Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026

Meeresfische: Liste aller Arten in Nord- und Ostsee

Meeresfische sind Fische, die im Salzwasser leben, in Deutschland vor allem in Nordsee und Ostsee. Bekannte Arten sind Hering, Dorsch, Scholle und Makrele; dazu kommen Wanderfische wie Lachs, Meerforelle und Aal, die zwischen Meer und Süßwasser wechseln. Die Tabelle nennt 21 Arten mit Höchstlänge, Vorkommen in Nord- und Ostsee, Lebensweise und Einordnung als Raub- oder Friedfisch. Die Zahlen stammen aus FishBase und aus der Roten Liste der Meeresfische 2025.

Was sind Meeresfische?

Meeresfische sind Fische, die im Salzwasser der Meere leben und an dessen hohen Salzgehalt angepasst sind. Auf diesem Portal zählt eine Art als Meeresfisch, wenn sie hauptsächlich im Salzwasser lebt; Wanderfische mit einer Phase im Meer gehören dazu.

Der Salzgehalt unterscheidet die deutschen Meere deutlich. Er liegt in der deutschen Nordsee bei bis zu 35 PSU, in der Ostsee zwischen mehr als 30 und weniger als 5 PSU und in den Boddengewässern zwischen 9 und weniger als 1 PSU. Er nimmt von Südwesten nach Nordosten und von den äußeren zu den inneren Küstengewässern ab (PSU ist die gebräuchliche Einheit für den Salzgehalt; Quelle: Thünen-Institut für Ostseefischerei, Lewin et al. 2023). In der Ostsee leben nach derselben Quelle rund 200 Salz-, Brack- und Süßwasserfischarten sowie Wanderfische wie Aal, Meerforelle und Lachs.

Welche Meeresfische gibt es? Alle 21 Arten im Überblick

Dieses Portal führt 21 Meeresfische: 14 Arten, die überwiegend im Meer leben, und 7 Wanderfische oder Brackwasserarten. Die Tabelle nennt für jede Art die Höchstlänge, das Vorkommen in Nord- und Ostsee, die Lebensweise und die Einordnung als Raub- oder Friedfisch.

