Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs genannt, ist ein Lachsfisch, dessen natürliches Verbreitungsgebiet auf das Einzugsgebiet der Donau beschränkt ist. Er wird meist 60 bis 120 cm lang, in Ausnahmefällen bis 150 cm, und laicht im Frühjahr, meist von März bis April. Nach der Roten Liste von 2023 gilt er in Deutschland als stark gefährdet; die FFH-Richtlinie führt ihn in den Anhängen II und V. Dieser Steckbrief nennt Größe, Gewicht, Alter, Laichzeit, Lebensraum und Gefährdung mit Quelle, zeigt den Unterschied zu Bachforelle, Regenbogenforelle und Bachsaibling und erklärt, in welchen Bundesländern Schonzeit und Mindestmaß für den Huchen geregelt sind.
Huchen-Steckbrief: Größe, Gewicht, Alter und Laichzeit auf einen Blick
Der Huchen (Hucho hucho) wird meist 60 bis 120 cm lang, erreicht je nach Quelle ein Höchstgewicht von 25 bis über 50 kg, wird im Durchschnitt 13 bis 16 Jahre alt und laicht von März bis April (nach dem Bundesamt für Naturschutz bis Mai). Die Werte stammen aus FishBase, dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Roten Liste 2023, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt und weiteren Quellen, die am Ende der Seite aufgeführt sind.
| Merkmal | Huchen (Hucho hucho) |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Hucho hucho (Linnaeus, 1758) |
| Familie | Lachsfische (Salmonidae) |
| Weitere Namen | Donaulachs |
| Länge | meist 60 bis 120 cm, in Ausnahmefällen bis 150 cm (Bayerisches Landesamt für Umwelt); FishBase: üblich 70 cm, höchstens 150 cm |
| Gewicht | Höchstwerte je nach Quelle 25 bis 30 kg (BfN) bis 52 kg (FishBase); IGFA-Rekord 34,8 kg |
| Alter | im Durchschnitt 13 bis 16 Jahre (BfN); höchstes gemeldetes Alter 20 Jahre (FishBase) |
| Geschlechtsreife | Männchen mit 3 bis 4 Jahren, Weibchen mit 4 bis 5 Jahren (BfN) |
| Laichzeit | meist März bis April (Landesamt für Umwelt, Naturschutzbund Österreich); BfN: März bis Mai |
| Lebensraum | kalte, klare, sauerstoffreiche, stark bis mäßig strömende Flüsse mit tiefen Kolken; Äschen- und Barbenregion |
| Nahrung | erwachsene Tiere überwiegend Fische, dazu Amphibien, Reptilien und Wasservögel |
| Raub- oder Friedfisch | Raubfisch, nach dem BfN ein „unspezialisierter Topprädator“ |
| Süß- oder Salzwasser | Süßwasserfisch, der im Fluss bleibt und nicht ins Meer wandert |
| Gefährdung | Rote Liste Deutschland 2023: stark gefährdet; Bestandssituation sehr selten; FFH-Richtlinie Anhang II und V |
Ist der Huchen dasselbe wie der Donaulachs? Ja, und ein Lachs ist er trotzdem nicht
Huchen und Donaulachs sind zwei Namen für denselben Fisch, Hucho hucho. FishBase führt „Donaulachs“ als deutschen Namen für Deutschland und Österreich, der Naturschutzbund Österreich schreibt „auch Donaulachs genannt“. Mit dem Atlantischen Lachs teilt der Huchen die Familie der Lachsfische, nicht aber die Lebensweise: Nach der International Game Fish Association (IGFA) bleibt er in den Flusssystemen und wandert nicht ins Meer. Nach dem Duden heißt es „der Huchen, des Huchens, die Huchen“.
Wie groß wird ein Huchen? Meist 60 bis 120 cm, in Ausnahmen bis 150 cm
Ein Huchen wird meist 60 bis 120 cm lang, in Ausnahmefällen bis 150 cm. So beschreibt es das Bayerische Landesamt für Umwelt; FishBase nennt 70 cm als übliche Länge und 150 cm als Höchstwert. Die Obergrenzen gehen je nach Quelle auseinander: Das BfN gibt „in der Regel“ eine Maximallänge von 130 bis 140 cm an, der Österreichische Fischereiverband eine dokumentierte Länge von über 140 cm.
