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Besetzung von Don’t Look Up

Besetzung von Don’t Look Up

Netflix, 2021, Adam McKay. Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Zwei Wissenschaftler versuchen die Welt zu warnen. Niemand hört zu. Klingt nach Satire mit Substanz – und das Cast-Line-up lässt den Mund offen stehen. Aber funktioniert der Film wirklich? Oder ist es vor allem ein teures Staraufgebot, das sich selbst feiert?

Kurze Antwort: Teils beides.

Funktioniert Don’t Look Up überhaupt?

Ja – aber nicht durchgehend. Die Grundidee ist stark: Klimawandel, Wissenschaftsfeindlichkeit, Medienwahnsinn als Katastrophenkomödie verpackt. Das zündet in den ersten 40 Minuten gut. McKay hat ein scharfes Drehbuch, und die besten Szenen sitzen.

Das Problem: Der Film überdehnt sich. Mit über zwei Stunden Laufzeit verliert er seinen eigenen Rhythmus. Manche Szenen könnten ohne Verlust rausfliegen. Die Satire wird irgendwann zum Vorschlaghammer.

Fazit: Gute Idee, ungleiche Execution.

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Moonfall – einem weiteren Katastrophenfilm mit prominentem Regisseur.

Tempo & Spannung – bleibt man dran?

Der Start ist stark. DiCaprio und Lawrence ziehen sofort rein. Die ersten Akte funktionieren – schnell, witzig, pointiert.

Dann kommt die Delle. Etwa ab Minute 70–80 schleifen einige Nebenhandlungen. Gewisse Charaktere bekommen zu viel Screentime für zu wenig Mehrwert. Das Tempo bricht ein. Man schaut auf die Uhr.

Das Finale rettet einiges – aber der Weg dorthin ist ungleich. Wer Geduld hat, wird belohnt. Wer keine hat, steigt vielleicht aus.

Die Besetzung im Schnellcheck

Das Staraufgebot ist real: Leonardo DiCaprio, Jennifer Lawrence, Meryl Streep, Cate Blanchett, Jonah Hill, Mark Rylance, Tyler Perry, Rob Morgan, Timothée Chalamet, Ariana Grande. Selten sieht man so viele A-Namen in einem Netflix-Film.

Leonardo DiCaprio

Spielt gegen sein übliches Image – nervös, überwältigt, leicht lächerlich. Das sitzt.

Jennifer Lawrence

Der emotionale Anker des Films und die glaubwürdigste Figur.

Meryl Streep

Als skrupellose US-Präsidentin eine Freude – bissig, komisch, vollkommen schamlos.

Mark Rylance

Als Tech-Milliardär gruselig gut. Eine der besten Leistungen des Films.

Jonah Hill

Bleibt blass trotz guter Ansätze.

Cate Blanchett

Unterfordert. Verdient mehr Material als sie bekommt.

Timothée Chalamet

Kleine Rolle, die überraschend gut landet.

Ariana Grande

Cameo-artiger Auftritt – unterhaltsam, aber nicht mehr.

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Arrival – ein weiterer Science-Fiction-Film mit starkem Ensemble-Cast.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung (1–10) Kommentar
Leonardo DiCaprio Dr. Randall Mindy 8 funktioniert sehr gut
Jennifer Lawrence Kate Dibiasky 8 glaubwürdig, bester Charakter
Meryl Streep Präsidentin Janie Orlean 8 klarer Highlight
Mark Rylance Peter Isherwell 8 gruselig, präzise, überzeugend
Jonah Hill Jason Orlean 6 bleibt blass
Cate Blanchett Brie Evantee 6 unterfordert
Tyler Perry Jack Bremmer 6 solide, aber austauschbar
Rob Morgan Dr. Teddy Oglethorpe 7 funktioniert gut
Timothée Chalamet Yule 7 kleine Rolle, sitzt gut
Ariana Grande Riley Bina 6 Cameo-Niveau

Highlight oder Zeitverschwendung?

Das Beste:

  • DiCaprio und Lawrence als Duo – selten so gut zusammen
  • Meryl Streep stiehlt jede Szene, in der sie auftaucht
  • Die Satire trifft in den ersten zwei Akten stark
  • Mark Rylance als Tech-Bösewicht ist eine der besten Leistungen des Films

Das Schwächste:

  • Zu lang – gut 20 Minuten könnten raus
  • Manche Nebenrollen sind reine Dekoration
  • Die Botschaft wird zu oft wiederholt
  • Cate Blanchett verdient mehr Material als sie bekommt

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von The Revenant – eine weitere große Hollywood-Produktion mit starbesetztem Cast.

Lohnt sich das?

Ja, wenn:

  • Man Satire mag und bereit ist, einen holprigen Mittelteil zu überstehen
  • Man DiCaprio oder Lawrence in ungewohnten Rollen sehen will
  • Man offen ist für einen Netflix-Film, der trotz Länge etwas zu sagen hat

Eher skippen, wenn:

  • Ungeduldige Zuschauer, die nach 30 Minuten entscheiden wollen
  • Man sich von zu vielen Stars auf zu wenig Raum genervt fühlt
  • Man klare, saubere Satire ohne Ballast sucht

Das Urteil: Kann man schauen – muss man aber nicht. Fans von DiCaprio, Lawrence oder Streep kriegen ihr Geld wert. Alle anderen: Erwartungen ein bisschen runterschrauben.

Fazit

Don’t Look Up hat einen der stärksten Casts des Jahres 2021 – und nutzt ihn nur zur Hälfte richtig. Sehenswert, aber keine Pflicht.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist in Don’t Look Up?

Die Hauptrollen spielen Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence. Dazu kommen Meryl Streep, Cate Blanchett, Jonah Hill, Mark Rylance, Tyler Perry, Rob Morgan, Timothée Chalamet und Ariana Grande.

Wer ist die beste Leistung im Film?

Meryl Streep und Mark Rylance. Beide stehlen die Szenen, in denen sie auftauchen. DiCaprio und Lawrence folgen dicht dahinter.

Lohnt sich Don’t Look Up wirklich?

Für Fans von Satire und starken Schauspielern: ja. Für alle anderen: nur wenn man Geduld für einen langen Mittelakt mitbringt.

Wann fängt der Film an zu ziehen?

Direkt. Die ersten 30–40 Minuten sind stark. Danach schwankt das Tempo.

Ist Don’t Look Up auf Netflix?

Ja, der Film ist als Netflix-Original verfügbar und wurde 2021 veröffentlicht.

Wurde Don’t Look Up für Oscars nominiert?

Ja. Der Film erhielt mehrere Oscar-Nominierungen, darunter für den besten Film und das beste Originaldrehbuch.