Art bis zu (Länge, Messart) Nord-/Ostsee Lebensweise Raub-/Friedfisch
Hering (Clupea harengus) 45 cm (SL) Nordsee: sehr häufig; Ostsee: sehr häufig Schwarmfisch, Jungtiere küstennah, ältere Tiere weiter draußen; wandert zwischen Laich-, Winter- und Fressgebieten; frisst vor allem Ruderfußkrebse (Zooplankton) –
Dorsch (Kabeljau, Gadus morhua) 200 cm (TL) Nordsee: häufig; Ostsee: sehr häufig Meer und Brackwasser; Schwärme 30 bis 80 m über dem Boden, Jungtiere im flachen Wasser; frisst Wirbellose und Fische Raubfisch
Scholle (Pleuronectes platessa) 100 cm (SL) Nordsee: sehr häufig; Ostsee: sehr häufig Plattfisch auf Sand- und Schlickboden, meist 10 bis 50 m tief; tagsüber eingegraben, nachts aktiv; frisst dünnschalige Muscheln und Borstenwürmer –
Makrele (Scomber scombrus) 60 cm (FL) Nordsee: häufig; Ostsee: mäßig häufig Schwarmfisch nahe der Oberfläche; überwintert in tieferem Wasser und zieht im Frühjahr küstennah; frisst Zooplankton und kleine Fische Grenzfall Raubfisch
Seezunge (Solea solea) 70 cm (SL) Nordsee: sehr häufig; Ostsee: mäßig häufig Plattfisch, gräbt sich in Sand und Schlamm ein und ist nachtaktiv; das Wattenmeer ist die wichtigste Kinderstube; frisst Würmer, Muscheln und kleine Krebse –
Flunder (Platichthys flesus) 60 cm (TL) Nordsee: häufig; Ostsee: sehr häufig Plattfisch auf Schlick und Sand; laicht im Meer, Jungfische steigen in Flüsse auf (FishBase: katadrom); frisst Bodentiere und kleine Fische –
Hornhecht (Belone belone) 104 cm (TL; dänische Quelle: 97 cm) Nordsee: mäßig häufig; Ostsee: mäßig häufig Schwarmfisch dicht unter der Oberfläche, Wanderverhalten ähnlich wie die Makrele; frisst kleine Fische Raubfisch
Wolfsbarsch (Dicentrarchus labrax) 103 cm (TL) Nordsee: selten, Bestand nimmt zu; Ostsee: nur unbeständig Küstenfisch bis etwa 100 m Tiefe, im Sommer in Flussmündungen und Brackwasser; erwachsene Tiere fressen überwiegend Fische Raubfisch
Seewolf (Anarhichas lupus) 150 cm (TL) Nordsee: extrem selten; Ostsee: nur unbeständig Grundfisch auf Felsboden in 1 bis 600 m Tiefe, Einzelgänger; frisst Fische, Muscheln, Krebse und Seeigel Grenzfall Raubfisch
Seeteufel (Lophius piscatorius) 200 cm (SL) Nordsee: selten; Ostsee: nur unbeständig Grundfisch auf Sand und Schlamm in 20 bis 1.000 m Tiefe; liegt halb eingegraben und lockt Beute mit einem angelartigen Fortsatz an; frisst vor allem Fische Raubfisch
Rotbarsch (Sebastes norvegicus) 100 cm (TL) Nach FishBase Kattegat und Nordsee nordwärts; in der Artenliste der deutschen Meeresgebiete nicht aufgeführt Tiefenfisch in 100 bis 1.000 m, lebt in Schwärmen und wächst langsam; frisst Krill, Heringe und Lodde Grenzfall Raubfisch
Petermännchen (Trachinus draco) 53 cm (TL) Nordsee: sehr selten; Ostsee: mäßig häufig Grundfisch auf Sand, Schlamm und Kies in 1 bis 150 m Tiefe, vergräbt sich und ist nachtaktiv; die erste Rückenflosse trägt Giftstacheln; frisst kleine Wirbellose und Fische Grenzfall Raubfisch
Seehase (Lumpfisch, Cyclopterus lumpus) 61 cm (TL) Nordsee: mäßig häufig; Ostsee: häufig Einzelgänger auf Felsboden und zwischen Tang; wandert im Jahreslauf zwischen tieferem Winter- und flacherem Sommerwasser; frisst Rippenquallen, Quallen, kleine Krebse und kleine Fische –
Aalmutter (Zoarces viviparus) 52 cm (TL) Nordsee: mäßig häufig; Ostsee: häufig Küstenfisch unter Steinen und in Algen bis 40 m Tiefe; bringt lebende Junge zur Welt; frisst Schnecken, Zuckmücken, Krebse und Fischbrut –
Atlantischer Lachs (Salmo salar) 150 cm (TL) Nordsee: selten; Ostsee: mäßig häufig Wanderfisch (anadrom): 1 bis 6 Jahre im Fluss, danach 1 bis 4 Jahre im Meer, Rückkehr zum Laichen ins Süßwasser; frisst im Meer Tintenfische, Garnelen und Fische Raubfisch
Meerforelle (Salmo trutta) 140 cm (SL; Wert der Art Salmo trutta insgesamt) Nordsee: selten; Ostsee: häufig Wanderfisch (anadrom): 1 bis 5 Jahre im Süßwasser, danach 6 Monate bis 5 Jahre im Salzwasser; frisst Weichtiere, Krebse und Fische Raubfisch
Europäischer Aal (Anguilla anguilla) 133 cm (TL, Weibchen) Nordsee: mäßig häufig; Ostsee: häufig Wanderfisch (katadrom): wächst in Küstengewässern, Flüssen und Seen und laicht in der Sargassosee; frisst praktisch die gesamte aquatische Fauna Grenzfall Raubfisch
Europäischer Stör (Acipenser sturio) 600 cm (TL; heute Männchen meist 100 bis 150 cm, Weibchen 130 bis 215 cm) Nordsee: ausgestorben oder verschollen (die Rote Liste nennt 1964), Wiederansiedlung im Elbegebiet; Ostsee: kein Nachweis Wanderfisch (anadrom): lebt den größten Teil des Lebens im Meer und steigt zum Laichen in Flüsse auf; frisst Krebse, Weichtiere, Würmer und kleine Fische –
Stint (Osmerus eperlanus) 45 cm (TL; übliche Länge 16,5 cm) Nordsee: mäßig häufig; Ostsee: häufig Wanderfisch (anadrom): Schwarmfisch in Küstennähe und Flussmündungen, steigt zum Laichen in Flüsse auf; frisst Garnelen und kleine Krebse, größere Tiere auch kleine Fische Grenzfall Raubfisch
Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus) 11 cm (TL, Meeresform; im Süßwasser 8 cm) Nordsee: häufig; Ostsee: häufig Die Meeresform wandert zum Laichen ins Süßwasser (anadrom), daneben gibt es reine Süßwasserbestände; das Männchen baut ein Nest; frisst Würmer, Krebse, Insekten, Fischlaich und Fischbrut Grenzfall Friedfisch
Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus) 35 cm (TL) Nordsee: selten; Ostsee: häufig (invasive, eingeschleppte Art) Grundfisch in flachem Brack- und Süßwasser; ursprünglich im Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer beheimatet; frisst vor allem Weichtiere, daneben kleine Fische Grenzfall Friedfisch

