Schonzeiten und Mindestmaße aller 16 Bundesländer Stand der Verordnungen: 30.09.2026
Regenbogenforelle, Chromolithografie von Sherman F. Denton (1896)
Illustration: Sherman Foote Denton (1896) / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

Regenbogenforelle: Größe, Merkmale und Lebensraum

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist ein aus Nordamerika stammender Lachsfisch, der üblicherweise rund 60 cm lang wird und nach FishBase höchstens 123 cm und 25,9 kg erreicht. Sie kann etwa 10 bis 11 Jahre alt werden, laicht je nach Quelle von November bis Mai und ist in Deutschland nicht heimisch: Die Rote Liste führt sie als Neobiota ohne Gefährdungskategorie. Dieser Steckbrief nennt Größe, Alter, Laichzeit und Lebensraum mit Quelle, zeigt den Unterschied zur Bachforelle und sagt, in welchen Bundesländern Schonzeit oder Mindestmaß geregelt sind.

Regenbogenforelle-Steckbrief: Größe, Alter, Laichzeit und Herkunft auf einen Blick

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) wird üblicherweise rund 60 cm lang, erreicht höchstens 100 bis 123 cm und 25,9 kg, kann etwa 10 bis 11 Jahre alt werden und laicht von November bis Mai. Die Werte stammen aus FishBase, der Roten Liste, dem Bundesamt für Naturschutz, der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, dem Land Steiermark und dem Thünen-Institut; die Quellen sind am Ende der Seite aufgeführt.

Merkmal Regenbogen­forelle (Oncorhynchus mykiss)
Wissen­schaft­licher Name Oncorhynchus mykiss (Walbaum, 1792); früheres, ungültiges Synonym: Salmo gairdneri
Familie Lachsfische (Salmonidae), Gattung Pazifische Lachse (Oncorhynchus)
Weitere Namen im Handel auch „Forelle“ und, bei rosa bis rotem Fleisch, „Lachsforelle“; die Wanderform heißt Steelhead (Stahlkopf­forelle)
Herkunft Pazifikküste Nordamerikas; in Mitteleuropa seit etwa 1880
Länge üblich 60 cm; Höchstwerte 100 cm (LfL Bayern, Land Steiermark) bis 123 cm (FishBase)
Gewicht höchstes veröffentlichtes Gewicht 25,9 kg (FishBase); Rekordfang 21,77 kg (laut Guinness/IGFA); Portionsforellen wiegen 200 bis 250 g
Alter höchstens etwa 10 bis 11 Jahre
Geschlechts­reife Milchner mit etwa 2, Rogner mit etwa 3 Jahren (FishBase, Thünen); andere Quellen 1 bis 3 Jahre
Laichzeit November bis Mai (FishBase); in der Steiermark März bis Mai
Lebensraum kühle, klare, sauerstoffreiche Bäche, Flüsse und Seen; Temperatur­bereich 10 bis 24 °C
Nahrung wasser- und landlebende Wirbellose und kleine Fische; ältere Tiere auch Jungfische und Artgenossen
Raub- oder Friedfisch Raubfisch
Süß- oder Salzwasser Süßwasserfisch; die Wanderform Steelhead geht ins Meer
Gefährdung Rote Liste Deutschland 2023: nicht bewertet (Neobiota); BfN: etabliert, Managementliste der invasiven Arten; IUCN weltweit: nicht gefährdet

Wie groß und wie schwer wird eine Regenbogenforelle? Üblich 60 cm, bis 123 cm und 25,9 kg

Eine Regenbogenforelle wird üblicherweise rund 60 cm lang; als größte Länge nennt FishBase 123 cm Gesamtlänge und als höchstes veröffentlichtes Gewicht 25,9 kg. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und das Land Steiermark geben für Mitteleuropa niedrigere Höchstwerte an: Die LfL schreibt, dass die Art „natürlicherweise“ etwa 100 cm groß werden kann, die Steiermark nennt 100 cm unter idealen Bedingungen. Die Obergrenze der Art liegt damit je nach Quelle bei 100 bis 123 cm: bei 100 cm nach den beiden Landesstellen, bei 123 cm nach FishBase.

