Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026
Nase, kolorierter Kupferstich aus Blochs Naturgeschichte der Fische (1782–84)
Illustration: Marcus Elieser Bloch, Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands (1782–84) / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Nase (Fisch): Größe, Merkmale, Laichzeit und Gefährdung

Die Nase (Chondrostoma nasus), auch Näsling oder Nasenfisch genannt, ist ein karpfenartiger Friedfisch schnell strömender Flüsse mit verhornter Unterlippe und wird meist 25 bis 40 cm lang, selten bis 60 cm. Sie laicht von März bis Mai auf flach überströmten Kiesbänken und steht in Deutschland nach der Roten Liste von 2023 auf der Vorwarnliste; in mehreren Bundesländern gilt sie als stark gefährdet. Dieser Steckbrief nennt Größe, Gewicht, Alter, Laichzeit und Lebensraum mit Quelle und zeigt, wie Schonzeit und Mindestmaß in allen 16 Bundesländern geregelt sind.

Nase-Steckbrief: Größe, Gewicht, Alter und Laichzeit auf einen Blick

Die Nase (Chondrostoma nasus) wird meist 25 bis 40 cm lang, wiegt meist bis etwa 1 kg und kann 15 bis 20 Jahre alt werden. Die Werte stammen aus FishBase, der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023, der Broschüre des Deutschen Angelfischerverbands (DAFV) zum Fisch des Jahres 2020 sowie aus Steckbriefen des Kantons Basel-Stadt und der KEA Baden-Württemberg; die Quellen sind am Ende der Seite aufgeführt.

Merkmal Nase (Chondrostoma nasus)
Wissen­schaft­licher Name Chondrostoma nasus (Linnaeus, 1758)
Weitere Namen Näsling, Nasenfisch, Schwarzbauch, Schnabel
Familie Weißfische (Leuciscidae), Ordnung Karpfenartige
Länge meist 25 bis 40 cm; selten 50 bis 60 cm
Gewicht meist bis etwa 1 kg; selten 2 kg
Alter 15 bis 20 Jahre
Geschlechts­reife frühestens mit 4 Jahren
Laichzeit März bis Mai, je nach Gewässer
Lebensraum schnell strömende Flüsse mit Kiessohle, vor allem Äschen- und Barbenregion
Nahrung Algenaufwuchs und Kieselalgen, dazu Kleintiere am Gewässergrund; Larven fressen Plankton
Raub- oder Friedfisch Friedfisch (Süßwasser, überwiegend pflanzliche Kost)
Gefährdung Rote Liste Deutschland 2023: Vorwarnliste; Bestand selten, langfristig starker Rückgang. Weltweit (IUCN, 2023): Near Threatened

Warum heißt der Fisch Nase?

Die Nase heißt so wegen ihrer nasenartig vorgewölbten Schnauzenspitze: Der Oberkiefer ragt wulstig über das stark unterständige Maul hinaus. Das Maul liegt quer an der Kopfunterseite, und die Unterlippe trägt eine verhornte, scharfe Kante, mit der der Fisch Algen von Steinen raspelt. Von vorn erinnert die Kopfspitze nach einer Beschreibung von Uwe Zuppke entfernt an einen Schweinerüssel.

Weitere Namen der Art sind Näsling, Nasenfisch und Schnabel. Als Schwarzbauch ist sie nach ihrem schwarz gefärbten Bauchfell benannt, das in der Leibeshöhle sitzt und äußerlich nicht zu sehen ist.

Wie groß wird die Nase? Meist 25 bis 40 cm, selten bis 60 cm

Eine Nase wird meist 25 bis 40 cm lang, in seltenen Fällen erreicht sie 50 bis 60 cm. Die DAFV-Broschüre und der Steckbrief der KEA Baden-Württemberg nennen 25 bis 40 cm als üblichen Bereich und 60 cm als Höchstwert. FishBase gibt 25 cm als übliche Länge und 50 cm als größte Gesamtlänge an, das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt „bis ca. 50 cm“. Wer eine einzelne Zahl braucht, kann 50 cm als gut belegte Obergrenze betrachten; Nasen über 50 cm sind Ausnahmen.

Wie schwer wird die Nase? Meist bis 1 kg, selten 2 kg

Eine Nase wiegt meist bis etwa 1 kg, in seltenen Fällen bis 2 kg. Das sind die Angaben der DAFV-Broschüre; FishBase nennt 1,5 kg als höchstes veröffentlichtes Gewicht. Ein österreichischer Autor beschreibt in derselben Broschüre, dass Nasen in den Stauräumen der Donau im fast stehenden Wasser sogar bis zu 3 kg schwer wurden; diesen Wert führt keine der übrigen Quellen auf.

