Friesland ist eine ZDF-Fernsehreihe, die seit 2015 läuft und im niedersächsischen Wilhelmshaven spielt. Krimi, Ostfriesland-Atmosphäre, regelmäßige Erstausstrahlung im Ersten – klingt nach solidem deutschem Fernsehfilm-Standard. Die Frage ist: Reicht die Besetzung von Friesland, um das Ganze wirklich sehenswert zu machen? Oder ist das Küstenfeeling das Einzige, was hier trägt?
Kurze Antwort: Es kommt auf die Episode an. Und auf Ihre Toleranz für gemächliches norddeutsches Tempo.
Funktioniert Friesland überhaupt?
Ja – aber mit Einschränkungen. Die Fernsehreihe hat ein stabiles Grundgerüst: klar definierte Charaktere, ein wiederkehrender Cast, und Drehorte, die tatsächlich nach etwas aussehen. Wilhelmshaven und Umgebung liefern Atmosphäre, die man nicht wegdiskutieren kann.
Was nicht funktioniert: Die Episoden sind in ihrer Qualität ungleichmäßig. Manche Folgen zünden, andere dümpeln. Die Figuren sind solide, aber selten überraschend. Wer harten Krimi erwartet, wird enttäuscht. Wer entspanntes Regionalfernsehen sucht, ist richtig.
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Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Ehrlich gesagt: Das Tempo ist das größte Problem. Die Krimiserie startet in vielen Episoden gemächlich – zu gemächlich. Wer nach zwanzig Minuten noch keine Spannung spürt, wird sie oft auch nicht mehr finden.
Die Staffeln variieren, aber das Grundproblem bleibt: Friesland ist kein Binge-Material. Man schaut eine Folge, legt sie weg, und erinnert sich drei Tage später kaum noch an Details. Das ist kein Verriss – es ist einfach die Realität dieser Art von Fernsehfilm. Solide von Szene zu Szene, aber selten mitreißend. Das Interesse hält sich – bricht aber auch nicht durch.
Die Besetzung im Schnellcheck
Die Besetzung von Friesland ist das Rückgrat der Reihe – und funktioniert besser als das Drehbuch es manchmal verdient.
Juliane Moormann als Mia Sander
Sie trägt die Serie. Präsent, glaubwürdig, nie überdramatisch. Funktioniert.
Barnaby Metschurat als Jens Kestner
Der klassische Gegenpol – ruhig, manchmal zu ruhig. Nicht störend, aber auch nicht aufregend.
Jana Klinge als Sünje Petersen
Als Figur interessanter angelegt als umgesetzt. Verschenktes Potenzial.
Der Rest des Casts: solide Nebendarsteller, die ihren Job machen. Niemand fällt negativ auf – aber niemand sticht hervor. Für eine Krimiserie im deutschen Fernsehen ist das eigentlich schon ganz ordentlich.
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Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Juliane Moormann | Mia Sander | 7 | Trägt die Serie, überzeugend präsent |
| Barnaby Metschurat | Jens Kestner | 6 | Solide, aber zu zurückhaltend |
| Jana Klinge | Sünje Petersen | 6 | Interessante Figur, schwache Ausführung |
| Maxim Mehmet | Hannes Bergkamp | 6 | Funktioniert, bleibt aber blass |
| Theresa Underberg | Pauline Kestner | 5 | Wenig Raum, kaum Wirkung |
| Stefan Göde | Tjark Decker | 6 | Verlässlicher Nebendarsteller |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- Juliane Moormann als Mia Sander – sie hält die Episoden zusammen
- Ostfriesland-Atmosphäre und die Drehorte sind echte Stärken
- Die Fernsehreihe funktioniert als entspannter Feierabendkrimi
Das Schwächste:
- Drehbücher sind ungleichmäßig – gute Ideen, schwache Execution
- Tempo oft zu langsam, zu viele unnötige Szenen
- Charaktere, die man nach einer Folge nicht mehr benennen kann
- Kein echter Binge-Faktor – fehlt einfach der Zug
Fazit in einem Satz: Gute Hauptdarstellerin, solider Cast, aber die Episodenqualität schwankt zu stark für eine klare Empfehlung.
Lohnt sich das?
Ja, wenn:
- Sie entspannten Regionalkrimis mögen
- Norddeutsche Atmosphäre und Drehorte Sie ansprechen
- Sie keine hohen Erwartungen an Tempo oder Spannung haben
Eher skippen, wenn:
- Sie schnellen, dichten Krimi suchen
- Sie nach dem ersten Act noch keine Spannung spüren wollen
- Sie Binge-Material brauchen
„Kann man schauen – muss man aber nicht.”
Für Fans von ZDF-Regionalkrimis ist Friesland eine solide Wahl. Für alle anderen: Es gibt bessere Alternativen.
Ähnlich aufgestellt ist übrigens auch die Besetzung von Der Alte – solide ZDF-Krimikost mit regionalem Flair.
Mini-Fazit
Solider Cast, angenehme Atmosphäre, aber zu gleichmäßig, um wirklich zu fesseln. Friesland ist ordentliches deutsches Fernsehen – nicht mehr, nicht weniger.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt die Hauptrolle in Friesland?
Juliane Moormann spielt Mia Sander – die zentrale Ermittlerin der Reihe. Sie ist der stärkste Teil der Besetzung.
Wer spielt Jens Kestner in Friesland?
Barnaby Metschurat. Solide Leistung, aber die Figur bleibt oft im Hintergrund.
Ist die Besetzung von Friesland insgesamt stark?
Mittelfeld. Der Cast macht seinen Job – aber niemand liefert eine Leistung, die man in Erinnerung behält. Moormann ist die Ausnahme.
Ab wann wird Friesland interessant?
Das hängt von der Episode ab. Manche Folgen starten direkt, andere brauchen 30 Minuten, bis etwas passiert. Kein gutes Zeichen für eine Krimiserie.
Ist Friesland binge-worthy?
Nein. Es ist Feierabend-Fernsehen – eine Folge, dann Pause. Wer drei Episoden am Stück schauen will, wird schnell merken, dass das Konzept das nicht hergibt.
Für wen ist Friesland geeignet?
Für Zuschauer, die ZDF-Regionalkrimis mögen, Ostfriesland-Atmosphäre schätzen und keine hohen Erwartungen an Spannung mitbringen.
















