Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) ist ein Friedfisch mit auffallend roten Flossen und wird üblicherweise 20 bis 30 cm lang; die größten gemessenen Tiere erreichen 61,7 cm. Sie laicht von April bis Juni, hält sich in pflanzenreichen, stehenden und langsam fließenden Gewässern im Sommer oft dicht unter der Oberfläche auf und gilt in Deutschland nach der Roten Liste als ungefährdet. Vom ähnlichen Rotauge unterscheidet sie sich vor allem durch das oberständige Maul und den gekielten Bauch. Dieser Steckbrief nennt Größe, Gewicht, Alter, Laichzeit und Lebensraum mit Quelle und zeigt, wie Schonzeit und Mindestmaß in allen 16 Bundesländern geregelt sind.
Rotfeder im Steckbrief: Größe, Gewicht, Alter und Laichzeit auf einen Blick
Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) wird üblicherweise 20 bis 30 cm lang, wiegt je nach Quelle bis zu 2 oder 3 kg und laicht im Frühjahr. Die Werte stammen aus FishBase, der Roten Liste der Süßwasserfische, einer Informationstafel des Landratsamts Roth, dem Fischereiportal des Freistaats Sachsen und den Landesfischereiverbänden Salzburg und Oberösterreich. Wo die Quellen voneinander abweichen, nennt die Tabelle beide Werte; die Quellen sind am Ende der Seite aufgeführt.
| Merkmal | Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Scardinius erythrophthalmus (Linnaeus, 1758) |
| Familie | Weißfische (Leuciscidae; in älterer Literatur zu den Karpfenfischen gezählt) |
| Länge | übliche Länge 20 cm (FishBase) bis 30 cm (Salzburg); Höchstwerte je nach Quelle 45 bis 61,7 cm |
| Gewicht | 0,3 bis 3 kg nach der Tafel des Landratsamts Roth; bis zu 2 kg nach dem Oö. Landesfischereiverband |
| Alter | 10 bis 12 Jahre (Oö. Landesfischereiverband); höchstes berichtetes Alter 19 Jahre (FishBase) |
| Laichzeit | April bis Juni (Landratsamt Roth, Landesfischereiverband Salzburg) |
| Lebensraum | stehende und langsam fließende Gewässer mit Pflanzenbewuchs; auch Brackwasser |
| Nahrung | Plankton, Anfluginsekten, Insektenlarven, Kleinkrebse und Pflanzenteile |
| Raub- oder Friedfisch | Friedfisch (Süßwasser, geht ins Brackwasser) |
| Gefährdung | Rote Liste Deutschland 2023: ungefährdet; Bestand mäßig häufig |
Rotfeder oder Rotauge: Woran erkenne ich den Unterschied?
Die Rotfeder hat ein oberständiges Maul und einen gekielten Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse, das Rotauge ein endständiges Maul und eine gerundete Bauchlinie. Zusätzlich sitzt die Rückenflosse bei der Rotfeder hinter dem Ansatz der Bauchflossen, beim Rotauge senkrecht darüber. Die Spalte „Quelle“ nennt, woher das Merkmal stammt: „Sachsen“ ist das Fischereiportal des Freistaats Sachsen, „Roth“ die Informationstafel des Landratsamts Roth, „Salzburg“ und „NÖ“ sind die Fischartenseiten der Landesfischereiverbände Salzburg und Niederösterreich.
| Merkmal | Rotfeder | Rotauge | Quelle |
|---|---|---|---|
| Maul | oberständig (öffnet sich nach oben) | endständig (öffnet sich nach vorn) | Sachsen, Roth |
| Bauchlinie zwischen Bauch- und Afterflosse | gekielt | gerundet | Sachsen, Salzburg |
| Ansatz der Rückenflosse | hinter dem Ansatz der Bauchflossen | senkrecht über dem Ansatz der Bauchflossen | Roth, Sachsen |
| Iris | messingfarben bis goldgelb | rot (bei Jungfischen gelb) | Sachsen, Salzburg, NÖ, FishBase |
| Flossen | blutrot, Bauchflossen tiefrot | orange bis rot | Sachsen, FishBase |
| Schuppen entlang der Seitenlinie | 38 bis 42 (Sachsen); 39 bis 42 (FishBase) | 41 bis 46 (Sachsen); 41 bis 44 (FishBase) | Sachsen, FishBase |
| Aufenthalt | im Sommer oft dicht unter der Wasseroberfläche | sucht Nahrung eher am Gewässergrund | Roth |
| Größte gemessene Länge | 61,7 cm | 50,2 cm | FishBase |
| Bestand in Deutschland | mäßig häufig | sehr häufig | Rote Liste 2023 |
Welche Merkmale sind beim Bestimmen am Wasser am verlässlichsten?