Wie alt wird die Nase und wann wird sie geschlechtsreif?

Die Nase wird 15 bis 20 Jahre alt: FishBase nennt 15 Jahre als höchstes berichtetes Alter, die DAFV-Broschüre 15 bis 20 Jahre und das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt „bis ca. 20 Jahre“. Geschlechtsreif wird die Nase nach der DAFV-Broschüre (mit Verweis auf Kottelat und Freyhof, 2007) frühestens im Alter von vier Jahren. Ein Fisch, der zum ersten Mal an den Laichplatz zieht, hat also schon mehrere Sommer im Fluss hinter sich.

Wann laicht die Nase? März bis Mai

Die Nase laicht in Deutschland von März bis in den Mai hinein, je nach Gewässer und Wassertemperatur. Der Laichvorgang beginnt nach der DAFV-Broschüre, wenn das Wasser etwa 8 bis 10 °C warm ist; sinkt die Temperatur während des Laichens wieder unter 8 bis 9 °C, wird das Laichgeschäft unterbrochen oder sogar abgebrochen. Im Raum Basel (Birs und Wiese) findet der Laichzug, der „Nasenstrich“, nach dem Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt im April bei etwa 12 °C statt.

Vorher wandert die Nase in großen Schwärmen zu flach überströmten Kiesbänken, die meist nur 20 bis 30 cm tief sind und oft in Zuflüssen großer Flüsse liegen. Früher legten die Schwärme dabei bis zu 100 km zurück; Wehre und Kraftwerke schränken das heute vielerorts ein. Beide Geschlechter bekommen zur Laichzeit einen Laichausschlag, die Rogner zusätzlich einen rötlich schimmernden Bauch. Ein Rogner legt 20.000 bis 100.000 Eier von etwa 1,5 mm Größe, die sehr klebrig sind und direkt an den Kieseln haften. Die Larven schlüpfen nach etwa 190 bis 210 Tagesgraden und zehren im Lückensystem des Kieses ihren Dottersack auf; ein zu hoher Anteil an Feinsediment lässt den Schlupferfolg sinken. Die gesetzlichen Schonzeiten der Länder finden Sie in der Tabelle weiter unten und im Überblick Schonzeiten in Deutschland.

Woran erkennt man eine Nase? Merkmale

Man erkennt die Nase am spindelförmigen, silbrigen Körper, dem stark unterständigen Maul mit vorgewölbter Schnauze und Hornlippe und an den rötlichen Flossen. Der Rücken ist dunkler, der Bauch heller gefärbt; die mittelgroßen Schuppen glänzen silbrig. Alle Flossen außer der Rückenflosse sind mehr oder weniger deutlich rötlich. Entlang der Seitenlinie sitzen nach der DAFV-Broschüre 55 bis 66 Schuppen, FishBase nennt 52 bis 66 (meist 60 bis 63). Die Afterflosse hat 3 Hart- und 9 bis 11 Weichstrahlen.

Zu den inneren Merkmalen gehören das schwarze Bauchfell und ein im Verhältnis langer Darm. Mit der Zährte wird die Nase leicht verwechselt; wie Sie beide unterscheiden, zeigt der Abschnitt „Nase oder Zährte“ weiter unten.

Wo lebt die Nase? In schnell strömenden Kiesflüssen der Äschen- und Barbenregion

Die Nase lebt in schnell strömenden Flüssen mit kiesiger Sohle, vor allem in der Äschen- und Barbenregion, gelegentlich auch noch in der unteren Forellenregion. Sie hält sich meist in Bodennähe auf, wo sie Algenaufwuchs abweidet, und lebt in großen Schwärmen. Im Winter sucht sie tiefere Stellen auf und bildet noch größere Schwärme. Die Jungfische brauchen dagegen ruhiges, flaches Wasser, in dem sie Plankton finden; deshalb ist die Nase auf Flüsse angewiesen, die verschiedene Strukturen nebeneinander bieten.

In Deutschland liegen die wichtigsten Vorkommen im Einzugsgebiet von Rhein und Donau; die Nase kommt aber auch in Elbe und Oder vor. Nach der DAFV-Broschüre fehlt sie in den nördlichsten Landesteilen weitgehend. Der Steckbrief der KEA Baden-Württemberg nennt als größere Vorkommen in Baden-Württemberg den Rhein und einige Nebenflüsse wie den Neckar mit Kocher und Jagst und die Kinzig sowie die Donau. Gelegentlich lebt die Nase auch in Seen, etwa im Bodensee, dort bevorzugt an Zuflussmündungen mit Strömung. Dieselben Flussabschnitte besiedelt die Barbe; die Schonzeit der dort ebenfalls lebenden Äsche steht unter Schonzeit Äsche.

