Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026
Bachforelle in der Hand eines Anglers über dem Wasser
Foto: USFWS Mountain Prairie / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Forelle angeln: 7 Köder und Montagen für Bach und Forellensee

Forellen fängt man im Bach am besten mit Spinnern der Größe 1 bis 3, kleinen Wobblern von 3 bis 6 cm oder Tauwurm an leichter Montage, im Forellensee mit Forellenteig, Mais oder kleinen Blinkern von 3 bis 8 g. Am besten beißen Forellen morgens und abends sowie im Frühjahr und im Frühherbst. Bachforelle und Regenbogenforelle verlangen unterschiedliche Taktiken: Die Bachforelle ist scheu und standorttreu, die Regenbogenforelle in Forellenseen beißt deutlich aggressiver.

Welcher Köder für Forelle? Die 7 wichtigsten Köder

Zum Forellenangeln eignen sich sieben Köder: Tauwurm, Made, Forellenteig, Mais, Spinner, kleiner Wobbler und Blinker. Naturköder wie Tauwurm und Made fangen im Bach und im Forellensee, Kunstköder wie Spinner und Wobbler sind die bevorzugte Wahl beim aktiven Spinnfischen. Die Tabelle zeigt Größe, Jahreszeit und Gewässer je Köder.

Köder Größe Jahreszeit Gewässer
Tauwurm Stück von 3–5 cm Frühjahr bis Herbst Bach, Fluss, Forellensee
Made 2–3 Maden Frühjahr bis Herbst Bach, Forellensee
Forellenteig erbsen- bis haselnussgroß Ganzjährig Forellensee
Mais 1–2 Körner Ganzjährig Forellensee
Spinner Größe 1–3 (2–6 g) Frühjahr bis Herbst Bach, Fluss
Kleiner Wobbler 3–6 cm Frühjahr bis Herbst Bach, Fluss
Blinker (Spoon) 3–8 g Ganzjährig Forellensee

Im klaren, niedrigen Bachwasser fangen kleine Spinner an dünner Schnur am besten, bei Hochwasser und trübem Wasser der Tauwurm, weil er im trüben Wasser besser auffällt.

Wie angelt man Forellen im Bach?

Im Bach angelt man Forellen am besten mit einer leichten Spinnrute von 1,80 bis 2,70 m Länge und einem Wurfgewicht von 2 bis 15 g. Die Hauptschnur ist monofil oder geflochten, das Vorfach aus Fluorocarbon 0,16 bis 0,22 mm stark. Der Köder wird quer zur Strömung oder leicht stromauf ausgeworfen und mit der Strömung eingeholt.

Die Bachforelle ist scheu. Nähern Sie sich dem Wasser langsam, bleiben Sie hinter Ufergehölz oder Steinen in Deckung und werfen Sie in Strömungsrinnen, hinter Steinen, unter Wurzelstöcken und an Gumpen. Mit Naturköder lassen Sie einen Tauwurm an einem kleinen Haken mit wenig oder gar keinem Blei frei mit der Strömung treiben.

Wie angelt man Forellen im Forellensee?

Im Forellensee angelt man Forellen am besten mit einer Posenmontage und Forellenteig oder Mais, einer Grundmontage mit Teig oder Wurm oder mit Blinkern von 3 bis 8 g. Eine Rute von 2,70 bis 3,60 m Länge mit einem Wurfgewicht von 5 bis 20 g genügt, das Vorfach ist 0,16 bis 0,22 mm stark.

Regenbogenforellen stehen häufig im oberen bis mittleren Wasserbereich und ziehen dem Futter nach. Beißen sie nicht, hilft der Wechsel der Tiefe: Verschieben Sie die Pose oder zählen Sie beim Blinker die Sinkzeit mit.

Was unterscheidet Bachforelle und Regenbogenforelle beim Angeln?

Die Bachforelle ist in Deutschland heimisch und lebt in kühlen, klaren, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen, bei Wassertemperaturen von etwa 8 bis 16 °C. Sie ist scheu, hält sich an Strukturen auf und beißt vorwiegend in der Dämmerung. Die Regenbogenforelle stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird in Forellenseen und Teichen besetzt; sie ist weniger scheu und beißt auf Teig und Mais deutlich zuverlässiger.