Am verlässlichsten sind Maulstellung, Bauchkante und Ansatz der Rückenflosse, weil sich Farben und Zahlen der beiden Arten überschneiden. Beide haben rote Flossen, bei der Rotfeder sind sie nur kräftiger gefärbt. Die Augenfarbe hilft nur bedingt: Der Landesfischereiverband Niederösterreich beschreibt den Augenrand der Rotfeder als gelblich bis goldgelb; er „kann aber auch leicht rötlich sein“, und junge Rotaugen haben statt der roten noch eine gelbe Iris. Die Schuppenzahlen in der Seitenlinie überlappen sich in beiden Quellen. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob die enge Maulspalte schräg nach oben zeigt und ob der Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse eine Kante bildet.
Kreuzen sich Rotfeder und Rotauge?
Ja, Hybriden aus Rotfeder und Rotauge kommen in freier Wildbahn vor. Eine englische Studie untersuchte 1990 eine Population bei Norwich, in der beide Arten miteinander Nachkommen hatten (Thompson & Iwadou, Journal of Fish Biology). Passt ein Fisch nicht eindeutig zu einer der beiden Arten, kommt deshalb auch ein Hybride in Frage.
Wie groß wird eine Rotfeder? Meist 20 bis 30 cm, Höchstwert 61,7 cm
Eine Rotfeder wird üblicherweise 20 bis 30 cm lang: FishBase nennt 20 cm als übliche Länge, der Landesfischereiverband Salzburg 20 bis 30 cm. Die Obergrenze schwankt je nach Quelle stark: Salzburg und das Datenblatt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) nennen 45 cm, die Informationstafel des Landratsamts Roth und der Landesfischereiverband Niederösterreich 50 cm, FishBase 61,7 cm Totallänge bei einem Weibchen. Im Höchstwert wird die Rotfeder damit größer als das Rotauge, für das FishBase 50,2 cm angibt.
Wie schwer wird eine Rotfeder?
Eine Rotfeder wiegt je nach Quelle bis zu 2 kg (Oö. Landesfischereiverband, bei einer Länge von über 40 cm) oder bis zu 3 kg (Landratsamt Roth, Spanne 0,3 bis 3 kg). FishBase nennt kein höchstes veröffentlichtes Gewicht für die Art. Die beiden Obergrenzen stammen aus Quellen ohne Gewässerangabe; ein Rekordgewicht ist in den gelesenen Quellen nicht belegt.
Wie alt wird eine Rotfeder? Meist 10 bis 12 Jahre, höchstens 19
Der Oö. Landesfischereiverband nennt für die Rotfeder ein Alter von 10 bis 12 Jahren, FishBase als höchstes berichtetes Alter 19 Jahre. Weitere Altersangaben enthalten die gelesenen Quellen nicht; wie die beiden Quellen zu ihren Zahlen kommen, geben sie nicht an.
Was frisst die Rotfeder? Plankton, Anfluginsekten und Pflanzen
Die Rotfeder frisst Plankton, Anfluginsekten und Pflanzenteile und ist kein Raubfisch: FishBase nennt Plankton, Landinsekten und pflanzliches Material als Hauptnahrung der erwachsenen Tiere. Nach der Informationstafel des Landratsamts Roth stehen Anfluginsekten, Insektenlarven, Wasserpflanzen und Kleinkrebse auf dem Speiseplan; im Sommer hält sie sich dafür oft dicht unter der Wasseroberfläche auf und wartet auf Insekten, die ins Wasser fallen. Die Gewichtung der Pflanzenkost unterscheidet sich je nach Quelle: Der Oö. Landesfischereiverband nennt überwiegend Wasserpflanzen und Algen, der Landesfischereiverband Salzburg Laichkraut, Tausendblatt und Wasserpest und nur in geringerem Maß Kleintiere der Uferregion.