Was frisst die Nase? Algen vom Gewässergrund

Die Nase frisst vor allem Algen, die sie mit der verhornten Unterlippe vom Gewässergrund abraspelt; sie ernährt sich überwiegend pflanzlich. FishBase nennt Kieselalgen und Detritus als Hauptnahrung der erwachsenen Fische. Beim Abweiden nimmt sie nebenbei am Boden lebende Kleintiere auf. Die Larven fressen zunächst Plankton, bevor sie auf Algen umstellen.

Beim Abweiden dreht sich der Körper seitlich, die Schuppen blitzen auf, und auf den Steinen bleiben Fraßspuren zurück. Am aktivsten ist die Nase in der Dämmerung. Mit dem Abweiden hält sie nach der DAFV-Broschüre das Kieslückensystem sauber und hilft damit auch anderen Kieslaichern wie Lachs, Äsche und Barbe; der Steckbrief der KEA Baden-Württemberg nennt sie deshalb „Kühe der Fließgewässer“.

Ist die Nase gefährdet? Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste

Die Nase steht in der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 auf der Vorwarnliste (Kategorie V); die Einstufung ist gegenüber der vorherigen Roten Liste unverändert. Das Rote-Liste-Zentrum bewertet den Bestand als „selten“, den langfristigen Trend als starken Rückgang und den kurzfristigen Trend als deutliche Zunahme. Deutschland ist für die Art in hohem Maße verantwortlich, weil hier mehr als ein Zehntel des Weltbestands lebt und das Land im Zentrum des Verbreitungsgebiets liegt. Weltweit führt FishBase die Nase nach einer IUCN-Bewertung vom 6. Oktober 2023 als „Near Threatened“ (potenziell gefährdet).

In welchen Bundesländern gilt die Nase als gefährdet?

Die Länder bewerten die Nase strenger als der Bund. Nach der Übersicht in der DAFV-Broschüre (Stand 2020, berücksichtigt sind Rote Listen ab Jahrgang 2000) gilt sie in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen als stark gefährdet, in Sachsen als gefährdet und in Sachsen-Anhalt als vom Aussterben bedroht. In Hessen und Nordrhein-Westfalen steht sie auf der Vorwarnliste, im Saarland gilt sie als ungefährdet. Wer „stark gefährdet“ liest, sieht also meist die Einstufung eines einzelnen Landes und nicht die bundesweite.

Warum ist die Nase gefährdet?

Die Nase ist gefährdet, weil Wehre, Kraftwerke und Flussausbau ihre Laichplätze abschneiden und zerstören. Nach der DAFV-Broschüre sind Querbauwerke, Begradigung, Ufersicherung und der Eintrag von Feinsediment die wichtigsten Ursachen; Feinsediment verstopft das Kieslückensystem, in dem sich Eier und Larven entwickeln. In einer Untersuchung, die die Broschüre zitiert (Nagel et al., 2019), schlüpften in Kies ohne Feinsediment 98 % der Larven, bei 20 % Feinsedimentanteil nur 54 %. Heute sind Schwärme von hundert Fischen bereits eine Seltenheit. Deshalb haben der DAFV, das Bundesamt für Naturschutz und der Verband Deutscher Sporttaucher die Nase zum Fisch des Jahres 2020 gewählt, bekannt gegeben am 11. November 2019.

Ist die Nase geschützt?

Ob und wie die Nase geschützt ist, regelt jedes Bundesland selbst: Schonzeit, Mindestmaß oder ein ganzjähriges Fangverbot stehen in der jeweiligen Fischereiverordnung. Nach der Tabelle weiter unten, gelesen im Verordnungstext, ist die Nase in sieben der 16 Länder ganzjährig geschont oder von der Entnahme ausgenommen, in Niedersachsen und Sachsen allerdings mit Ausnahmen (Besatzgewässer bzw. Elbe). Die DAFV-Broschüre von 2020 sprach von rund der Hälfte der Bundesländer.

Ist die Nase ein guter Speisefisch?

Die Nase ist essbar, gilt aber wegen ihrer vielen Gräten und des trockenen Fleisches als wenig geschätzter Speisefisch. Die DAFV-Broschüre beschreibt sie als Massenfisch, der wegen seiner Häufigkeit und seines grätenreichen, trockenen Fleisches kaum geschätzt war; eine kommerzielle Fischerei auf die Nase findet in Mitteleuropa nicht mehr statt. FishBase fasst es so zusammen: Das Fleisch ist gut, aber grätig.