Wie schwer wird ein Huchen?
Ein Huchen wird je nach Quelle höchstens 25 bis 30 kg (BfN) oder sogar über 50 kg schwer (FishBase: 52 kg; Österreichischer Fischereiverband: mehr als 50 kg). Die Tabelle stellt die Angaben nebeneinander.
| Quelle | Länge | Gewicht |
|---|---|---|
| Bayerisches Landesamt für Umwelt | meist 60 bis 120 cm, in Ausnahmefällen bis 150 cm | keine Angabe |
| FishBase | üblich 70 cm, höchstens 150 cm (Gesamtlänge) | höchstes veröffentlichtes Gewicht 52 kg |
| Bundesamt für Naturschutz | „in der Regel“ höchstens 130 bis 140 cm | höchstens 25 bis 30 kg |
| Österreichischer Fischereiverband (Fisch des Jahres 2023) | dokumentiert über 140 cm | mehr als 50 kg |
| IGFA | keine Angabe | All-Tackle-Rekord 34,8 kg (76 lb 11 oz); Art wird mindestens 52 kg schwer |
Wie groß war der größte Huchen?
Der schwerste von der International Game Fish Association (IGFA) geführte Huchen wog 34,8 kg (All-Tackle-Rekord, 76 lb 11 oz). Als höchstes veröffentlichtes Gewicht nennt FishBase 52 kg, als größte dokumentierte Länge nennt der Österreichische Fischereiverband über 140 cm bei mehr als 50 kg. Ältere Angaben von über 2 m Länge und über 100 kg hält FishBase für wahrscheinlich falsch. Der sibirische Verwandte, der Taimen (Hucho taimen), wird nach dem Lexikon der Biologie bis 2 m lang.
Wie alt wird ein Huchen und wann ist er geschlechtsreif?
Ein Huchen wird im Durchschnitt 13 bis 16 Jahre alt (BfN); das Bayerische Landesamt für Umwelt gibt eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren an, FishBase als höchstes gemeldetes Alter 20 Jahre. Die Männchen werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen mit 4 bis 5 Jahren. Weil Huchen so alt werden, können sie nach dem BfN bis zu 10- bis 15-mal im Leben laichen. Schon im zweiten Lebensjahr erbeuten die Jungfische nach dem Landesamt für Umwelt andere Fische.
Wann laicht der Huchen? Meist von März bis April
Der Huchen laicht meist von März bis April; das Bayerische Landesamt für Umwelt und der Naturschutzbund Österreich nennen diesen Zeitraum, das BfN gibt März bis Mai an. Zum Laichen steigen die Tiere in flache, überströmte Kiesabschnitte auf, die meist oberhalb der Standplätze oder in Seitengewässern liegen. Die Weibchen schlagen nach dem BfN flache Laichgruben in 20 bis 60 cm Wassertiefe in schottriges Substrat und legen je Kilogramm Körpergewicht etwa 1.100 bis 1.500 Eier ab; der Naturschutzbund Österreich nennt etwa 1.000 Eier je Kilogramm. Für die Embryonalentwicklung darf die Wassertemperatur nach dem BfN 14 °C nicht überschreiten.
Woran erkennt man einen Huchen? Langgestreckt, rundlich und ohne rote Flecken
Einen Huchen erkennt man am langgestreckten, im Querschnitt fast runden Körper, am großen, oben abgeflachten Kopf mit tief gespaltenem Maul und an der deutlich ausgeprägten Fettflosse. Der Rücken ist braun mit kleinen schwarzen Flecken, die bis auf die helleren Seiten übergreifen (Bayerisches Landesamt für Umwelt). Nach FishBase sitzen entlang der Seitenlinie 180 bis 200 Schuppen, der Kopf macht 22 bis 24 Prozent der Standardlänge aus, und die Schwanzflosse ist tief eingebuchtet. Rote Flecken und weiße Flossensäume fehlen. Mit 180 bis 200 Schuppen hat der Huchen nach der IGFA mit Abstand kleinere Schuppen als Bachforelle (110 bis 120) und Atlantischer Lachs (120 bis 130).