Die Forellen, die als Speisefisch verkauft werden, sind deutlich kleiner: Nach dem Thünen-Institut wiegen Portionsforellen 200 bis 250 g und Lachsforellen mehr als 400 g. Die LfL beschreibt die bekannten Handelsgrößen als ein- bis eineinhalbjährige, tellergroße Forelle oder als etwa zweijährige, backrohrgroße Lachsforelle.

Wie groß war die größte Regenbogenforelle der Welt?

Als schwerste Regenbogenforelle führt Guinness World Records unter Berufung auf die International Game Fish Association (IGFA) einen Fisch mit 21,77 kg (48 lb): Sean Konrad fing ihn am 5. September 2009 im Lake Diefenbaker in Kanada, er war 106,68 cm lang und hatte einen Umfang von 81,28 cm. FishBase nennt mit 25,9 kg ein noch höheres veröffentlichtes Gewicht, aber ohne Angaben zum Fang. Mit Fangdaten belegt ist in den geprüften Quellen deshalb nur der Fisch aus dem Lake Diefenbaker.

Wie alt wird eine Regenbogenforelle? Und wie alt ist eine 50 cm lange Forelle?

Eine Regenbogenforelle kann etwa 10 bis 11 Jahre alt werden: FishBase nennt als höchstes berichtetes Alter 11 Jahre, die LfL etwa 10 Jahre. Wie alt eine Regenbogenforelle von 50 cm ist, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten; eine belegte Altersangabe für diese Länge haben wir in den geprüften Quellen nicht gefunden.

Zwei Eckwerte zeigen die Spannbreite. In steirischen Fließgewässern erreichen Regenbogenforellen im ersten Lebensjahr bis zu 14 cm und am Ende des zweiten Lebensjahres 23 cm (Land Steiermark). In der Teichwirtschaft wachsen sie nach der LfL je nach Temperatur und Fütterung in 16 bis 24 Monaten auf Portionsgröße heran. Eine Forelle von 50 cm ist damit deutlich länger als ein zweijähriger Fisch aus der Steiermark; wie viele Jahre dazwischen liegen, hängt vom Gewässer ab.

Wann wird die Regenbogenforelle geschlechtsreif?

Männchen werden meist mit zwei, Weibchen mit drei Jahren geschlechtsreif. So gibt es FishBase an, und das Thünen-Institut beschreibt es für die Teichwirtschaft genauso. Die LfL nennt allgemein zwei bis drei Jahre, das Land Steiermark schreibt, dass Regenbogenforellen dort schon mit einem Jahr zu laichen beginnen.

Wie unterscheide ich die Regenbogenforelle von der Bachforelle?

Am sichersten erkennen Sie die Regenbogenforelle an den dunklen Flecken in Rücken- und Schwanzflosse und daran, dass rote Punkte fehlen; die Bachforelle trägt rote, hell umrandete Punkte, und ihre Schwanzflosse ist frei von Flecken. Das breite pink-rote Längsband der Regenbogenforelle ist dagegen kein sicheres Merkmal, denn es kann nach dem Land Steiermark auch ganz fehlen. Die Tabelle stellt die Unterschiede nebeneinander.