Wo lebt die Rotfeder? In pflanzenreichen, stehenden und langsam fließenden Gewässern
Die Rotfeder lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit Pflanzenbewuchs und geht auch ins Brackwasser. Das Fischereiportal des Freistaats Sachsen beschreibt sie so; FishBase nennt nährstoffreiche, gut bewachsene Tieflandflüsse, Altwasser, Teiche und Seen. Nach dem Landesfischereiverband Salzburg lebt sie in kleinen Schwärmen in den Pflanzenbeständen der Uferregion und zieht im Winter in tieferes Wasser. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht nach FishBase über die meisten europäischen Flusssysteme nördlich von Pyrenäen und Alpen bis zum Ural; auf der Iberischen Halbinsel, in Italien, Irland und nördlich von 62° N in Skandinavien kommt sie natürlicherweise nicht vor.
Eignet sich die Rotfeder für den Gartenteich?
Die Rotfeder wird auch im Teich gehalten, braucht dafür aber Platz für einen Schwarm: Das Datenblatt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) nennt als Haltungsform den Teich, empfiehlt für den Schwarmfisch mindestens zehn Tiere und gibt eine Endgröße von bis zu 45 cm an. Für einen Gartenteich heißt das: Planen Sie Platz für mindestens zehn Fische ein, die bis zu 45 cm lang werden können.
Wann laicht die Rotfeder? April bis Juni
Die Rotfeder laicht von April bis Juni; diese Spanne nennen das Landratsamt Roth und der Landesfischereiverband Salzburg übereinstimmend. Sie ist ein Krautlaicher (Salzburg, Oö. Landesfischereiverband): Nach FishBase sammeln sich die Männchen an den Laichplätzen und treiben die laichreifen Weibchen, oft unter heftigem Geplätscher, in dichte Vegetation. Die sehr klebrigen, farblosen bis hellgelben Eier haften an Pflanzen im flachen Wasser. Zur Laichzeit tragen die Männchen laut Landratsamt Roth einen feinkörnigen Laichausschlag. Ob für die Rotfeder eine gesetzliche Schonzeit gilt, zeigen die Übersicht der Schonzeiten und die Tabelle weiter unten.
Ist die Rotfeder ein guter Speisefisch?
Die Rotfeder ist essbar, spielt als Speisefisch aber keine Rolle: FishBase führt sie als frisch verzehrten Fisch mit nur geringer kommerzieller Fischerei, die Informationstafel des Landratsamts Roth nennt ihre fischereiliche Bedeutung „keine“. Eine Geschmacksbewertung geben die gelesenen Fachquellen nicht ab; ob Ihnen die Rotfeder schmeckt, bleibt Geschmackssache. Daneben führt FishBase die Rotfeder als Sportfisch („gamefish: yes“) und als üblichen Köderfisch („bait: usually“).
Ist die Rotfeder gefährdet? Rote Liste: ungefährdet
Die Rotfeder gilt in Deutschland nach der Roten Liste der Süßwasserfische von 2023 als ungefährdet, ihr Bestand ist mäßig häufig. Das Rote-Liste-Zentrum nennt den langfristigen Bestandstrend einen mäßigen Rückgang, den kurzfristigen stabil; die Kategorie ist gegenüber der vorherigen Roten Liste unverändert. Die IUCN führt die Rotfeder weltweit als nicht gefährdet (Least Concern, bewertet am 29. Mai 2022, nach FishBase). Das Datenblatt der LfL Bayern stuft sie ebenfalls als „nicht bedroht“ ein.
Schonzeit und Mindestmaß für Rotfeder in allen 16 Bundesländern
Sieben der 16 Bundesländer nennen die Rotfeder ausdrücklich in ihren Fischereiverordnungen; die Tabelle zeigt für alle 16 Länder, was für die Rotfeder gilt.
