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Besetzung von Das Grosse Fressen

Besetzung von Das Grosse Fressen

Das Grosse Fressen – auf Französisch La Grande Bouffe – kam 1973 in die Kinos und sorgte beim Filmfestival in Cannes sofort für Skandal. Marco Ferreri inszenierte eine Satire über vier Männer, die sich buchstäblich zu Tode essen. Klingt absurd? Ist es auch. Die Besetzung ist dabei kein Zufallsprodukt – sie ist der eigentliche Grund, warum man diesen Film überhaupt noch kennt.

Aber hält das Ganze heute noch stand? Kurze Antwort: Kommt drauf an, wen man fragt. Längere Antwort folgt.

Funktioniert Das Grosse Fressen überhaupt?

Ja – aber nicht für jeden. Die Prämisse ist provokant genug, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Ausführung ist bewusst langsam, eklig und wiederholt sich. Das ist Absicht, keine Schwäche. Wer mit europäischem Arthouse-Kino der 1970er nichts anfangen kann, steigt früh aus. Wer sich drauf einlässt, bekommt eine scharf geschnittene Gesellschaftssatire. Das Drehbuch ist kein Pageturner – der Cast trägt den Film. Ohne diese vier Hauptdarsteller wäre das hier vergessenes Nischenkino.

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Krieg und Frieden (1956).

Tempo & Spannung – bleibt man dran?

Langsamer Start. Keine Frage. Die ersten zwanzig Minuten brauchen Geduld. Danach zieht die Dynamik zwischen den Figuren an – nicht durch Action, sondern durch Charakterspiel. Das Tempo bleibt bewusst träge, was zum Thema passt: Dekadenz ohne Eile. Trotzdem: Wer nach 30 Minuten noch nicht eingestiegen ist, wird es nicht mehr tun. Der Film belohnt Ausdauer, bestraft Ungeduld. Für Binge-Watching auf dem Sofa ist das kein Kandidat – eher für den ruhigen Abend mit Anspruch.

Die Besetzung im Schnellcheck

Die Besetzung von Das Grosse Fressen ist ungewöhnlich stark für einen europäischen Koproduktionsfilm. Vier absolute Schwergewichte des europäischen Kinos – alle in Topform. Das ist selten. Kein Darsteller fällt ab, keiner reißt den anderen raus. Ensemble-Arbeit auf hohem Niveau.

Marcello Mastroianni

Bringt seinen gewohnten Charme mit und spielt ihn absichtlich ins Absurde. Funktioniert gut.

Michel Piccoli

Der ruhige Anker des Casts – kühler, präziser, überzeugender als alle anderen.

Philippe Noiret

Liefert solide, bodenständige Arbeit. Kein Ausreißer nach oben, aber auch nie eine Schwachstelle.

Ugo Tognazzi

Hält das Ensemble zusammen – sein Timing ist tadellos.

Andrea Ferréol

Als einzige Hauptdarstellerin – mutig besetzt, mutig gespielt. Keine leichte Rolle, gut umgesetzt.

Mehr zum Thema Filmbesetzungen finden Sie im Artikel über die Besetzung von Die Verurteilten.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung (1–10) Kommentar
Marcello Mastroianni Marcello 8 Selbstironie auf höchstem Niveau – funktioniert
Michel Piccoli Michel 9 Bester im Cast, kühle Präzision, kein Ausfall
Philippe Noiret Philippe 7 Solide, verlässlich, nie langweilig
Ugo Tognazzi Ugo 8 Hält den Laden zusammen, gutes Timing
Andrea Ferréol Andrea 7 Mutige Leistung, überzeugt in einer schwierigen Rolle

Highlight oder Zeitverschwendung?

Das Beste:

  • Ensemble-Chemie zwischen den vier Hauptdarstellern – selten so homogen
  • Michel Piccoli ist schlicht herausragend
  • Ferreri nutzt die Besetzung klug – kein Darsteller wird verschwendet
  • Als Satirekritik an Wohlstandsgesellschaft funktioniert der Film noch heute

Das Schwächste:

  • Langsame erste halbe Stunde – kein Einstieg für Ungeduldige
  • Manche Szenen dehnen sich ohne Mehrwert
  • Wiederholungen häufen sich im Mittelteil
  • Nichts für schwache Mägen – wörtlich wie übertragen

Lohnt sich das?

Ja – wenn:

  • man europäisches Arthouse-Kino der 1970er schätzt
  • man Marcello Mastroianni, Michel Piccoli oder Philippe Noiret kennt und mag
  • man Satire mag, die nicht erklärt, was sie meint
  • man Filmgeschichte ernst nimmt und Cannes-Skandalfilme einordnen kann

Eher skippen – wenn:

  • man Tempo und Action braucht
  • Körperlichkeit und Provokation ohne Komfort keine Option sind
  • man mit dem Arthouse-Genre generell nichts anfangen kann
  • man erwartet, dass ein Kultfilm automatisch unterhaltsam ist

Fazit in einem Satz: Kann man schauen – muss man aber nicht. Aber wer es tut, versteht warum der Film 1973 in Cannes die Säle spaltete.

Ähnlich klassische Filmbesetzungen finden Sie im Artikel über die Besetzung von Der Teufel trägt Prada.

Mini-Fazit

Starke Besetzung, bewusst schwieriger Film. Michel Piccoli allein ist den Abend wert. Den Rest bringt man mit oder man lässt es bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Wer spielt in Das Grosse Fressen mit?

Die vier Hauptdarsteller sind Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Philippe Noiret und Ugo Tognazzi. Andrea Ferréol spielt die weibliche Hauptrolle. Regie führte Marco Ferreri.

Wer ist der stärkste Darsteller in Das Grosse Fressen?

Michel Piccoli. Keine Diskussion. Ruhig, präzise, vollständig in der Rolle. Bewertung: 9/10.

Lohnt sich Das Grosse Fressen heute noch?

Für Fans europäischen Arthouse-Kinos: ja. Für alle anderen: wahrscheinlich nicht. Der Film ist kein leichter Abend.

Wann fängt Das Grosse Fressen an zu fesseln?

Nach etwa 25–30 Minuten, wenn die Dynamik zwischen den Figuren einsetzt. Vorher braucht man Geduld.

Ist Das Grosse Fressen ein Skandalfilm?

Bei der Premiere in Cannes 1973 ja. Heute wirkt er weniger schockierend, aber die Provokation ist noch spürbar. Der Inhalt ist nach wie vor nichts für empfindliche Gemüter.

Wo kann man Das Grosse Fressen schauen?

Der Film ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen sowie als DVD und Blu-ray verfügbar – unter anderem bei Amazon und Prime Video.