So lesen Sie die Tabelle:

  • bis zu: Das ist die größte in FishBase gemeldete Länge der Art, keine übliche Fanggröße. TL ist die Gesamtlänge bis zum Ende der Schwanzflosse, SL die Standardlänge bis zum Ansatz der Schwanzflosse, FL die Gabellänge bis zur Gabelung der Schwanzflosse. Stand: FishBase, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  • Nord-/Ostsee: Die Angaben beschreiben die deutschen Meeresgebiete nach der Roten Liste der Meeresfische 2025 (Thiel et al.). Die Klassen beruhen darauf, in welchem Anteil der Kartenfelder im Raster 1 : 25.000 die Art nachgewiesen wurde: extrem selten bis 0,7 %, sehr selten bis 2 %, selten bis 10 %, mäßig häufig bis 40 %, häufig bis 70 %, sehr häufig über 70 %. Sie sagen nichts über die Zahl der Fische aus. „Nur unbeständig“ bedeutet: nur sehr unregelmäßige Einzelnachweise.
  • Raub-/Friedfisch: Die Einordnung folgt der Hauptnahrung der erwachsenen Tiere nach FishBase. Ein Strich bedeutet, dass dieses Portal die Art keiner der beiden Gruppen zuordnet; sie steht nur bei den Meeresfischen.
  • Besonderheiten: Bei der Meerforelle gilt der FishBase-Wert für die Art Salmo trutta insgesamt (Bach-, See- und Meerforelle), und die Rote Liste bewertet die Forelle ebenfalls als Art. Die Ostsee-Werte der Flunder gelten für Platichthys flesus; die Baltische Flunder (Platichthys solemdali) führt die Rote Liste als eigene Art.

Welche Meeresfische kommen in Nord- und Ostsee vor?

16 der 21 Arten sind in der deutschen Nordsee und in der deutschen Ostsee etabliert; drei weitere sind nur in der Nordsee etabliert, eine Art ist in Deutschland ausgestorben, und eine steht nicht auf der Artenliste der deutschen Meeresgebiete. Als „etabliert“ gilt eine Art nach der Roten Liste, wenn sie das Gebiet regelmäßig aufsucht, etwa als Wandergast oder in einem ihrer Lebensabschnitte.

  • In Nord- und Ostsee etabliert (16): Hering, Dorsch, Scholle, Makrele, Seezunge, Flunder, Hornhecht, Petermännchen, Seehase, Aalmutter, Lachs, Meerforelle, Aal, Stint, Stichling und Schwarzmundgrundel.
  • Nur in der Nordsee etabliert (3): Wolfsbarsch, Seewolf und Seeteufel. In der Ostsee gibt es von ihnen nur sehr unregelmäßige Einzelnachweise.
  • In Deutschland ausgestorben oder verschollen (1): Europäischer Stör.
  • Nicht auf der Artenliste der deutschen Meeresgebiete (1): Rotbarsch. FishBase nennt für ihn das Kattegat und die Nordsee nordwärts.