Merkmal Regenbogen­forelle Bachforelle (Salmo trutta fario)
Punkte und Flecken unzählige dunkle Flecken über den ganzen Körper, keine roten Flecken schwarze und rote Punkte an den Flanken; die roten sind in der Regel hell umrandet
Rückenflosse viele dunkle Flecken rote und schwarze Flecken
Schwanzflosse viele dunkle Flecken frei von Flecken; nur alte Tiere können an der Basis dunkle Punkte tragen
Längsband breites pink-rotes Band vom Kopf bis zum Schwanzansatz, kann fehlen Grundfärbung grau, grün, braun oder gelblich, ohne beschriebenes Band
Kopf und Maul Kopf etwas kleiner; Maulspalt bei kleinen und mittelgroßen Tieren meist bis zum hinteren Augenrand relativ großes Maul mit kräftigen Zähnen
Herkunft Nordamerika, in Mitteleuropa seit etwa 1880 in Europa heimisch
Laichzeit November bis Mai (FishBase); in der Steiermark März bis Mai bei 10 bis 15 °C Spätherbst, Oktober bis Dezember, bei unter 12 °C
Temperatur und Sauerstoff unempfindlicher gegenüber höheren Wassertemperaturen, weniger sauerstoffbedürftig kalt und sauerstoffreich; Toleranzgrenzen niedriger als bei der Regenbogen­forelle
Wachstum in der Steiermark bis 14 cm im 1. Jahr, 23 cm am Ende des 2. Jahres; Höchstlänge 100 cm bis 12 cm im 1. Jahr, bis 20 cm nach dem 2. Jahr; Höchstlänge 70 cm

Beide Arten haben wie alle Lachsfische eine Fettflosse. Der Huchen, der ebenfalls zu den Lachsfischen gehört, trägt nach dem Land Steiermark gar keine Flecken in den Flossen; mehr dazu im Steckbrief Huchen. Welche Schonzeiten und Mindestmaße für Forellen gelten, zeigt die Übersicht Schonzeit Forelle.

Was ist der Unterschied zwischen Forelle, Lachsforelle und Regenbogenforelle?

„Forelle“ ist keine eigene Art, sondern ein Sammelbegriff, und „Lachsforelle“ ist eine Handelsbezeichnung für Forellen mit rosa bis rotem Fleisch. Das Verzeichnis der Handelsbezeichnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE, Stand 4. September 2026) erlaubt „Forelle“ für die Regenbogenforelle, die Bachforelle und die Seeforelle. Die Bezeichnung „Lachsforelle“ ist nach demselben Verzeichnis für alle vier erlaubt, die Meerforelle eingeschlossen, aber nur, sofern das Fleisch rosa oder orange bis rot ist. „Regenbogenforelle“ bezeichnet ausschließlich Oncorhynchus mykiss.

Die LfL beschreibt die Lachsforelle als Regenbogenforelle, die mit Farbstoffzusätzen gefüttert wurde. Zoologisch gehört die Regenbogenforelle zur Gattung der Pazifischen Lachse (Oncorhynchus), die Bachforelle zur Gattung Salmo, zu der auch der Atlantische Lachs zählt.

Woher kommt die Regenbogenforelle? Ist sie in Deutschland heimisch?

Nein, die Regenbogenforelle ist in Deutschland nicht heimisch: Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt nach FishBase an der Pazifikseite Nordamerikas, von Alaska bis Kalifornien, und die LfL gibt an, dass sie um 1880 aus Nordamerika nach Mitteleuropa eingeführt wurde. Heute ist sie weltweit verbreitet, weil sie in Teichwirtschaften gezüchtet und in Flüsse und Seen besetzt wird. FishBase nennt als Zweck des Besatzes ausdrücklich, Angler anzuziehen, und vermerkt, dass mehrere Länder nach der Einführung negative ökologische Folgen melden.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) führt die Regenbogenforelle in seiner naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung von 2015 als etabliert und auf der Managementliste der invasiven Arten. Die LfL schreibt, dass sie sich in einigen Fließgewässern fortpflanzt und vor allem gegenüber Bachforelle und Äsche ein starkes Konkurrenzpotenzial hat; sie ist weniger sauerstoffbedürftig, unempfindlicher gegenüber höheren Wassertemperaturen und bei der Nahrung nicht wählerisch. Das Land Steiermark ergänzt, dass sich die Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum noch nicht abschließend beurteilen lässt und der Besatz in Fließgewässern umstritten ist.

Ist die Regenbogenforelle gefährdet?

