstenbereiche der Ostsee im Mittel 6 bis 7 PSU haben (Fischbach und Moritz 2026, nach von Westernhagen 1974).

Kommt der Hornhecht auch im Mittelmeer vor?

Ja, im Mittelmeer lebt eine eigene Unterart des Hornhechts, Belone belone acus; im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer lebt B. b. euxini, in Nord- und Ostsee die Nominatform B. b. belone (Collette 2003). In der Adria begann die Laichzeit nach einer Untersuchung von 3.393 Fischen schon im Januar und erreichte ihren Höhepunkt von März bis Mai; die untersuchten Fische waren 20,8 bis 75,4 cm lang (Zorica et al. 2011).

Wann laicht der Hornhecht? Im Frühjahr und Frühsommer in flachem Küstenwasser

Der Hornhecht laicht im Frühjahr und Frühsommer in flachem, sauerstoffreichem Küstenwasser; das Naturhistorische Museum Aarhus nennt für Dänemark Mai bis Juni. Die Eier sind rund 3 mm groß, mit klebrigen Haftfäden bedeckt und werden an Algen oder Seegras befestigt (Schutzstation Wattenmeer). Je nach Größe des Weibchens legt es 6.000 bis 35.000 Eier (DTU Aqua). Bei 18 °C schlüpfen die Embryonen nach etwa drei Wochen; die Larven und Jungfische bleiben danach in flachen Küstenbereichen (Fischbach und Moritz 2026). Bei jungen Hornhechten wächst zuerst nur der Unterkiefer als „Horn“ in die Länge (Schutzstation Wattenmeer).

Woran erkennt man einen Hornhecht? Schnabel, Silberleib und grüne Gräten

Einen Hornhecht erkennt man am lang gestreckten, schlanken Körper und den schnabelartig verlängerten, bezahnten Kiefern. Der Rücken ist grün bis blau, Flanken und Bauch sind silbrig weiß, mitunter verläuft ein dunkler Streifen entlang der Seiten (Collette 2003, für die Familie der Hornhechte). Die Zähne im langen Schnabel halten nur die Beute fest; zum Zerkleinern dienen harte Gaumenplatten (Schutzstation Wattenmeer). Ein weiteres Merkmal zeigt sich erst beim Zerlegen: die grünen Gräten.

Was frisst der Hornhecht?

Der Hornhecht frisst vor allem kleine Fische, dazu Krebse und Tintenfische. Als Beute nennt DTU Aqua Heringe, Stichlinge und Sandaale, FishBase vor allem Heringsartige; das Naturhistorische Museum Aarhus führt außerdem Sprotten und Garnelen auf. Junge Hornhechte fressen zunächst Ruderfußkrebse und andere kleine Krebse sowie Insekten von der Wasseroberfläche (DTU Aqua), im Wattenmeer zuerst Planktonkrebse (Schutzstation Wattenmeer). Der Hornhecht jagt nach Sicht und nachts nicht (Schutzstation Wattenmeer).

Ist der Hornhecht gefährlich? Nicht giftig, aber springend und mit spitzen Zähnen

Der Hornhecht ist für Menschen nach den gelesenen Quellen nicht gefährlich: FishBase führt ihn unter „harmless“, und keine Quelle erwähnt Gift. Zu beachten sind die kräftigen Kiefer mit spitzen Zähnen (DTU Aqua) und seine Sprünge: Er springt aus dem Wasser, wenn er gehakt wird (FishBase), und auch auf der Flucht vor Thunfischen und Schweinswalen (DTU Aqua). Beim Abhaken sind Lösezange oder Hakenlöser sinnvoll.

Verletzungen durch springende Fische beschreibt die Fachliteratur für die Familie der Hornhechte insgesamt: Nach Collette (2003) springen und gleiten sie an der Wasseroberfläche, und Menschen wurden verletzt, wenn sie zufällig getroffen wurden, besonders nachts, wenn Licht die Fische anlockt. Für den Europäischen Hornhecht selbst haben wir in den gelesenen Quellen keinen dokumentierten Fall gefunden.

