Ägyptische Götter, epische Action, Hollywood-Stars – und trotzdem ein Totalausfall? Gods of Egypt aus dem Jahr 2016 hat auf dem Papier alles: eine ambitionierte Besetzung, Mythologie als Playground und Regisseur Alex Proyas hinter der Kamera. Aber funktioniert das auch auf der Leinwand? Kurze Antwort: Jein. Lange Antwort: Lies weiter.
Funktioniert Gods of Egypt überhaupt?
Teilweise. Die Idee ist solide – ägyptische Mythologie als Actionfilm mit Göttern wie Horus, Ra, Osiris und Anubis. Visuelle Effekte? Okay. Handlung? Dünn. Der Plot dreht sich um den Sterblichen Bek, der mit dem Gott Horus gegen den machthungrigen Set kämpft – mehr braucht man nicht zu wissen. Das Drehbuch von Matt Sazama und Burk Sharpless liefert keine Überraschungen. Gute Idee, schwache Execution – klassisch.
Mehr zum Thema Filmbesetzungen: Besetzung von Gladiator 2 – ein weiterer epischer Actionfilm mit ähnlichem Anspruch.
Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Die ersten 30 Minuten funktionieren noch. Dann fängt es an zu haken. Die Laufzeit zieht sich, einzelne Szenen wirken aufgebläht und unnötig. Das Tempo ist ungleichmäßig – kurze Actionsequenzen, dann wieder Längen. Wer nach 45 Minuten noch dabei ist, hält wahrscheinlich durch. Wer nicht – dem hat der Film selbst die Entscheidung abgenommen.
Die Besetzung im Schnellcheck
Die Besetzung von Gods of Egypt ist interessanter als der Film verdient.
Nikolaj Coster-Waldau als Horus
Funktioniert – er hat Leinwandpräsenz und zieht das durch.
Gerard Butler als Set
Over-the-top, aber wenigstens energetisch.
Geoffrey Rush als Ra
In jeder Minute, die er hat, besser als der Rest des Films.
Brenton Thwaites als Bek
Sympathisch, aber austauschbar.
Elodie Yung und Courtney Eaton
Werden vom Drehbuch kaum gefordert.
Chadwick Boseman als Thoth
Eine der angenehmsten Überraschungen – knapp, witzig, präsent.
Rufus Sewell und Bryan Brown
Bleiben im Hintergrund.
Abbey Lee als dämonische Gegenfigur
Funktioniert optisch, aber mehr nicht.
Die Synchronisation für die deutsche Fassung ist solide – laut Synchronkartei ordentlich besetzt, ohne großartig aufzufallen.
Ähnlich aufgestellt: Besetzung von Moonfall – großes Budget, große Ambitionen, ähnliche Fragen zur Umsetzung.
Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Nikolaj Coster-Waldau | Horus | 7 | Überzeugt, trägt den Film mit |
| Gerard Butler | Set | 6 | Over-the-top, aber funktioniert als Schurke |
| Geoffrey Rush | Ra | 8 | Beste Leistung im Film – jede Szene sitzt |
| Brenton Thwaites | Bek | 5 | Okay, bleibt aber blass |
| Elodie Yung | Hathor | 5 | Zu wenig Raum, verschenkte Rolle |
| Chadwick Boseman | Thoth | 7 | Angenehme Überraschung, witzig und präsent |
| Rufus Sewell | Urshu | 5 | Bleibt im Hintergrund, kaum Wirkung |
| Bryan Brown | Osiris | 5 | Zu wenig Screentime, kaum eingesetzt |
| Abbey Lee | Uraeus | 4 | Optisch präsent, darstellerisch blass |
| Courtney Eaton | Zaya | 5 | Funktioniert, fordert aber nichts |
| Rachael Blake | Nebenrolle | 4 | Kaum in Erinnerung geblieben |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- Geoffrey Rush als Ra – hätte mehr Screentime verdient
- Nikolaj Coster-Waldau hält die Hauptlast problemlos
- Chadwick Boseman stiehlt in jeder Szene die Show
- Die Produktionskulisse hat Aufwand – Kamera von Peter Menzies Jr. macht einiges her
Das Schwächste:
- Drehbuch ohne Tiefe – Handlung läuft auf Autopilot
- Elodie Yung und Courtney Eaton werden regelrecht verschwendet
- Das Tempo bricht nach dem ersten Akt deutlich ein
- Musik von Marco Beltrami solide, aber generisch
- Schnitt von Richard Learoyd kann die Längen nicht retten
Lohnt sich das?
Wer einen visuell aufwendigen Fantasyfilm will, dabei nicht viel nachdenken möchte und mit Nikolaj Coster-Waldau oder Gerard Butler etwas anfangen kann – ja, kann man schauen. Auch als DVD oder Blu-ray für einen entspannten Filmabend geeignet. Streaming ist die beste Option: einfach anmachen, halb hinschauen, fertig.
Wer kohärente Handlung, starke Charakterentwicklung oder ernsthaft gute Dialoge erwartet – eher skippen. Die ägyptische Mythologie als Thema wird oberflächlich behandelt, das Potenzial liegt brach.
Fazit in einem Satz: Kann man schauen – muss man aber nicht.
Kurzes Fazit
Gods of Egypt ist ein teurer, lauter Fantasyfilm mit einer Besetzung, die besser ist als das Material. Geoffrey Rush und Nikolaj Coster-Waldau retten, was zu retten ist. Der Rest: ordentlich, aber vergesslich.
Weitere Besetzungsartikel: Besetzung von Arrival – ein anderer Fantasyfilm mit interessantem Cast-Aufgebot.
Häufig gestellte Fragen zur Besetzung von Gods of Egypt
Wer spielt in Gods of Egypt die Hauptrolle?
Nikolaj Coster-Waldau als Gott Horus und Brenton Thwaites als Sterblicher Bek – gemeinsam bilden sie das Zentrum des Films.
Wer liefert die beste Leistung in Gods of Egypt?
Geoffrey Rush als Ra. Wenig Screentime, aber jede Minute sitzt. Knapp dahinter: Chadwick Boseman als Thoth.
Wer ist der schwächste Teil der Besetzung?
Abbey Lee als Uraeus – optisch eingesetzt, darstellerisch kaum gefordert. Rachael Blake hinterlässt kaum Eindruck.
Lohnt sich Gods of Egypt als Schauspielerfilm?
Nur bedingt. Coster-Waldau und Rush tragen den Film, der Rest der Besetzung wird vom schwachen Drehbuch ausgebremst.
Ab wann wird Gods of Egypt langweilig?
Nach etwa 45 Minuten verliert das Tempo spürbar. Wer bis dahin dran ist, hält meist durch – aber ohne große Begeisterung.
Wo kann man Gods of Egypt streamen oder kaufen?
Verfügbar als Streaming, DVD und Blu-ray – Plattformverfügbarkeit variiert je nach Anbieter. Kinostart war 2016, Regie: Alex Proyas, Produktion: Summit Entertainment / Lionsgate.
