Für den Angler bedeutet das: Bachforellen verlangen Anschleichen, dünne Schnur und natürliche Köderführung, Regenbogenforellen verzeihen gröbere Montagen und reagieren auf Duft und Farbe des Köders.

Wo stehen Forellen im Bach und im Forellensee?

Im Bach stehen Forellen in der Strömung hinter Steinen, unter Wurzelstöcken und Uferunterspülungen, in Gumpen und an den Übergängen zwischen schneller und ruhiger Strömung. Dort warten sie auf Nahrung, die das Wasser heranträgt, und haben zugleich Deckung. Im Forellensee sind Regenbogenforellen meist in Bewegung, ziehen dem Futter nach und halten sich an Zuläufen mit frischem Wasser, an Kanten und in Schattenbereichen auf.

Im Forellensee lohnt es sich, nach einem Fang dieselbe Stelle weiter zu befischen: Besatzforellen ziehen oft in Gruppen, und der nächste Wurf an denselben Platz bringt häufig den nächsten Biss.

Wann beißen Forellen am besten?

Forellen beißen am besten in den Morgen- und Abendstunden sowie im Frühjahr und Herbst, weil das Wasser dann kühl und sauerstoffreich ist. Im Sommer beißen sie vor allem früh am Morgen und spät am Abend, da warmes Wasser weniger Sauerstoff enthält. In Forellenseen sind Forellen das ganze Jahr über zu fangen, im Winter mit langsam geführten Blinkern oder Teig nahe am Grund.

Wetter und Wasserstand beeinflussen die Bisse deutlich: Nach Regen und bei leicht angetrübtem, steigendem Wasser beißen Bachforellen oft besonders gut, bei klarem Niedrigwasser und grellem Sonnenschein dagegen nur zurückhaltend. Dann lohnen sich dünne Schnur, kleine Köder und die Dämmerung.

Welche Fliegen funktionieren beim Forellenangeln?

Beim Fliegenfischen auf Forelle kommen Trockenfliegen, Nymphen und Streamer zum Einsatz; Trockenfliegen und Nymphen meist an Haken der Größen 12 bis 16, Streamer an größeren Haken. Trockenfliegen imitieren Insekten auf der Wasseroberfläche, Nymphen Larven im Wasser, Streamer kleine Fische. Für den Einstieg eignet sich die Nymphe an einer Fliegenrute der Klasse 4 bis 5.

Was gilt bei Schonzeit, Mindestmaß und Catch & Release?

Schonzeiten und Mindestmaße für Forellen legt jedes Bundesland selbst fest. Die aktuellen Werte finden Sie in der Übersicht Schonzeit Forelle in allen Bundesländern.

Catch & Release, also das Zurücksetzen maßiger Fische, ist in mehreren Bundesländern verboten, darunter Schleswig-Holstein und das Saarland. Unabhängig davon gilt bundesweit das Tierschutzgesetz: Wer Fische von vornherein nur zum Zurücksetzen fängt, riskiert einen Verstoß.

Häufige Fragen zum Forellenangeln

Welcher Köder fängt im Bach am besten Forellen?

Im Bach fangen Spinner der Größe 1 bis 3, kleine Wobbler von 3 bis 6 cm und Tauwurm an leichter Montage am besten. Bei klarem Wasser sind Spinner und Wobbler die bessere Wahl, bei trübem Wasser der Wurm.

Welche Schnur für Forellen im Forellensee?

Im Forellensee genügt eine monofile Hauptschnur von 0,20 bis 0,25 mm mit einem Fluorocarbonvorfach von 0,16 bis 0,22 mm. Die dünne Schnur ist wichtig, weil Forellen in klaren Seen Schnurstärke und Vorfach schnell bemerken.

Wann ist die beste Zeit für Forellen im Forellensee?

Im Forellensee beißen Forellen das ganze Jahr über, am besten morgens und abends sowie im Frühjahr und Herbst. Im Hochsommer und bei Frost beißen sie zögerlicher, dann lohnt ein Wechsel auf kleinere Köder und feinere Schnur.