Warum sind die Gräten vom Hornhecht grün? Wegen Biliverdin

Die Gräten des Hornhechts sind grün, weil sie den blaugrünen Gallenfarbstoff Biliverdin enthalten, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs. Jüttner, Stiesch und Ternes wiesen ihn 2013 in der Fachzeitschrift European Food Research and Technology mit UV-Vis- und FTIR-Spektroskopie sowie HPLC-MS/MS nach. Er sitzt vor allem in kollagenreichem Gewebe wie Knochenhaut (im Mittel 61,7 µg/g) und Dornfortsätzen (24,3 µg/g); die Autoren schließen daraus, dass er an das Strukturprotein Kollagen gebunden ist und nicht an den Knochen selbst. Dieselbe Färbung zeigt die Aalmutter (Zoarces viviparus).

Manche Quellen nennen als Ursache noch das Eisenphosphat Vivianit; die Untersuchung von 2013 fand dafür keinen Hinweis. Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch die grüne Farbe nennt keine der gelesenen Quellen; das Naturhistorische Museum Aarhus bezeichnet den Farbstoff als ganz unschädlich (nennt allerdings noch Vivianit als Ursache). Manche Menschen essen den Fisch wegen der Färbung trotzdem ungern (Schutzstation Wattenmeer, Collette 2003).

Ist der Hornhecht ein guter Speisefisch? Wie schmeckt er?

Ja, der Hornhecht ist ein Speisefisch: Collette (2003) bewertet das Fleisch der Hornhechte als ausgezeichnet im Geschmack, und DTU Aqua nennt ihn einen feinen Speisefisch. FishBase gibt an, dass er frisch und tiefgefroren verwertet wird und sich braten, grillen und backen lässt. Auf Rügen hat er regionale Bedeutung, vergleichbar mit dem Matjes in den Niederlanden (Jüttner et al. 2013). Eine genauere Beschreibung des Geschmacks liefern die Fachquellen nicht; sie bleibt Erfahrungssache.

Hat der Hornhecht viele Gräten?

Ja, der Hornhecht hat viele kleine Gräten, die zusätzlich grün gefärbt sind. Collette (2003) nennt genau diese beiden Punkte als Grund, warum manche Menschen Vorbehalte gegen den Fisch haben.

Hornhecht angeln: Wann fangen Angler die meisten Hornhechte?

Angler fangen an der deutschen Ostsee die meisten Hornhechte im Mai und Juni. In der Thünen-Erhebung zur marinen Angelfischerei (Telefon-Tagebuchstudie 2020/21) zählt der Hornhecht in den Boddengewässern neben Barsch, Hecht und Zander zu den wichtigsten Zielfischen. Er wird dort nur zu rund 4 Prozent zurückgesetzt, Hecht und Barsch dagegen zu jeweils rund 71 Prozent (Lewin, Weltersbach und Strehlow 2023). FishBase führt die Art als Sportfisch („gamefish“). Montage, Köder und Rute behandelt dieser Steckbrief nicht.

Ist der Hornhecht gefährdet? Rote Liste: ungefährdet

Der Hornhecht gilt in der Roten Liste der marinen Fische und Neunaugen Deutschlands von 2025 als ungefährdet; die Bestandssituation ist „mäßig häufig“. Das Rote-Liste-Zentrum führt den langfristigen Bestandstrend als „stabil“, den kurzfristigen als „starke Abnahme“; die Kategorie ist gegenüber der vorherigen Roten Liste unverändert (Thiel et al. 2025). Die IUCN führt die Art weltweit als nicht gefährdet (Least Concern, bewertet am 10. Juli 2012, nach FishBase).

Hornhecht oder Hecht: Was ist der Unterschied?

Der Hornhecht ist kein Hecht, sondern ein eigener Meeresfisch: Er gehört zu den Hornhechten in der Ordnung der Hornhechtartigen, der Hecht zu den Hechten (Esocidae) in der Ordnung der Hechtartigen. Beide sind lang gestreckt und räuberisch, mehr verbindet sie nicht.