Zwei Befunde der Roten Liste überraschen. Das Petermännchen ist in der deutschen Ostsee mäßig häufig, in der Nordsee dagegen sehr selten: Der Bestand im Kattegat strahlt bis in das deutsche Gebiet der Ostsee aus und ist größer als der in der Nordsee. Beim Wolfsbarsch nimmt der Bestand in der Nordsee zu; die Rote Liste nennt als mögliche Ursache den Klimawandel und erwähnt Jungfischnachweise im niedersächsischen Wattenmeer.

Welche Meeresfische bleiben im Meer, und welche wandern in Flüsse?

Von den 21 Arten leben 14 überwiegend im Meer; sieben sind Wanderfische oder Brackwasserarten, die zwischen Meer und Süßwasser wechseln. Wanderfische wechseln regelmäßig zwischen Süß- und Salzwasser. Drei Gruppen lassen sich unterscheiden:

  • Anadrome Fische wachsen im Meer und steigen zum Laichen in Flüsse auf. Unter den 21 Arten sind das Lachs, Meerforelle, Stör, Stint und die Meeresform des Stichlings.
  • Katadrome Fische ziehen zum Laichen aus Flüssen und Seen ins Meer. Der Aal laicht in der Sargassosee im westlichen Atlantik.
  • Brackwasserarten leben im Übergang zwischen Salz- und Süßwasser. Ein Beispiel ist die Schwarzmundgrundel, eine eingeschleppte Art aus dem Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meer.

FishBase führt auch Flunder und Wolfsbarsch als katadrom. Beide laichen jedoch im Meer und gehen nur als Jungfisch (Flunder) oder im Sommer (Wolfsbarsch) in Flussmündungen und Flüsse; deshalb zählen sie hier zu den Meeresfischen. Für Meerforelle und Aal gelten eigene Regeln je Bundesland: Schonzeit Meerforelle und Schonzeit Aal.

Ist die Forelle ein Meeresfisch?

Nur die Meerforelle ist ein Meeresfisch, genauer ein Wanderfisch: Sie verbringt nach FishBase ein bis fünf Jahre im Süßwasser und danach sechs Monate bis fünf Jahre im Salzwasser. Bachforelle, Seeforelle und Meerforelle gehören zur selben Art, Salmo trutta; die Bachforelle lebt im Süßwasser, die Meerforelle wandert ins Meer und kehrt zum Laichen in Flüsse zurück.

Welche Meeresfische sind Raubfische?

Sechs der 21 Arten sind Raubfische: Dorsch, Hornhecht, Wolfsbarsch, Seeteufel, Lachs und Meerforelle. Als Raubfische gelten hier Fische, deren erwachsene Tiere sich überwiegend von anderen Fischen oder Wirbeltieren ernähren (Hauptnahrung nach FishBase). Alle Raubfische des Portals, auch die im Süßwasser, führt die Übersicht Raubfische.

Welche Meeresfische sind Grenzfälle zwischen Raub- und Friedfisch?

Acht Arten sind Grenzfälle, weil ihre Nahrung gemischt ist: sechs gelten als Grenzfälle der Raubfische, zwei als Grenzfälle der Friedfische. Die Angaben stammen aus FishBase.

  • Aal: Seine Nahrung umfasst praktisch die gesamte aquatische Fauna seines Lebensraums, nicht gezielt nur Fische.
  • Makrele: frisst Zooplankton und kleine Fische; Fisch ist nur ein Teil ihrer Nahrung.
  • Seewolf: frisst Fische, aber ebenso hartschalige Tiere wie Muscheln, Krebse und Seeigel.
  • Rotbarsch: frisst im Sommer vor allem Krill, im Herbst und Winter Heringe, im Frühjahr Lodde, Heringe, Krill und Rippenquallen.
  • Petermännchen: frisst kleine Wirbellose und Fische, vor allem nachts.
  • Stint: frisst Garnelen und kleine Krebse, größere Tiere auch kleine Fische; erwachsene Elbstinte ernähren sich nach der Hamburger Stintstudie meist von Fischen.
  • Stichling (Friedfisch-Grenzfall): ein Kleinräuber, der vor allem wirbellose Tiere frisst – Würmer, Krebse und Insekten –, daneben Fischlaich, Fischbrut und kleine Fische. Weil Fisch nicht seine Hauptnahrung ist, zählt er nach der Definition dieser Seite nicht zu den Raubfischen (FishBase: trophische Ebene 3,3).
  • Schwarzmundgrundel (Friedfisch-Grenzfall): frisst überwiegend Weichtiere, daneben kleine Fische.