Huchen oder Forelle: Wie unterscheide ich sie?
Am sichersten unterscheiden Sie den Huchen von Bachforelle, Regenbogenforelle und Bachsaibling daran, dass ihm rote Körperflecken, ein rotes Flankenband und weiße Flossensäume fehlen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt genau diese drei Merkmale; FishBase und die IGFA ergänzen Schuppenzahl und Körperbau.
| Art | Auffälligstes Merkmal | Weitere Merkmale |
|---|---|---|
| Huchen (Hucho hucho) | keine roten Körperflecken, kein rotes Flankenband, keine weißen Flossensäume | 180 bis 200 Schuppen entlang der Seitenlinie; Kopf lang und oben abgeflacht; Körper rundlich; Schwanzflosse tief eingebuchtet |
| Bachforelle (Salmo trutta) | rote bis orangefarbene Flecken an den Seiten, nach FishBase mit hellem Hof | 110 bis 120 Schuppen entlang der Seitenlinie (IGFA); Kopf klein und spitz; Fettflosse mit rotem Rand (FishBase) |
| Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) | breites rosa bis rotes Band vom Kopf bis zur Schwanzwurzel | 115 bis 130 Schuppen in der mittleren Seitenreihe; Körper etwas seitlich abgeflacht (FishBase) |
| Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) | weißer Vorderrand an Brust-, Bauch- und Afterflosse, gefolgt von einem dunklen Streifen | rote Flecken mit blauem Hof; marmorierter Rücken; Schwanzflosse fast gerade (FishBase) |
Mehr zur Regenbogenforelle finden Sie im Steckbrief Regenbogenforelle, zum Fischen auf Forellen unter Forelle angeln.
Wo lebt der Huchen? Gibt es ihn in Deutschland?
Ja, den Huchen gibt es in Deutschland, aber nur im Einzugsgebiet der Donau und heute nur noch selten. Das BfN beschreibt als natürliches Verbreitungsgebiet weltweit das Donaueinzugsgebiet; in Deutschland kam er ursprünglich in Bayern und Baden-Württemberg vor. In Baden-Württemberg gilt er laut BfN wegen langjährig fehlender Nachweise als weitgehend ausgestorben oder verschollen. Nach dem BfN kommt er in Deutschland nur noch in etwa der Hälfte der ursprünglichen Gewässer vor.
Der Huchen lebt ganzjährig in stark bis mäßig strömenden, größeren Fließgewässern und braucht kaltes, klares, sauerstoffreiches Wasser mit tiefen Kolken als Versteck (Bayerisches Landesamt für Umwelt). Das BfN nennt ihn den dominierenden Räuber der Äschen- und Barbenregion. Er toleriert ein vergleichsweise breites Temperaturspektrum und kommt in sommerkalten Flüssen mit 10 bis 14 °C bis zu sommerwarmen mit rund 20 °C vor, solange 25 °C nicht überschritten werden.
Wo war der Huchen früher verbreitet, und wo wurde er besetzt?
Früher war der Huchen auf die mittlere und obere Donau und ihre Nebenflüsse beschränkt; in der Iller wanderte er zum Laichen nachweislich bis nach Kempten. Das schreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (Stand 2012); durch Besatzmaßnahmen kommt er heute auch in anderen Fließgewässern vor. Das Lexikon der Biologie vermerkt Besatz im Rhein- und Rhônegebiet mit unsicherem Erfolg, die IGFA nennt die Ansiedlungsversuche in anderen europäischen Flüssen weitgehend erfolglos.
Was frisst der Huchen?
Der Huchen frisst als erwachsener Fisch überwiegend andere Fische; das BfN beschreibt ihn als unspezialisierten Topprädator, der auch Amphibien, Reptilien und Wasservögel nutzt. Eine wichtige Nahrungsgrundlage im Donauraum war nach dem Naturschutzbund Österreich die Nase, daneben fressen Huchen Aitel (in Deutschland: Döbel), Barben und Äschen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt Nasen, Barben und Lauben als nötiges Nahrungsangebot. Jungfische fressen zunächst überwiegend Wirbellose (FishBase), schon im zweiten Lebensjahr erbeuten sie aber andere Fische.