Merkmal Hornhecht Hecht
Familie, Ordnung Hornhechte (Belonidae), Hornhechtartige (Beloniformes) Hechte (Esocidae), Hechtartige (Esociformes)
Lebensraum Meer und Brackwasser, oberflächennah, in Schwärmen Süßwasser und Brackwasser
Höchstlänge 97 bis 104 cm 150 cm (Gesamtlänge, Rogner)
Höchstgewicht 1,4 bis 1,8 kg 28,4 kg
Höchstalter 10 bis 18 Jahre 30 Jahre

Schonzeit und Mindestmaß für Hornhecht: in keinem der 16 Bundesländer festgelegt

Der Hornhecht hat in keinem der 16 Bundesländer eine gesetzliche Schonzeit oder ein Mindestmaß; das gilt auch für die Küstenfischereiverordnungen der Ostseeländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Keine der 16 Landesfischereiverordnungen nennt für diese Art eine Schonzeit oder ein Mindestmaß (geprüft am 4. Oktober 2026). Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann trotzdem Regeln festlegen. Die allgemeinen Regeln Ihres Bundeslandes finden Sie auf unseren Seiten zu den Schonzeiten der 16 Bundesländer.

Die Regeln der beiden Ostseeländer finden Sie unter Schonzeiten in Schleswig-Holstein und Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern, allgemeine Informationen zur Erlaubnis unter Angelschein.

Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?

Die Zahlen stammen aus FishBase, dem Artensteckbrief des Rote-Liste-Zentrums zur Roten Liste der marinen Fische und Neunaugen (Thiel et al. 2025), der Zeitschrift für Fischerei (Lewin, Weltersbach und Strehlow 2023, Thünen-Institut), einer Veröffentlichung von Fischbach und Moritz (2026, Universität Rostock und Thünen-Institut), der Untersuchung zum Biliverdin von Jüttner, Stiesch und Ternes (2013), dem Artikel von Finn Sivebæk mit DTU Aqua (Netnatur), dem Naturhistorischen Museum Aarhus, der Schutzstation Wattenmeer, den Checklisten der California Academy of Sciences (Collette 2003) und der Adria-Studie von Zorica et al. (2011). Wo Quellen voneinander abweichen, nennt der Text die Spannweite samt Quellen. Zuletzt geprüft am 5. Oktober 2026.

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Häufige Fragen

Wann kommt der Hornhecht in die Ostsee?

Der Hornhecht erreicht die dänischen Küsten typischerweise von Mitte April bis Mitte Juni (DTU Aqua). An der deutschen Ostsee fangen Angler im Mai und Juni vermehrt Hornhechte, in den Boddengewässern ist ihr Anteil im Mai am höchsten (Thünen-Institut). Einen festen Kalendertag gibt es nicht.

Wie schmeckt der Hornhecht?

Der Hornhecht gilt als guter Speisefisch: Collette (2003) bewertet das Fleisch der Hornhechte als ausgezeichnet im Geschmack, DTU Aqua nennt ihn einen feinen Speisefisch. Er lässt sich braten, grillen und backen (FishBase). Manche Menschen haben wegen der vielen kleinen und grün gefärbten Gräten Vorbehalte.

Warum sind die Gräten vom Hornhecht grün?

Die Gräten sind grün, weil sie den blaugrünen Gallenfarbstoff Biliverdin enthalten, ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs. Jüttner, Stiesch und Ternes wiesen ihn 2013 vor allem in kollagenreichem Gewebe wie Knochenhaut und Dornfortsätzen nach. Hinweise auf gesundheitliche Risiken durch die Färbung nennt keine der gelesenen Quellen.

Ist der Hornhecht gefährlich?

Der Hornhecht ist für Menschen nach den gelesenen Quellen nicht gefährlich: FishBase führt ihn als „harmless“, Gift wird nirgends erwähnt. Zu beachten sind seine spitzen Zähne und seine Sprünge aus dem Wasser, etwa wenn er gehakt wird. Beim Abhaken sind Lösezange oder Hakenlöser sinnvoll.

Wie groß wird ein Hornhecht?

Ein Hornhecht ist üblicherweise 40 bis 45 cm lang und wird höchstens 97 bis 104 cm lang: DTU Aqua nennt 97 cm als größten registrierten Fisch, FishBase 104 cm Gesamtlänge als Höchstwert. Das höchste veröffentlichte Gewicht liegt bei 1,4 kg (FishBase), Einzelfunde bei 1,6 bis 1,8 kg.

Was fressen Hornhechte?

Hornhechte fressen vor allem kleine Fische wie Heringe, Sandaale und Sprotten (DTU Aqua, Naturhistorisches Museum Aarhus), dazu Krebse und Tintenfische. Junge Hornhechte fressen zunächst kleine Krebse und Insekten von der Wasseroberfläche (DTU Aqua). Sie jagen nach Sicht und nachts nicht (Schutzstation Wattenmeer).

Quellen