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Besetzung von Babylon Berlin

Besetzung von Babylon Berlin

Babylon Berlin ist teuer, aufwendig und ambitioniert. Aber funktioniert das auch?

Die deutsche Krimiserie spielt im Berlin der 1920er Jahre – Weimarer Republik, Jazz, Korruption, Gewalt. Basierend auf den Romanen von Volker Kutscher, produziert unter anderem von Tom Tykwer. Läuft auf Sky und in der ARD Mediathek. Vier Staffeln, viele Schauspieler, großes Budget. Die Frage ist simpel: Rechtfertigt die Besetzung von Babylon Berlin den Zeitaufwand – oder ist es nobles Kulissenkino ohne echten Biss?

Kurze Antwort: Es ist komplizierter als ein simples Ja oder Nein.

Funktioniert Babylon Berlin überhaupt?

Ja – aber mit Einschränkungen. Die Kulisse ist stark, die Atmosphäre stimmt. Berlin 1929 fühlt sich echt an. Die ersten Staffeln haben echten Drive. Das Drehbuch hält einen überraschend bei der Stange.

Was nicht funktioniert: Manche Nebenhandlungen sind zu aufgebläht. Einzelne Charaktere haben zu viel Screentime für zu wenig Payoff. Und ab Staffel 3 verliert die Serie spürbar an Schärfe.

Fazit: Guter Start, ungleichmäßige Entwicklung.

Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Der Alte heute.

Tempo & Spannung – bleibt man dran?

Die ersten zwei Staffeln sind binge-worthy. Das Tempo stimmt, die Handlung zieht. Man will wissen, wie es weitergeht.

Staffel 3 und 4 hängen durch. Mehr Episoden, mehr Subplots, weniger Fokus. Es gibt Szenen, die man problemlos überspringen könnte – ohne etwas zu verpassen. Das ist kein gutes Zeichen.

Wer leicht die Geduld verliert: Nach Staffel 2 kritisch prüfen, ob man wirklich weiterschauen will. Der Einstieg fängt schnell, aber der Mittelteil zieht sich.

Die Besetzung im Schnellcheck

Die Besetzung von Babylon Berlin ist insgesamt solide – mit klaren Ausreißern nach oben und unten.

Volker Bruch

Als Gereon Rath funktioniert er. Er ist kein Feuerwerk, aber er trägt die Serie. Glaubwürdig, nicht übertrieben.

Liv Lisa Fries

Als Charlotte Ritter ist sie das eigentliche Herzstück der Serie. Sie ist präsent, dynamisch und in vielen Szenen die interessantere Figur von beiden. Wer die Serie wegen eines Schauspielers schaut – es ist sie.

Lars Eidinger

Hat eine kleinere, aber effektive Rolle. Typisch Eidinger: Er macht aus wenig viel.

Peter Kurth

Als Karl-Heinz Döring einer der besten Darsteller der Serie. Unterschätzt, aber konstant stark.

Matthias Brandt

Überzeugend, wie fast immer. Keine Überraschung, aber verlässlich gut.

Leonie Benesch

Solide Nebenrolle, bleibt aber blass im Vergleich zu Fries.

Meret Becker

Funktioniert in ihrer Rolle, ist aber kein Highlight.

Schwächere Nebenrollen gibt es – einige Darsteller verschwinden im Gewühl der historischen Serie ohne echten Eindruck zu hinterlassen.

Mehr zum Thema deutsche Serienbesetzungen: Besetzung von Stralsund Fernsehreihe.

Tabelle der Besetzung mit Bewertung

Schauspieler Rolle Bewertung (1–10) Kommentar
Liv Lisa Fries Charlotte Ritter 9 Trägt die Serie, beste Darstellerin im Cast
Volker Bruch Gereon Rath 7 Solide, nicht spektakulär, aber funktioniert
Peter Kurth Karl-Heinz Döring 8 Konstant stark, zu selten im Vordergrund
Lars Eidinger August Benda 8 Wenig Screentime, aber jede Szene sitzt
Matthias Brandt Assessor Wendt 7 Verlässlich gut, keine Überraschungen
Leonie Benesch Greta Overbeck 6 Okay, bleibt aber blass
Meret Becker Dr. Anno Rath 6 Funktioniert, kein Highlight

Highlight oder Zeitverschwendung?

Das Beste:

  • Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter – selten so eine starke weibliche Hauptfigur in einer deutschen Serie
  • Das visuelle Berlin der 1920er Jahre – aufwendig und glaubwürdig
  • Staffel 1 und 2 als geschlossenes, straffes Paket
  • Peter Kurth und Lars Eidinger holen das Maximum aus ihren Rollen

Das Schwächste:

  • Staffel 3 und 4 verlieren das Tempo
  • Zu viele Subplots, zu wenig Fokus auf die Hauptcharaktere
  • Einige Nebenrollen sind reine Füllmasse
  • Manche Episoden fühlen sich gestreckt an – Tom Tykwer hätte hier kürzen sollen

Einen ähnlichen Blick auf eine hochkarätige Serienbesetzung gibt es hier: Besetzung von Breaking Bad.

Lohnt sich das?

Ja, wenn: Du deutsche Serienproduktion ernst nimmst, historische Krimis magst und Liv Lisa Fries noch nicht auf dem Radar hattest. Staffel 1 und 2 sind echte Empfehlungen.

Eher skippen, wenn: Du ungeduldig bist, lange Staffeln hasst oder nach Staffel 2 keine Energie mehr für nachlassende Qualität hast.

Klares Urteil:

  • Staffel 1 & 2: Schauen. Keine Diskussion.
  • Staffel 3 & 4: Kann man – muss man aber nicht.

Die Besetzung von Babylon Berlin ist zu gut, um die Serie komplett abzuschreiben. Aber die Produktion rettet sich in der zweiten Hälfte nur noch durch das Ensemble – nicht durch die Handlung.

Fazit in zwei Sätzen

Babylon Berlin ist die beste deutsche Serie, die du nach zwei Staffeln am liebsten abbrechen wolltest – und trotzdem weitergeschaut hast. Wegen Liv Lisa Fries. Meistens.

Häufig gestellte Fragen

Wer spielt die Hauptrollen in Babylon Berlin?

Volker Bruch spielt Gereon Rath, Liv Lisa Fries spielt Charlotte Ritter. Die beiden sind die Hauptdarsteller über alle Staffeln.

Wer ist der beste Schauspieler in Babylon Berlin?

Liv Lisa Fries. Klar und ohne Diskussion. Sie ist in fast jeder Szene die interessantere Figur und überzeugt konstant über alle Staffeln.

Lohnt sich Babylon Berlin überhaupt?

Ja – aber nur Staffel 1 und 2 ohne Einschränkung. Ab Staffel 3 nur für überzeugte Fans der Serie.

Wie schnell fängt die Serie?

Relativ schnell. Die erste Staffel zieht nach ein bis zwei Episoden an. Wer bis Episode 3 nicht drin ist, wird wahrscheinlich nicht warm damit.

Ist Babylon Berlin binge-worthy?

Staffel 1 und 2: Ja, definitiv. Staffel 3 und 4: Eher nicht. Das Tempo lässt spürbar nach.

Wo kann ich Babylon Berlin schauen?

In der ARD Mediathek und auf Sky. Alle vier Staffeln sind verfügbar.