Ist der Huchen gefährdet oder geschützt? Rote Liste: stark gefährdet
Der Huchen gilt in Deutschland nach der Roten Liste der Süßwasserfische von 2023 als stark gefährdet (Kategorie 2); die Kategorie ist gegenüber der vorherigen Roten Liste unverändert. Das Rote-Liste-Zentrum stuft die aktuelle Bestandssituation als „sehr selten“ ein, den langfristigen Bestandstrend als „sehr starken Rückgang“ und den kurzfristigen als „stabil“, und zwar auf sehr geringem Niveau. Deutschland ist für die Art in besonders hohem Maße verantwortlich. Weltweit stuft die IUCN den Huchen laut FishBase als gefährdet ein (Vulnerable, VU; bewertet am 28. Mai 2024).
Rechtlich steht der Huchen in der FFH-Richtlinie der EU in Anhang II und Anhang V. Anhang II bedeutet, dass für seine Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen; in Anhang V sind Arten aufgelistet, deren Entnahme und Nutzung nach Artikel 14 zu regeln sind (Bayerisches Landesamt für Umwelt, Naturschutzbund Österreich). Die Schonzeiten und Mindestmaße der Länder zeigt die Tabelle weiter unten.
Wie viele Huchen gibt es noch in Bayern?
In Bayern gelang der Artnachweis nach dem Fischzustandsbericht 2024 der Landesanstalt für Landwirtschaft nur an 20 Prozent der ursprünglichen Vorkommen (so wiedergegeben in der Antwort der Staatsregierung, Drucksache 19/8178). Der Einheitsfang lag in beiden Bewirtschaftungszeiträumen (2013 bis 2018 und 2019 bis 2024) bei 0,1 Fischen je 100 m Gewässerstrecke; der Anteil fortpflanzungsfähiger Fische über 70 cm stieg im jüngsten Zeitraum um 7 Prozent. Nach Untersuchungen des Landesfischereiverbands Bayern (Hanfland et al. 2015, zitiert in der Roten Liste 2023) sind nur noch drei Populationen bekannt, die sich vollständig selbst erhalten können; die übrigen Bestände sind sehr stark von Besatz geprägt oder gehen allein auf Besatz zurück. Das BfN spricht bundesweit von „einzelnen“ selbsterhaltenden Populationen.
Warum ist der Huchen gefährdet?
Der Huchen ist gefährdet, weil Gewässerausbau und Querbauwerke seinen Lebensraum zerschneiden. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt den Gewässerverbau seit dem 19. Jahrhundert: Querbauwerke unterbinden die Laichwanderung, und bei verringerter Strömung setzen Feinsedimente das Kieslückensystem zu, das der Huchen zum Laichen braucht. Dazu kommt der Schwallbetrieb von Wasserkraftwerken. Das BfN nennt außerdem Gewässerverschmutzung und Nährstoffanreicherung.
Wie schmeckt Huchen? Gilt als guter Speisefisch
Huchen gilt als guter Speisefisch: Das Lexikon der Biologie nennt ihn „früher häufiger, guter Speisefisch“, und die IGFA schreibt, sein Fleisch sei von guter Qualität und zweifellos genießbar, der Huchen aber wegen seiner Seltenheit kein gewöhnlicher Speisefisch. Eine belegte Beschreibung des Geschmacks haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden. Ob Sie einen Huchen entnehmen dürfen, regeln Land und Gewässer: Bayern und Baden-Württemberg legen Schonzeit und Mindestmaß fest, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Schonzeit und Mindestmaß für Huchen in allen 16 Bundesländern
Nur zwei der 16 Landesfischereiverordnungen führen den Huchen auf: Baden-Württemberg und Bayern, jeweils beschränkt auf die Donau und ihr Gewässersystem. Die Tabelle zeigt alle 16 Länder im Vergleich.