Die Regenbogenforelle trägt in Deutschland keine Gefährdungskategorie: Die Rote Liste der Süßwasserfische von 2023 führt sie als „nicht bewertet“ mit dem Einbürgerungsstatus Neobiota. Das Rote-Liste-Zentrum nennt die aktuelle Bestandssituation „sehr selten“, den langfristigen Bestandstrend „deutliche Zunahme“ und den kurzfristigen „stabil“; die Liste erfasst die sich im Süßwasser reproduzierenden Fische. Die IUCN führt die Art weltweit als nicht gefährdet (Least Concern, bewertet am 28. Juli 2020).

Wo lebt die Regenbogenforelle? In kühlen, klaren und sauerstoffreichen Gewässern

Die Regenbogenforelle lebt in kühlem, klarem und sauerstoffreichem Wasser: FishBase nennt klare, kalte Oberläufe, Bäche, kleine bis große Flüsse und Seen und einen Temperaturbereich von 10 bis 24 °C. In Mitteleuropa kommt sie nach der LfL auch in größeren Bächen und kleinen Flüssen der Äschenregion zurecht, die ein geringeres Gefälle haben, einen sandig-kiesigen Grund und im Sommer teils höhere Temperaturen. In Gewässer, die im Sommer über 25 °C warm werden, oder in sauerstoffarme Teiche wird sie nach FishBase üblicherweise nicht besetzt.

Junge Regenbogenforellen bilden häufig Schwärme, ältere sind nach der LfL Einzelgänger, die ihr Revier gegenüber kleineren Fischen verteidigen. Die Steelhead genannte Wanderform lebt zeitweise im Meer und kehrt zum Laichen in Flüsse zurück. Forellen hält man in der Teichwirtschaft laut Thünen-Institut traditionell in Fließrinnen und Erdteichen; als Optimalbereich für die Aufzucht von Salmoniden nennt die LfL 9 bis 17 °C.

Ist die Regenbogenforelle ein Raubfisch? Was frisst sie?

Ja, die Regenbogenforelle ist ein Raubfisch: Die LfL bezeichnet die Forelle als Raubfisch, der auf tierisches Eiweiß angewiesen ist. Nach FishBase frisst sie eine Vielzahl wasser- und landlebender Wirbelloser sowie kleine Fische; im Meer jagt die Wanderform Fische und Kopffüßer. Das Land Steiermark beschreibt das Nahrungsspektrum als vergleichbar mit dem der Bachforelle: kleine Wirbellose und andere Fische.

Die Ernährung verändert sich mit dem Alter. Die erste Nahrung der Brut sind Kleinlebewesen wie Larven, später folgen Bachflohkrebse und Kleintiere, die von außen ins Wasser fallen. Ältere Tiere fressen auch Jungfische und zuweilen Artgenossen; Kannibalismus beobachtet die LfL besonders bei Jungfischen bis etwa 100 g Gewicht.

Wann laicht die Regenbogenforelle? Zwischen November und Mai

Die Regenbogenforelle laicht nach FishBase auf der Nordhalbkugel von November bis Mai; in der Steiermark nennt das Land März bis Mai, wenn das Wasser 10 bis 15 °C warm ist. Die große Spanne erklärt die LfL mit den Herkünften der Art: Die Shasta-Forelle laicht im Herbst, die Steelhead-Forelle im Frühjahr, und die in Mitteleuropa bekannte Regenbogenforelle lässt sich als Mischform der drei Herkünfte ansehen. Die Bachforelle laicht dagegen im Spätherbst, nach dem Land Steiermark zwischen Oktober und Dezember.

Das Weibchen schlägt in kiesigem Grund eine Laichgrube, der Milchner besamt die Eier, und das Weibchen deckt die Grube wieder zu. Nach FishBase legt ein Weibchen 700 bis 4.000 Eier je Laichvorgang; die Eier messen 3 bis 6 mm, die Larven sind beim Schlupf 12 bis 20 mm lang. Die Larven bleiben nach der LfL im Kieslückensystem, bis der Dottersack fast aufgezehrt ist.