Hinzu kommt der Schutz: Wo eine Schonzeit gilt oder die Nase ganzjährig geschont ist, dürfen Sie sie nicht mitnehmen; die Regeln je Bundesland stehen in der folgenden Tabelle.

Schonzeit und Mindestmaß für Nase in allen 16 Bundesländern

Von den 16 Landesfischereiverordnungen nennen 13 die Nase; in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein steht sie nicht in der Verordnung. In sieben Ländern ist sie ganzjährig geschont, in Niedersachsen und Sachsen mit Ausnahmen. Die Tabelle zeigt alle 16 Länder im Vergleich.

Bundesland Schonzeit Mindest-/Entnahmemaß Hinweis
Bayern 01.03.–30.04. 30 cm –
Baden-Württemberg 15.03.–31.05. 35 cm LFischVO § 1 Abs. 1
Berlin ganzjährig geschont kein Mindestmaß LFischO Anlage 1 (zu § 8 Abs. 1)
Brandenburg ganzjährig geschont kein Mindestmaß BbgFischO Anlage (zu § 2 Abs. 1)
Bremen nicht aufgeführt – –
Hamburg nicht aufgeführt – –
Hessen 15.03.–30.04. 25–40 cm (Entnahmefenster) § 2 Abs. 1
Mecklenburg-Vorpommern ganzjährig: Aneignungsverbot kein Mindestmaß Binnengewässer · BiFVO § 3 Fangverbot: „Es ist verboten, sich Fische der folgenden Arten anzueignen“.
Niedersachsen ganzjährig geschont; Fang nur in Besatzgewässern 25 cm Binnengewässer (BiFischO) · § 2 Abs. 1 BiFischO. Fang nur in Gewässern erlaubt, in die die Art als Besatz eingebracht wurde (Anzeige beim Fischereikundlichen Dienst, § 2 Abs. 2 BiFischO); dort gilt das Mindestmaß aus § 3
Nordrhein-Westfalen 01.03.–30.04. 30 cm § 2 Nr. 3, § 3 LFischVO
Rheinland-Pfalz 15.03.–30.04. 30 cm Schonzeit in allen Gewässern außer Rhein, Mosel und Lahn; Mindestmaß landesweit · § 17, § 20 Abs. 1 Nr. 6
Saarland 15.03.–15.06. 35 cm § 2, § 4
Sachsen (Elbe) 01.01.–15.06. 40 cm –
Sachsen (übrige Gewässer) ganzjährig geschont kein Mindestmaß außerhalb der Elbe ganzjährig geschont
Sachsen-Anhalt ganzjährig: Fangverbot kein Mindestmaß Fangverbot nach § 2 Abs. 1 (ganzjährig, nicht nur Schonzeit)
Schleswig-Holstein nicht aufgeführt – –
Thüringen ganzjährig geschont kein Mindestmaß –

13 von 16 Landesfischereiverordnungen führen die Art auf. „Nicht aufgeführt“ heißt: Die Verordnung nennt für die Art weder Schonzeit noch Mindestmaß; allgemeine Regeln wie Schonbezirke gelten trotzdem. Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann strengere Regeln festlegen; maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext.

Rechtsgrundlagen und Prüfdatum

Allgemeine Informationen zur Erlaubnis finden Sie unter Angelschein.

Nase oder Zährte: Woran erkennt man den Unterschied?

Nase und Zährte (Vimba vimba) unterscheiden sich am sichersten an der Unterlippe und an der Afterflosse: Die Nase hat eine hornige Unterlippe und eine kurze Afterflosse mit 9 bis 11 Weichstrahlen, die Zährte keinen Hornbelag und eine lange Afterflosse mit 16 bis 22 Weichstrahlen. Beide haben eine nasenartig vorragende Schnauze und ein unterständiges Maul, deshalb werden sie leicht verwechselt; die Zährte heißt auch „Rußnase“. Selbst in Fachberichten wurden beide Arten laut Zuppke schon verwechselt.

Merkmal Nase (Chondrostoma nasus) Zährte (Vimba vimba)
Unterlippe mit dickem, scharfkantigem Hornbelag ohne Hornbelag
Schnauze und Oberlippe wulstig vorgewölbt, Maul quer und stark unterständig nasenartig vorragend, Oberlippe dunkel („Rußnase“)
Afterflosse kurz: 3 Hart- und 9 bis 11 Weichstrahlen lang: 3 Hart- und 16 bis 22 Weichstrahlen
Körper spindelförmig, seitlich wenig abgeflacht abgeflacht, Rücken hinter der Rückenflosse gekielt
Laichzeit und Laichkleid März bis Mai; Laichausschlag, Rogner mit rötlichem Bauch Mai bis Juli; tiefschwarz mit orangerotem Bauch
Rote Liste Deutschland 2023 Vorwarnliste stark gefährdet, sehr selten

Im Zweifel gilt: Fisch schonend zurücksetzen, denn die Zährte ist in Deutschland stark gefährdet und sehr selten.