| Bundesland | Schonzeit | Mindest-/Entnahmemaß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bayern | 15.02.–30.06. | 90 cm | nur Flussgebiet Donau |
| Baden-Württemberg | 01.02.–31.05. | 70 cm | nur Donau und ihr Gewässersystem · LFischVO § 1 Abs. 1 |
| Berlin | nicht aufgeführt | – | – |
| Brandenburg | nicht aufgeführt | – | – |
| Bremen | nicht aufgeführt | – | – |
| Hamburg | nicht aufgeführt | – | – |
| Hessen | nicht aufgeführt | – | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | nicht aufgeführt | – | – |
| Niedersachsen | nicht aufgeführt | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | nicht aufgeführt | – | – |
| Rheinland-Pfalz | nicht aufgeführt | – | – |
| Saarland | nicht aufgeführt | – | – |
| Sachsen | nicht aufgeführt | – | – |
| Sachsen-Anhalt | nicht aufgeführt | – | – |
| Schleswig-Holstein | nicht aufgeführt | – | – |
| Thüringen | nicht aufgeführt | – | – |
2 von 16 Landesfischereiverordnungen führen die Art auf. „Nicht aufgeführt“ heißt: Die Verordnung nennt für die Art weder Schonzeit noch Mindestmaß; allgemeine Regeln wie Schonbezirke gelten trotzdem. Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann strengere Regeln festlegen; maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext.
Rechtsgrundlagen und Prüfdatum
- Bayern: AVBayFiG, Anlage (zu den §§ 11, 14, 22, 27 und 32) – Schonzeiten, Schonmaße und räumlicher Geltungsbereich (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Baden-Württemberg: Landesfischereiverordnung (LFischVO) § 1 – Schonzeiten und Mindestmaße; Bodensee: Bodenseefischereiverordnung (BodFischVO) § 16 und Unterseefischereiordnung § 25 (gelesen am 4. Oktober 2026)
Die Regeln der beiden Länder finden Sie bei Bayern und Baden-Württemberg, einen Überblick über alle Länder bietet die Seite Schonzeiten in Deutschland. Allgemeine Informationen zur Erlaubnis finden Sie unter Angelschein.
Huchen angeln: Was Sie vor dem Ansitz klären sollten
Der Huchen ist nach FishBase ein wichtiger Sportfisch. In Deutschland ist er nur im Donaueinzugsgebiet heimisch, und die Länder, die Schonzeit und Mindestmaß für ihn festlegen, sind Bayern und Baden-Württemberg. Vor dem ersten Ansitz brauchen Sie den Fischereischein und die Erlaubnis für das Gewässer; was dafür gilt, steht unter Angelschein. Alle Fischarten im Überblick finden Sie unter Fischarten in Deutschland.
Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?
Die Zahlen stammen aus FishBase, der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 (Freyhof et al., Rote-Liste-Zentrum), dem Artenporträt des Bundesamts für Naturschutz, den Fischartensteckbriefen des Bayerischen Landesamts für Umwelt, der Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage (Drucksache 19/8178) mit den Fischzustandsberichten der Landesanstalt für Landwirtschaft, dem Text des Naturschutzbunds Österreich zum Fisch des Jahres 2023, der IGFA, dem Lexikon der Biologie (Spektrum) und dem Duden. Wo Quellen voneinander abweichen, etwa bei Höchstlänge, Höchstgewicht, Alter und Laichzeit, nennt der Text die Spannweite samt Quellen. Zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026.
Weiterlesen
- Schonzeiten in Deutschland im Überblick
- Lachs: Steckbrief
- Äsche: Steckbrief
- Nase: Steckbrief
- Barbe: Steckbrief
- Angelschein in Deutschland
Häufige Fragen
Wie groß war der größte Huchen?
Der schwerste von der IGFA geführte Huchen wog 34,8 kg (All-Tackle-Rekord, 76 lb 11 oz). FishBase nennt als höchstes veröffentlichtes Gewicht 52 kg und als Höchstlänge 150 cm; der Österreichische Fischereiverband dokumentiert über 140 cm und mehr als 50 kg. Ältere Angaben von über 2 m und 100 kg hält FishBase für wahrscheinlich falsch.
Wie schmeckt Huchen?
Huchen gilt als guter Speisefisch: Das Lexikon der Biologie nennt ihn „früher häufiger, guter Speisefisch“, und die IGFA bezeichnet sein Fleisch als von guter Qualität und zweifellos genießbar. Eine belegte Beschreibung des Geschmacks haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden. Ob Sie einen Huchen entnehmen dürfen, regeln Land und Gewässer; Bayern und Baden-Württemberg legen Schonzeit und Mindestmaß fest.
