Die britische Dark-Comedy-Serie The End of the F***ing World basiert auf der Graphic Novel von Charles Forsman und läuft seit 2017 – zuerst auf Channel 4, dann auf Netflix. Zwei Teenager, ein vermeintlicher Psychopath, ein Roadtrip. Klingt nach Hype. Aber hält die Besetzung, was das Konzept verspricht? Kurze Antwort: meistens ja. Lange Antwort: lies weiter.
Funktioniert The End of the F***ing World überhaupt?
Ja – zumindest in Staffel 1. Das Drehbuch von Charlie Covell ist knackig, die Episoden kurz, der Ton trifft. Alex Lawther und Jessica Barden als James und Alyssa funktionieren als Duo überraschend gut. Staffel 2 verliert etwas davon. Neue Charaktere, neues Gewicht – nicht alles zahlt sich aus. Regie von Jonathan Entwistle hält das Tempo oben. Solange die zwei Hauptdarsteller im Bild sind, trägt die Serie sich selbst.
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Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Staffel 1: ja, ohne Frage. Acht Episoden, je etwa 20 Minuten – das ist binge-freundlich. Die Serie fängt schnell, bleibt knapp und verliert sich nicht in Erklärungen. Staffel 2 zieht dagegen etwas an. Die neue Figur Bonnie, gespielt von Naomi Ackie, braucht Zeit zum Anlaufen. Die ersten zwei Episoden der zweiten Staffel fühlen sich langsamer an – nicht schlecht, aber spürbar anders. Wer nach Episode 3 noch dabei ist, bleibt auch dran.
Die Besetzung im Schnellcheck
Alex Lawther als James
Das ist der eigentliche Kern der Serie. Lawther spielt den stillen, verstörten Teenager mit einer Präzision, die nicht nach Schauspielerei aussieht. Selten.
Jessica Barden als Alyssa
Direkt, laut, nervig – und genau deshalb funktioniert sie. Barden holt aus der Rolle das Maximum raus.
Naomi Ackie als Bonnie
Staffel 2 gehört ihr. Überzeugend, unterschätzt, gut eingesetzt.
Phil Dunster
Taucht auf, bleibt aber blasser als seine Kollegen. Nicht schlecht – einfach nicht besonders.
Gemma Whelan, Steve Oram, Christine Bottomley
Solide Nebenrollen, die ihren Job machen ohne aufzufallen. Funktioniert für die Serie, nicht gegen sie.
Emmett J. Scanlan und Barry Ward
Liefern als Ermittler ordentliche Arbeit ab, sind aber austauschbar.
Wunmi Mosaku
Hat zu wenig Screentime, um wirklich zu zählen.
Erin Doherty
Als Nebenfigur kurz dabei – macht, was gebraucht wird, mehr nicht.
Syaron Lee und Rebecca Root
Kaum im Fokus, kaum zu beurteilen.
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Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Alex Lawther | James | 9 | Trägt die ganze Serie – selten so präzise |
| Jessica Barden | Alyssa | 8 | Direkt und glaubwürdig – funktioniert |
| Naomi Ackie | Bonnie | 8 | Staffel 2 gehört ihr |
| Phil Dunster | Nebenfigur | 6 | Okay, bleibt aber blass |
| Gemma Whelan | Nebenfigur | 6 | Solide – fällt nicht auf |
| Steve Oram | Tony (Vater) | 6 | Erfüllt seinen Zweck |
| Christine Bottomley | Gwen | 6 | Macht ihren Job, nicht mehr |
| Emmett J. Scanlan | Ermittler | 5 | Austauschbar |
| Barry Ward | Ermittler | 5 | Gleiche Geschichte |
| Wunmi Mosaku | Nebenrolle | 6 | Zu wenig Screentime für ein Urteil |
| Erin Doherty | Nebenrolle | 6 | Kurz, korrekt, zweckdienlich |
| Syaron Lee | Nebenrolle | 5 | Kaum präsent |
| Rebecca Root | Nebenrolle | 5 | Zu wenig Material |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- Lawther und Barden als Duo – selten so ein natürliches Zusammenspiel bei zwei Teenager-Charakteren
- Staffel 1 ist fast perfekt dosiert – kein Gramm zu viel
- Naomi Ackie rettet Staffel 2 vor dem Absturz
Das Schwächste:
- Staffel 2 verliert an Tempo in den ersten Episoden
- Die Ermittler-Figuren (Scanlan, Ward) nehmen Platz weg ohne viel zu geben
- Einige Nebencharaktere fühlen sich wie Füllmaterial an – Screentime ohne Gewicht
- Wer die Originalsprache nicht versteht: die Synchronisation klingt okay, verliert aber etwas vom trockenen britischen Ton
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Lohnt sich das?
Ja – wenn du Folgendes magst:
- Schwarze Komödie mit echtem Biss
- Kurze Episoden, schnelles Pacing
- Schauspieler, die nicht übertreiben
Eher skippen – wenn:
- Du kein Fan von langsam anlaufenden Staffel-2-Plots bist
- Du britische Teenager-Dramen grundsätzlich nervig findest
- Du nach Folge 3 noch kein Gefühl für James und Alyssa hast – dann wird’s nichts mehr
Fazit in einem Satz: Staffel 1 ist ein klares Ja. Staffel 2 kann man schauen – muss man aber nicht.
Kurzfazit
Wenn Alex Lawther und Jessica Barden im Bild sind, läuft die Serie auf einem Niveau, das man selten bei britischen Produktionen dieser Größe findet. Staffel 2 verdient eine Chance – allein wegen Naomi Ackie. Den Rest gibt’s gratis dazu.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt James in The End of the F***ing World?
Alex Lawther – und er ist der Hauptgrund, warum die Serie funktioniert. Ruhig, präzise, keine Übertreibung.
Wer spielt Alyssa?
Jessica Barden. Laut, direkt, überzeugend. Die zwei zusammen sind der eigentliche Cast der Serie.
Lohnt sich Staffel 2 der Besetzung wegen?
Ja – Naomi Ackie als Bonnie trägt Staffel 2 fast alleine. Ohne sie wäre die Antwort anders.
Wie schnell fängt die Serie?
In Staffel 1 sofort. Die ersten zwei Episoden reichen zum Entscheiden. In Staffel 2 braucht man etwas mehr Geduld.
Ist die Synchronisation gut?
Okay, aber nicht toll. Der trockene britische Humor verliert in der deutschen Synchronfassung an Schärfe.
Was ist die schwächste Leistung im Cast?
Die Ermittler-Figuren von Emmett J. Scanlan und Barry Ward – nicht schlecht gespielt, aber komplett austauschbar geschrieben.
