Kann man auf Nase angeln?

Ob Sie die Nase gezielt beangeln dürfen, hängt vom Bundesland und vom Gewässer ab; wo sie ganzjährig geschont ist, dürfen Sie sie nicht entnehmen. Prüfen Sie vorher die Tabelle oben und die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins; die Grundlagen zur Erlaubnis stehen unter Angelschein.

Zur Technik beschreibt ein Beitrag in der DAFV-Broschüre: Nasen sind reine Grundfische, und ihr Maul verrät, dass sie auch bevorzugt am Boden fressen. Der Friedfischexperte Michael Schlögl fischt am Rhein mit Feederrute und Futterkorb auf dem Grund, füttert Maden und Hanf und nutzt eine Feederspitze mit ausgeprägter Spitzenaktion, weil Nasen sehr spitz beißen und die Bisse als schnelle Zupfer anzeigen.

Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?

Die Zahlen stammen aus FishBase, der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 (Freyhof et al., Rote-Liste-Zentrum/BfN), der Broschüre des Deutschen Angelfischerverbands zum Fisch des Jahres 2020 (mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Verband Deutscher Sporttaucher) und der zugehörigen Pressemitteilung vom 11. November 2019, dem Steckbrief Nase der KEA Baden-Württemberg, dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt sowie zwei Fachbeiträgen von Uwe Zuppke zu Nase und Zährte. Wo Quellen voneinander abweichen, nennt der Text die Spannweite samt Quellen. Zuletzt geprüft am 5. Oktober 2026.

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Häufige Fragen

Ist die Nase ein guter Speisefisch?

Die Nase ist essbar, gilt aber wegen vieler Gräten und trockenen Fleisches als wenig geschätzter Speisefisch. Der Deutsche Angelfischerverband beschreibt sie als Massenfisch, der kaum geschätzt war; FishBase nennt das Fleisch gut, aber grätig. Wo eine Schonzeit gilt oder die Nase ganzjährig geschont ist, dürfen Sie sie nicht mitnehmen.

Warum heißt der Fisch Nase?

Die Nase heißt so wegen ihrer nasenartig vorgewölbten Schnauzenspitze: Der Oberkiefer ragt wulstig über das stark unterständige Maul hinaus. Die Unterlippe trägt eine verhornte, scharfe Kante, mit der die Nase Algen von Steinen raspelt.

Ist die Nase geschützt?

Das regelt jedes Bundesland selbst: Schonzeit, Mindestmaß oder ein ganzjähriges Fangverbot stehen in der jeweiligen Fischereiverordnung. Nach der Tabelle auf dieser Seite ist die Nase in sieben der 16 Länder ganzjährig geschont, in Niedersachsen und Sachsen mit Ausnahmen; der Deutsche Angelfischerverband sprach 2020 von rund der Hälfte der Länder. Bundesweit steht sie nach der Roten Liste von 2023 auf der Vorwarnliste. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt den Stand je Land.

Wo lebt der Fisch Nase?

Die Nase lebt in schnell strömenden Flüssen mit kiesiger Sohle, vor allem in der Äschen- und Barbenregion. In Deutschland liegen die wichtigsten Vorkommen im Einzugsgebiet von Rhein und Donau; sie kommt auch in Elbe und Oder vor und fehlt in den nördlichsten Landesteilen weitgehend.

Wann ist die Schonzeit für Nase-Fische?

Die Schonzeit legt jedes Bundesland selbst fest. Von den 16 Landesfischereiverordnungen nennen 13 die Nase, in sieben Ländern ist sie ganzjährig geschont. Die Tabelle auf dieser Seite zeigt Schonzeit und Mindestmaß für alle Länder; einen Überblick über alle Arten bietet die Seite Schonzeiten in Deutschland (/schonzeiten/).

Wie groß wird eine Nase?

Eine Nase wird meist 25 bis 40 cm lang, in seltenen Fällen 50 bis 60 cm. FishBase nennt 50 cm als größte Länge, der Deutsche Angelfischerverband und die KEA Baden-Württemberg nennen bis zu 60 cm. Meist wiegt sie bis etwa 1 kg, selten bis 2 kg.

Quellen