Wo fängt man am besten Huchen?
Der Huchen kommt in Deutschland nur im Einzugsgebiet der Donau vor, ursprünglich in Bayern und Baden-Württemberg; in Baden-Württemberg gilt er nach dem BfN als weitgehend ausgestorben oder verschollen. Konkrete Fangplätze nennen die geprüften Quellen nicht. Die Regeln für Schonzeit und Mindestmaß finden Sie auf den Seiten zu Bayern und Baden-Württemberg unter Schonzeiten, die Voraussetzungen für das Angeln unter Angelschein.
Ist der Huchen geschützt?
Der Huchen gilt nach der Roten Liste von 2023 in Deutschland als stark gefährdet und steht in der FFH-Richtlinie in Anhang II (Schutzgebiete für die Art) und Anhang V (Entnahme und Nutzung sind zu regeln). Bayern und Baden-Württemberg legen für ihn Schonzeit und Mindestmaß fest, jeweils nur für die Donau und ihr Gewässersystem.
Wie alt wird ein Huchen?
Ein Huchen wird im Durchschnitt 13 bis 16 Jahre alt (BfN); das Bayerische Landesamt für Umwelt gibt etwa 15 Jahre an, FishBase als höchstes gemeldetes Alter 20 Jahre. Männchen werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit 4 bis 5 Jahren.
Was frisst der Huchen?
Erwachsene Huchen fressen überwiegend Fische; das BfN nennt ihn einen unspezialisierten Topprädator, der auch Amphibien, Reptilien und Wasservögel nutzt. Im Donauraum war nach dem Naturschutzbund Österreich vor allem die Nase wichtig, dazu kommen Aitel (Döbel), Barben und Äschen. Jungfische fressen zunächst überwiegend Wirbellose.
Quellen
- FishBase: Hucho hucho (Linnaeus, 1758), Huchen, Summary (abgerufen am 06.10.2026)
- FishBase: Common names of Hucho hucho (Donaulachs, Huchen) (abgerufen am 06.10.2026)
- FishBase: Salmo trutta Linnaeus, 1758, Summary (Vergleichsmerkmale Bachforelle) (abgerufen am 06.10.2026)
- FishBase: Oncorhynchus mykiss (Walbaum, 1792), Summary (Vergleichsmerkmale Regenbogenforelle) (abgerufen am 06.10.2026)
- FishBase: Salvelinus fontinalis (Mitchill, 1814), Summary (Vergleichsmerkmale Bachsaibling) (abgerufen am 06.10.2026)
- Rote-Liste-Zentrum: Artensteckbrief Hucho hucho (Huchen), nach Freyhof et al. (2023), Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6) (abgerufen am 06.10.2026)
- Bundesamt für Naturschutz (BfN): Artenporträt Hucho hucho (Huchen) (abgerufen am 06.10.2026)
- Bayerisches Landesamt für Umwelt: Huchen (Hucho hucho), Artsteckbrief (abgerufen am 06.10.2026)
- Bayerisches Landesamt für Umwelt: Fische der FFH-Richtlinie in Bayern (Stand Februar 2012), Abschnitt Huchen (abgerufen am 06.10.2026)
- Bayerisches Landesamt für Umwelt: Arten der FFH-Richtlinie (Anhänge II, IV und V) (abgerufen am 06.10.2026)
- Bayerischer Landtag: Antwort der Staatsregierung auf die Schriftliche Anfrage Fischbestand in Bayern, Drucksache 19/8178 vom 03.12.2025 (mit Auswertung der LfL-Fischzustandsberichte 2018 und 2024) (abgerufen am 06.10.2026)
- Naturschutzbund Österreich / Österreichischer Fischereiverband: Fisch des Jahres 2023, Huchen (Hucho hucho) (abgerufen am 06.10.2026)
- IGFA: Game Fish Database, Huchen (Hucho hucho), All-Tackle-Rekord 76 lb 11 oz (34,8 kg) (abgerufen am 06.10.2026)
- Spektrum der Wissenschaft: Lexikon der Biologie, Stichwort Huchen (abgerufen am 06.10.2026)
- Duden: Huchen (Genus, Genitiv, Plural) (abgerufen am 06.10.2026)