„Der Teufel trägt Prada” ist eine Komödie aus dem Jahr 2006, Regie David Frankel, Drehbuch Aline Brosh McKenna, basierend auf dem Roman von Lauren Weisberger. Produziert von Wendy Finerman, vertrieben von 20th Century Fox. Laufzeit: 110 Minuten. FSK: ohne Altersbeschränkung.
Die Handlung: Andrea Sachs landet als Assistentin bei Miranda Priestly – der mächtigsten Chefredakteurin der Modewelt. Angelehnt an die Vogue. New York. Fashion, Druck, Drama.
Klingt bekannt. Ist es auch. Die Frage ist: Funktioniert es trotzdem?
Kurze Antwort: Ja – wegen Meryl Streep. Und fast nur deswegen.
Funktioniert Der Teufel trägt Prada überhaupt?
Ja. Aber nicht, weil das Drehbuch besonders originell ist.
Die Modewelt als Schauplatz funktioniert. Der Konflikt zwischen Chefin und Assistentin funktioniert. Was wirklich trägt, ist der Cast – und da vor allem eine einzige Person.
Ohne Meryl Streep wäre das hier eine durchschnittliche Bürokomödie. Mit ihr ist es ein Kinohit, der auch nach fast 20 Jahren noch zieht. Das Kostümdesign von Patricia Field und die Kamera von Florian Ballhaus liefern dazu eine saubere Optik. Die Filmmusik von Theodore Shapiro? Solide, fällt nicht auf – weder positiv noch negativ. Der Schnitt von Mark Livolsi hält das Tempo oben. Meistens.
Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Arrival.
Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Der Film braucht ein paar Minuten, um zu starten. Die erste Viertelstunde ist Aufbau – nicht langweilig, aber auch nicht mitreißend.
Dann kommt Streep ins Bild. Ab diesem Moment zieht der Film an.
Das mittlere Drittel ist das stärkste. Die Szenen zwischen Miranda Priestly und Andrea Sachs haben echte Spannung. Die Nebenhandlung rund um Andreas Privatleben bremst das Tempo unnötig. Diese Szenen fühlen sich wie Pflichtprogramm an – man wartet, bis man wieder zurück ins Modemagazin kommt.
Die letzten 20 Minuten funktionieren wieder. Kein großes Finale, aber ein sauberer Abschluss. Insgesamt: straffbar, aber kein echtes Problem.
Die Besetzung im Schnellcheck
Meryl Streep
Trägt den Film alleine. Ihre Darstellung von Miranda Priestly ist das Beste, was der Besetzung passieren konnte. Eiskalte Ruhe statt Geschrei – das ist die richtige Wahl.
Anne Hathaway
Als Andrea Sachs macht sie ihren Job. Glaubwürdig, sympathisch, ohne zu nerven. Sie ist der Anker für das Publikum – und das funktioniert.
Emily Blunt
Als Emily Charlton ist sie die angenehme Überraschung. Kurze Szenen, hohe Wirkung. Ihr trockener Humor als Kollegin rettet mehrere Momente.
Stanley Tucci
Als Nigel liefert er Stabilität. Kein Ausfall, aber auch kein Highlight. Er ist da, wenn man ihn braucht.
Die Nebenrollen? Größtenteils blasse Darsteller ohne echte Wirkung. Kein Ausfall, aber auch nichts, das man sich merkt.
Mehr zum Thema Filmbesetzungen: Besetzung von Yesterday.
Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Meryl Streep | Miranda Priestly | 10 | Einzigartig. Trägt den Film allein. |
| Anne Hathaway | Andrea Sachs | 7 | Solide Hauptrolle, glaubwürdig, funktioniert |
| Emily Blunt | Emily Charlton | 8 | Bester Nebencharakter, überzeugt durchgehend |
| Stanley Tucci | Nigel | 7 | Zuverlässig, bleibt aber blass |
| Simon Baker | Christian Thompson | 5 | Funktioniert, hinterlässt keinen Eindruck |
| Adrian Grenier | Nate | 5 | Bleibt blass, Nebenhandlung zieht runter |
| Tracie Thoms | Lily | 4 | Kaum Wirkung, verzichtbar |
| Rich Sommer | Doug | 4 | Hintergrundcharakter, kein Mehrwert |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- Meryl Streep. Ohne Diskussion.
- Emily Blunts Timing und trockener Humor
- Das visuelle Konzept – Kostüme, Kamera, Modewelt-Atmosphäre
- Das Tempo im mittleren Akt
Das Schwächste:
- Andreas Privatleben zieht konsequent runter
- Adrian Greniers Rolle als Nate wirkt wie ein Drehbuch-Pflichtpunkt
- Einige Nebenrollen sind so blass, dass man sie nach dem Film nicht mehr kennt
- Der Einstieg braucht zu lange
Einen ähnlichen Blick auf die Besetzung von The Revenant lohnt sich ebenfalls.
Lohnt sich das?
Ja – wenn du weißt, was du kriegst.
„Der Teufel trägt Prada” ist keine tiefe Dramedy. Es ist eine gut gemachte Unterhaltungskomödie mit einem herausragenden Cast-Highlight. Wer Meryl Streep in Topform sehen will: unbedingt ansehen. Wer eine komplexe Geschichte sucht: falsche Adresse.
Für wen:
- Fans von Streep, Blunt oder Hathaway → schauen
- Wer gute Unterhaltung ohne Anspruch will → schauen
- Wer nach einem Sequel sucht: „Der Teufel trägt Prada 2″ ist in Arbeit – noch kein vollständiger Cast bekannt
- Wer tiefe Charakterentwicklung erwartet → eher skippen
- Wer das Streaming-Abo bei Disney Plus sinnvoll nutzen will → solide Wahl für einen Filmabend
Fazit in einem Satz: Kann man schauen – und wegen Streep sollte man es auch.
Mini-Fazit
Meryl Streep macht diesen Film unvergesslich. Alles andere ist gut genug. Reicht.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt in Der Teufel trägt Prada die Hauptrolle?
Meryl Streep als Miranda Priestly und Anne Hathaway als Andrea Sachs. Streep dominiert.
Wer ist die beste Besetzung im Film?
Meryl Streep. Keine Diskussion. Für diese Rolle hat sie eine Oscar-Nominierung erhalten – und das aus gutem Grund.
Lohnt sich Der Teufel trägt Prada heute noch?
Ja. Der Cast hält den Film auch nach fast 20 Jahren am Leben. Vor allem Streep und Blunt funktionieren zeitlos.
Wann fängt der Film an zu ziehen?
Sobald Miranda Priestly das erste Mal richtig im Bild ist. Das dauert keine 15 Minuten.
Gibt es schwache Besetzungen im Cast?
Ja. Die Nebenrollen rund um Andreas Privatleben – insbesondere Adrian Grenier als Nate – bremsen den Film und hinterlassen kaum Eindruck.
Wo kann man Der Teufel trägt Prada streamen?
Aktuell unter anderem über Disney Plus verfügbar. Auch als DVD und Blu-ray erhältlich.
