Ist die Regenbogenforelle ein Speisefisch? Was kostet sie?

Ja, die Regenbogenforelle ist ein Speisefisch: Nach dem Thünen-Institut nimmt ihre Produktion den Hauptanteil der in Deutschland erzeugten Süßwasserarten ein. FishBase beschreibt, dass sie frisch, geräuchert, als Konserve und tiefgekühlt angeboten und gedämpft, gebraten, gekocht oder gebacken zubereitet wird. Erzeugt werden schlachtreife Portionsforellen mit 200 bis 250 g und Lachsforellen über 400 g.

Was kostet 1 kg Regenbogenforelle?

Einen belegten Kilopreis für die Regenbogenforelle können wir nicht nennen, weil er stark vom Vermarktungsweg abhängt. Nach dem Thünen-Institut liegen die Preise in der Direktvermarktung zwischen etwa 54 % (Bachforelle) und 170 % (Lachsforelle) über denen im Großhandel; über 50 % der Betriebe vermarkten einen Teil ihrer Fische direkt. Das Thünen-Institut stellt die Preisentwicklung seit 2015 im Steckbrief Aquakultur in Deutschland dar.

Schonzeit und Mindestmaß für Regenbogenforelle in allen 16 Bundesländern

Sechs Bundesländer führen die Regenbogenforelle ausdrücklich in ihrer Fischereiverordnung auf: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die Tabelle zeigt alle 16 Länder im Vergleich.

Bundesland Schonzeit Mindest-/Entnahmemaß Hinweis
Bayern 15.12.–15.03. 26 cm –
Baden-Württemberg (allgemein) 01.10.–28.02. kein Mindestmaß LFischVO § 1 Abs. 1; kein Mindestmaß
Baden-Württemberg (Bodensee-Obersee einschl. Überlinger See) keine Schonzeit kein Mindestmaß BodFischVO § 16 Abs. 1; Schonzeiten beginnen/enden jeweils 12.00 Uhr (§ 16 Abs. 2)
Berlin 01.10.–30.04. 25 cm LFischO Anlage 1 (zu § 8 Abs. 1)
Brandenburg nicht aufgeführt – –
Bremen nicht aufgeführt – –
Hamburg nicht aufgeführt – –
Hessen nicht aufgeführt – –
Mecklenburg-Vorpommern nicht aufgeführt – –
Niedersachsen keine Schonzeit 25 cm Binnengewässer (BiFischO) · § 3 BiFischO
Nordrhein-Westfalen nicht aufgeführt – –
Rheinland-Pfalz nicht aufgeführt – –
Saarland nicht aufgeführt – –
Sachsen (Fließgewässer) 01.10.–30.04. 25 cm –
Sachsen (Standgewässer) keine Schonzeit 25 cm Schonzeit gilt nur in Fließgewässern; Mindestmaß 25 cm ohne Gebietseinschränkung
Sachsen-Anhalt keine Schonzeit 25 cm –
Schleswig-Holstein nicht aufgeführt – –
Thüringen nicht aufgeführt – –

6 von 16 Landesfischereiverordnungen führen die Art auf. „Nicht aufgeführt“ heißt: Die Verordnung nennt für die Art weder Schonzeit noch Mindestmaß; allgemeine Regeln wie Schonbezirke gelten trotzdem. Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann strengere Regeln festlegen; maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext.

Rechtsgrundlagen und Prüfdatum

Die Regeln der sechs Länder finden Sie auch auf den Länderseiten Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Allgemeine Informationen zur Erlaubnis finden Sie unter Angelschein.

Regenbogenforelle angeln: Was Sie vor dem Ansitz wissen sollten

Die Regenbogenforelle ist ein beliebter Besatz- und Sportfisch: Das Land Steiermark nennt sie einen beliebten Besatzfisch, und FishBase führt sie als Sportfisch („gamefish“), der vielerorts gezielt in Flüsse und Seen besetzt wird. Welche Köder, Methoden und Tageszeiten bei Forellen funktionieren, erklärt der Leitfaden Forelle angeln. Vor dem ersten Ansitz brauchen Sie den Fischereischein und die Erlaubnis für das Gewässer, siehe Angelschein; welche Regeln an Ihrem Gewässer für Forellen gelten, steht in der Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins.

Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?

Die Zahlen stammen aus FishBase (Regenbogenforelle und Bachforelle), der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 (Freyhof et al., Rote-Liste-Zentrum/BfN), der Invasivitätsbewertung des Bundesamts für Naturschutz, der Schriftenreihe 3/2006 der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, dem Bericht „Fischfauna steirischer Fließgewässer“ des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung (2019), dem Steckbrief Aquakultur des Thünen-Instituts (2025), dem Verzeichnis der Handelsbezeichnungen der BLE, einem Steckbrief Bachforelle aus Baden-Württemberg und dem Eintrag von Guinness World Records zum IGFA-Rekord. Wo Quellen voneinander abweichen, etwa bei Höchstlänge, Geschlechtsreife und Laichzeit, nennt der Text die Spannweite samt Quellen. Zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Regenbogenforelle und Bachforelle?

Die Regenbogenforelle hat nach dem Amt der Steiermärkischen Landesregierung dunkle Flecken in Rücken- und Schwanzflosse; die Bachforelle trägt rote, meist hell umrandete Punkte, und ihre Schwanzflosse ist fleckenfrei. Außerdem stammt die Regenbogenforelle aus Nordamerika, die Bachforelle ist in Europa heimisch. Die Bachforelle laicht im Spätherbst (Oktober bis Dezember), die Regenbogenforelle nach FishBase von November bis Mai.

Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Forelle und einer Regenbogenforelle?

Eine „normale“ Forelle als eigene Art gibt es nicht: „Forelle“ ist nach dem Verzeichnis der Handelsbezeichnungen der BLE ein Sammelbegriff für Regenbogenforelle, Bachforelle und Seeforelle. Die Regenbogenforelle gehört zur Gattung der Pazifischen Lachse (Oncorhynchus) und stammt aus Nordamerika, die Bachforelle gehört zur Gattung Salmo und ist in Europa heimisch.

Wie alt ist eine 50 cm lange Regenbogenforelle?

Eine belegte Pauschalzahl gibt es nicht, weil das Wachstum vom Gewässer abhängt. In steirischen Fließgewässern erreichen Regenbogenforellen am Ende des zweiten Lebensjahres 23 cm, in der Teichwirtschaft wachsen sie nach der LfL Bayern in 16 bis 24 Monaten auf Portionsgröße heran. Als Höchstalter nennen FishBase 11 und die LfL etwa 10 Jahre.

Ist die Regenbogenforelle ein Raubfisch?

Ja. Die LfL Bayern bezeichnet die Forelle als Raubfisch, der auf tierisches Eiweiß angewiesen ist. Nach FishBase frisst die Regenbogenforelle wasser- und landlebende Wirbellose und kleine Fische; ältere Tiere fressen auch Jungfische und zuweilen Artgenossen.

Ist die Regenbogenforelle in Deutschland heimisch?

Nein. Die Regenbogenforelle stammt von der Pazifikseite Nordamerikas und wurde nach der LfL Bayern um 1880 nach Mitteleuropa eingeführt. Die Rote Liste der Süßwasserfische von 2023 führt sie als „nicht bewertet“ (Neobiota); das Bundesamt für Naturschutz führt sie als etabliert und auf der Managementliste der invasiven Arten.

Wie groß wird eine Regenbogenforelle?

Eine Regenbogenforelle wird üblicherweise rund 60 cm lang. Als Höchstwerte nennen die LfL Bayern und das Land Steiermark etwa 100 cm, FishBase 123 cm und 25,9 kg. Als schwersten Fang führt Guinness World Records laut IGFA einen Fisch mit 21,77 kg aus dem Lake Diefenbaker in Kanada.

Quellen