Hering, Scholle, Seezunge, Flunder, Seehase, Aalmutter und Stör ordnet das Portal keiner der beiden Gruppen zu. Welche Friedfische es im Süßwasser gibt, zeigt die Seite Friedfische; alle Fischarten stehen unter Fische.

Welche Meeresfische fangen Angler an Nord- und Ostsee?

An der Ostsee fangen Angler vor allem Hering, Dorsch, Makrele, Meerforelle, Wittling und Plattfische, in den Boddengewässern vor allem Hering, Barsch, Hornhecht, Zander und Hecht. Das zeigt eine repräsentative Telefon-Tagebuchstudie des Thünen-Instituts für Ostseefischerei aus den Jahren 2020/21 (Lewin et al. 2023).

Für die Nordsee nennt dieselbe Veröffentlichung Dorsch, Wittling, Makrele, Wolfsbarsch, Hering, Aal und Plattfische, vor allem Scholle, Flunder und Kliesche, als die für die kommerzielle Fischerei und die Angelfischerei wichtigsten Arten. Beim Dorsch hat sich die Lage seit der Befragung geändert, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Welche EU-Regeln gelten 2026 für Dorsch, Lachs und Aal?

Für 2026 gelten für Freizeitangler EU-Regeln zu Dorsch, Lachs und Aal in Nord- und Ostsee. Die Regeln in Kurzform, jeweils mit Rechtsgrundlage:

  • Dorsch: Die Freizeitfischerei auf Dorsch ist 2026 in der westlichen und östlichen Ostsee (ICES-Unterdivisionen 22–32) ganzjährig verboten; als Beifang gefangener Dorsch ist sofort zurückzusetzen. Rechtsgrundlage: Verordnung (EU) 2025/2454, Art. 10.
  • Lachs: Lachs darf in der Ostsee (Unterdivisionen 22–31) nur als fettflossenbeschnittener Lachs entnommen werden – höchstens einer pro Person und Tag. Rechtsgrundlage: Verordnung (EU) 2025/2454, Art. 11.
  • Aal: Für Freizeitangler ist 2026 der Aalfang in allen Meeres- und Brackgewässern von Nord- und Ostsee verboten – unabhängig vom Lebensstadium. Rechtsgrundlage: Verordnung (EU) 2026/249, Art. 14.

Mindestmaße, Schonzeiten und Fischereischein regeln die Bundesländer unterschiedlich. Die Übersicht für alle 16 Länder steht auf der Seite Schonzeiten und Mindestmaße, für Meerforelle und Aal gibt es eigene Seiten (Meerforelle, Aal). Wer in Dänemark angeln will, findet die Regeln unter Angelschein Dänemark. Stand der Regeldaten: 30. September 2026.

Welche Meeresfische sind in Deutschland gefährdet, und wo steht die Rote Liste?

Nach der Roten Liste der Meeresfische von 2025 gelten 10 der 105 etablierten Arten als bestandsgefährdet, 2 als ausgestorben oder verschollen und 13 als extrem selten; 67 Arten sind ungefährdet. Zusammen sind 25 Arten oder 23,8 % ausgestorben, bestandsgefährdet oder extrem selten. Die Gesamtartenliste führt 126 marine Arten, 105 etablierte und 21 unbeständige.

Unter den 21 Arten dieser Seite sind sechs besonders auffällig:

  • Aal: stark gefährdet (Kategorie 2); Deutschland trägt eine besonders hohe Verantwortung für seinen Erhalt.
  • Lachs: vom Aussterben bedroht (Kategorie 1 nach der Roten Liste der Süßwasserfische von 2023, die die Meeresfisch-Liste übernimmt).
  • Stint: stark gefährdet (Kategorie 2 nach der Roten Liste der Süßwasserfische von 2023, die die Meeresfisch-Liste übernimmt); in der Nordsee allein betrachtet gefährdet (Kategorie 3).
  • Europäischer Stör: in der Nordsee ausgestorben oder verschollen; im Elbegebiet läuft ein Wiederansiedlungsprojekt.
  • Seewolf: extrem selten (Kategorie R); das Kerngebiet der Art liegt in den tieferen Bereichen der Nordsee; in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone liegt nur der Rand ihrer Verbreitung.
  • Hornhecht: bundesweit ungefährdet, in der Nordsee allein betrachtet aber gefährdet (Kategorie 3).