| Bundesland | Schonzeit | Mindest-/Entnahmemaß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bayern | keine Schonzeit | kein Mindestmaß | – |
| Baden-Württemberg | nicht aufgeführt | – | – |
| Berlin | keine Schonzeit | kein Mindestmaß | LFischO Anlage 2 (zu § 8 Abs. 4) – Fische ohne Mindestmaße und Schonzeiten |
| Brandenburg | nicht aufgeführt | – | – |
| Bremen | nicht aufgeführt | – | – |
| Hamburg | nicht aufgeführt | – | – |
| Hessen | 15.03.–31.05. | 20–30 cm (Entnahmefenster) | § 2 Abs. 1 |
| Mecklenburg-Vorpommern | nicht aufgeführt | – | – |
| Niedersachsen | nicht aufgeführt | – | – |
| Nordrhein-Westfalen | nicht aufgeführt | – | – |
| Rheinland-Pfalz | keine Schonzeit | 15 cm | § 17 |
| Saarland | nicht aufgeführt | – | – |
| Sachsen (Fließgewässer) | keine Schonzeit | 20 cm | – |
| Sachsen (Standgewässer) | keine Schonzeit | kein Mindestmaß | Mindestmaß 20 cm gilt nur in Fließgewässern |
| Sachsen-Anhalt | nicht aufgeführt | – | – |
| Schleswig-Holstein | keine Schonzeit | kein Mindestmaß | Binnengewässer (BiFVO Anlage 1) |
| Thüringen | keine Schonzeit | 15 cm | – |
7 von 16 Landesfischereiverordnungen führen die Art auf. „Nicht aufgeführt“ heißt: Die Verordnung nennt für die Art weder Schonzeit noch Mindestmaß; allgemeine Regeln wie Schonbezirke gelten trotzdem. Die Gewässerordnung Ihres Erlaubnisscheins kann strengere Regeln festlegen; maßgeblich ist der amtliche Verordnungstext.
Rechtsgrundlagen und Prüfdatum
- Bayern: AVBayFiG, Anlage (zu den §§ 11, 14, 22, 27 und 32) – Schonzeiten, Schonmaße und räumlicher Geltungsbereich (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Berlin: Berliner Landesfischereiordnung (LFischO), Anlage 1 (zu § 8 Abs. 1) Schonzeiten und Mindestmaße und Anlage 2 (zu § 8 Abs. 4) Fische ohne Mindestmaße und Schonzeiten (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Hessen: Hessische Fischereiverordnung (HFischV) vom 14. April 2023, § 1 (Fang- und Entnahmeverbote) und § 2 Abs. 1 (Schonzeiten und Entnahmemaße) (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Rheinland-Pfalz: Landesfischereiordnung (LFischO, juris: FischGDV RP) §§ 17–20 (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Sachsen: Sächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) vom 22. April 2022, Anlage (zu § 2 Absatz 1) (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Schleswig-Holstein: Binnenfischereiverordnung (BiFVO) vom 29. Juni 2016, Anlage 1 (zu § 2 Abs. 1) und Küstenfischereiverordnung (KüFVO) vom 3. Dezember 2018, Anlage 1 (zu § 2 Abs. 1) (gelesen am 4. Oktober 2026)
- Thüringen: Ausführungsverordnung zum Thüringer Fischereigesetz (ThürFischAVO) vom 11. August 2020, § 1 Abs. 1 (gelesen am 4. Oktober 2026)
Allgemeine Informationen zur Erlaubnis finden Sie unter Angelschein.
Wie angelt man Rotfedern? Mit Schwimmer, Stippe oder Fliege
Rotfedern fängt man mit der Posenangel (Schwimmer), der Stippangel oder der Fliegenrute: Diese drei Fangmethoden nennt der Landesfischereiverband Niederösterreich für die Art. Welche Fische Sie in Deutschland angeln dürfen und was Sie dafür brauchen, steht beim Angelschein; weitere Fischporträts finden Sie in der Übersicht der Fischarten.
Woher stammen die Zahlen in diesem Steckbrief?
Die Zahlen stammen aus FishBase (Rotfeder und Rotauge), der Roten Liste der Süßwasserfische Deutschlands von 2023 (Freyhof et al., Rote-Liste-Zentrum/BfN), dem Fischereiportal des Freistaats Sachsen, einer Informationstafel des Landratsamts Roth mit Fotos der Bayerischen Landesanstalt für Fischerei, dem Datenblatt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft sowie den Fischartenseiten der Landesfischereiverbände Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich. Die Aussage zu Hybriden stützt sich auf eine Studie von Thompson und Iwadou (1990). Wo Quellen voneinander abweichen, nennt der Text die Spannweite samt Quellen. Zuletzt geprüft am 6. Oktober 2026.
Weiterlesen
- Rotauge: Steckbrief
- Karausche: Steckbrief
- Brasse: Steckbrief
- Schonzeiten in Deutschland im Überblick
- Alle Fischarten im Überblick
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rotauge und Rotfeder?