Die Rote Liste und Gesamtartenliste der Fische und Neunaugen der marinen Gewässer Deutschlands (Thiel et al. 2025) ist als Heft 170 (9) der Reihe Naturschutz und Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz erschienen, 119 Seiten; die Artensteckbriefe je Art stehen beim Rote-Liste-Zentrum, etwa für den Hornhecht und die Flunder. Den Volltext lesen Sie im PDF der Universität Bonn.

Häufige Fragen

Welche Fische sind Meeresfische?

Meeresfische sind Fische, die im Salzwasser leben. In Nord- und Ostsee gehören dazu Hering, Dorsch, Scholle, Makrele, Seezunge und Flunder sowie Wanderfische wie Lachs, Meerforelle und Aal, die zwischen Meer und Süßwasser wechseln. Die Tabelle auf dieser Seite nennt 21 Arten mit Höchstlänge, Vorkommen in Nord- und Ostsee und Lebensweise.

Welche Fischarten gibt es im Meer?

In den deutschen Meeresgebieten von Nord- und Ostsee führt die Rote Liste der Meeresfische 2025 insgesamt 126 marine Arten, davon 105 etablierte und 21 unbeständige. Diese Seite stellt 21 davon mit Größe, Vorkommen und Lebensweise vor, darunter Hering, Dorsch, Scholle, Makrele, Seezunge, Seeteufel, Wolfsbarsch und Wanderfische wie Lachs und Aal.

Ist die Forelle ein Meeresfisch?

Nur die Meerforelle ist ein Meeresfisch, genauer ein Wanderfisch. Nach FishBase verbringt sie ein bis fünf Jahre im Süßwasser und danach sechs Monate bis fünf Jahre im Salzwasser. Bachforelle und Meerforelle gehören zur selben Art, Salmo trutta; die Bachforelle bleibt im Süßwasser.

Was ist der Unterschied zwischen Meeres- und Süßwasserfischen?

Meeresfische leben im Salzwasser, Süßwasserfische in Flüssen und Seen. Dazwischen stehen Wanderfische, die zwischen beiden wechseln: Lachs, Meerforelle und Stint wachsen im Meer und laichen im Süßwasser, der Aal laicht umgekehrt im Meer. Der Salzgehalt liegt in der deutschen Nordsee bei bis zu 35 PSU und in der Ostsee zwischen mehr als 30 und weniger als 5 PSU.

Welche Meeresfische sind Raubfische?

Sechs der 21 Arten gelten als Raubfische, weil erwachsene Tiere überwiegend Fische oder andere Wirbeltiere fressen: Dorsch, Hornhecht, Wolfsbarsch, Seeteufel, Lachs und Meerforelle. Makrele, Seewolf, Rotbarsch, Petermännchen, Aal und Stint sind Grenzfälle, weil ihre Nahrung gemischt ist.

Darf man 2026 in der Ostsee Dorsch angeln?

Die Freizeitfischerei auf Dorsch ist 2026 in der westlichen und östlichen Ostsee (ICES-Unterdivisionen 22–32) ganzjährig verboten; als Beifang gefangener Dorsch ist sofort zurückzusetzen. Rechtsgrundlage ist Art. 10 der Verordnung (EU) 2025/2454.

Ist der Seelachs gefährdet?

In Deutschland gilt der Seelachs nach der Roten Liste der Meeresfische 2025 derzeit als ungefährdet; in der deutschen Ostsee hat er zugenommen. Nach derselben Quelle schätzt der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) den Bestand in seinem Bestandsgebiet allerdings als überfischt ein.

Wo finde ich die Rote Liste der Meeresfische?

Die Rote Liste und Gesamtartenliste der Fische und Neunaugen der marinen Gewässer Deutschlands (Thiel et al. 2025) ist als Heft 170 (9) der Reihe Naturschutz und Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz erschienen und umfasst 119 Seiten. Die Artensteckbriefe stehen beim Rote-Liste-Zentrum.

Quellen