Die Rotfeder hat ein oberständiges Maul und einen gekielten Bauch zwischen Bauch- und Afterflosse, das Rotauge ein endständiges Maul und eine gerundete Bauchlinie. Bei der Rotfeder sitzt die Rückenflosse hinter dem Ansatz der Bauchflossen, beim Rotauge darüber. Farben und Schuppenzahlen eignen sich weniger: Beide Arten haben rote Flossen, junge Rotaugen haben eine gelbe statt einer roten Iris, und die Schuppenzahlen in der Seitenlinie überlappen sich.
Ist Rotfeder ein guter Speisefisch?
Die Rotfeder ist essbar, spielt als Speisefisch aber keine Rolle: FishBase führt sie als frisch verzehrten Fisch mit nur geringer kommerzieller Fischerei, die Informationstafel des Landratsamts Roth nennt ihre fischereiliche Bedeutung „keine“. Eine Geschmacksbewertung geben die gelesenen Fachquellen nicht ab.
Wie groß kann eine Rotfeder werden?
Eine Rotfeder wird üblicherweise 20 bis 30 cm lang (FishBase: 20 cm; Landesfischereiverband Salzburg: 20 bis 30 cm). Die Höchstwerte streuen je nach Quelle von 45 cm (Salzburg, LfL Bayern) über 50 cm (Landratsamt Roth) bis zu 61,7 cm Totallänge bei einem Weibchen (FishBase).
Was fressen Rotfedern?
Rotfedern fressen Plankton, Anfluginsekten, Insektenlarven, Kleinkrebse und Pflanzenteile; sie sind keine Raubfische. Die Gewichtung unterscheidet sich je nach Quelle: Der Oö. Landesfischereiverband nennt überwiegend Wasserpflanzen und Algen, das Landratsamt Roth Anfluginsekten, Insektenlarven, Wasserpflanzen und Kleinkrebse.
Eignen sich Rotfedern für den Teich?
Rotfedern werden auch im Teich gehalten, brauchen aber Platz für einen Schwarm: Das Datenblatt der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) nennt den Teich als Haltungsform, mindestens zehn Tiere und eine Endgröße von bis zu 45 cm.
Wann laichen Rotfedern?
Rotfedern laichen von April bis Juni (Landratsamt Roth, Landesfischereiverband Salzburg). Sie sind Krautlaicher: Die sehr klebrigen Eier haften an Pflanzen im flachen Wasser, die Männchen tragen zur Laichzeit einen feinkörnigen Laichausschlag.
Quellen
- FishBase: Scardinius erythrophthalmus (Linnaeus, 1758) (Rudd), Summary (abgerufen am 06.10.2026)
- FishBase: Rutilus rutilus (Linnaeus, 1758) (Roach), Summary (abgerufen am 06.10.2026)
- Rote-Liste-Zentrum: Artensteckbrief Scardinius erythrophthalmus (Rotfeder), nach Freyhof et al. (2023), Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6) (abgerufen am 06.10.2026)
- Rote-Liste-Zentrum: Artensteckbrief Rutilus rutilus (Plötze), nach Freyhof et al. (2023), Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6) (abgerufen am 06.10.2026)
- Freistaat Sachsen, Fischerei und Angeln in Sachsen: Artenkunde, verwechselbare Fischarten (Plötze – Rotfeder) (abgerufen am 06.10.2026)
- Landratsamt Roth, Subportal Rothsee: Tafel 6 Rotfeder, Rotauge, Brachse (Fotos: Bayerische Landesanstalt für Fischerei) (abgerufen am 06.10.2026)
- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Fischerei: Datenblatt Rotfeder (2015; Archivkopie, da die Originaladresse bei der LfL am 6.10.2026 einen Fehler 404 lieferte) (abgerufen am 06.10.2026)
- Landesfischereiverband Salzburg: Rotfeder (Fischarten) (abgerufen am 06.10.2026)
- Oö. Landesfischereiverband: Rotfeder (Fischarten) (abgerufen am 06.10.2026)
- NÖ Landesfischereiverband: Fischarten in Niederösterreich – Rotfeder (abgerufen am 06.10.2026)
- Thompson, D. & Iwadou, K. (1990): A search for introgressive hybridisation in the rudd, Scardinius erythrophthalmus, the roach, Rutilus rutilus and its hybrid. Journal of Fish Biology 37: 367-373 (Abstract bei Cefas) (abgerufen am 06.10.2026)