Sam Peckinpah. Ostfront. James Coburn mit Maschinengewehr. Klingt nach einem Selbstläufer. Ist es auch – meistens. Steiner – das Eiserne Kreuz (1977) ist einer der härtesten deutschen Kriegsfilme überhaupt, produziert von Wolf C. Hartwig, und die Besetzung liest sich wie ein Who’s who aus Hollywood und deutschem Kino. Aber funktioniert das Ensemble wirklich – oder lebt der Film nur von seinem Ruf?
Kurze Antwort: Größtenteils ja. Aber nicht ohne Kratzer.
Funktioniert Steiner – das Eiserne Kreuz überhaupt?
Ja – im Großen und Ganzen schon. Peckinpah inszeniert den Zweiten Weltkrieg an der Ostfront ohne Heldenmythos, und das Cast trägt das. James Coburn als Sergeant Steiner ist der Anker, der den Film zusammenhält. Maximilian Schell und James Mason liefern solide Gegengewichte. Was nicht funktioniert: einige Nebenrollen wirken dünn, und der Film hat Momente, in denen er sich selbst im Weg steht. Aber als Kriegsfilm aus Deutschland – stark.
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Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Die ersten 20 Minuten sind roh, direkt, ohne Aufwärmen. Gut so. Dann gibt es Stellen, wo das Tempo einbricht – besonders in den Szenen, die dramatische Tiefe erzwingen wollen, aber nur Zeit kosten. Wer auf pure Action hofft, verliert kurz den Faden. Wer das Ensemble beobachtet, bleibt dran. Insgesamt: strafferer Schnitt hätte nicht geschadet. Aber binge-worthy? Für einen Kinofilm: ja.
Die Besetzung im Schnellcheck
James Coburn
Trägt den Film. Punkt. Als Sergeant Steiner ist er glaubwürdig, präsent, nie übertrieben – genau das, was dieser Darsteller in dieser Rolle braucht.
Maximilian Schell
Als Hauptmann Stransky ist er der interessanteste Charakter des Films – ehrgeizig, feige, gefährlich. Schell spielt das mit kalter Kontrolle.
James Mason
Als General Bourke ist er routiniert. Nicht aufregend, aber solide. Man vergisst ihn nicht, aber man vermisst ihn auch nicht.
David Warner
Taucht auf, macht seinen Job, bleibt blass. Kein Ausfall, aber auch kein Highlight.
Klaus Löwitsch und Senta Berger
Gehören zu den deutschen Darstellern, die dem Film Gewicht geben. Löwitsch besonders – er funktioniert.
Horst Janson
Ist vorhanden. Mehr nicht.
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Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| James Coburn | Sergeant Steiner | 9 | Trägt den ganzen Film – überzeugend |
| Maximilian Schell | Hauptmann Stransky | 8 | Bester Antagonist, kalt und präzise |
| James Mason | General Bourke | 7 | Routiniert, verlässlich, nicht mehr |
| David Warner | Kapitän Kiesel | 6 | Funktioniert, bleibt aber blass |
| Klaus Löwitsch | Corporal Kruger | 7 | Starker Nebencharakter, überzeugt |
| Senta Berger | Sanitäterin Eva | 6 | Solide, aber Rolle ist zu schmal |
| Horst Janson | Leutnant Triebig | 5 | Zu wenig Profil, geht unter |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- James Coburn als Sergeant Steiner – selten so ein überzeugender Hauptdarsteller in einem Kriegsfilm
- Maximilian Schell gibt dem Film seinen echten Konflikt
- Peckinpah dreht ohne Sentimentalität – die Wehrmacht wird nicht romantisiert
Das Schwächste:
- Einige Nebenrollen sind zu dünn geschrieben – Darsteller wie Horst Janson können da wenig retten
- Das Tempo bricht im mittleren Drittel spürbar ein
- Senta Bergers Rolle ist verschenkt – zu wenig Screentime, zu wenig Substanz
Lohnt sich das?
Ja – mit Einschränkungen.
Wer Kriegsfilme mag, die nicht wegsehen: schauen. Die Besetzung von Steiner – das Eiserne Kreuz ist stark genug, um den Film zu tragen – vor allem Coburn und Schell machen ihn sehenswert.
Wer Action-Nonstop erwartet: eher skippen. Es gibt ruhigere Passagen, die nicht jedem gefallen.
Wer den 2. Teil (Steiner – das Eiserne Kreuz, 2. Teil) anschließend sehen will: Erwartungen runterschrauben – der Cast ändert sich, die Qualität auch.
Fazit in einem Satz: Kann man schauen – und sollte man als Kriegsfilmfan auch. Aber nur wegen Coburn und Schell.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt die Hauptrolle in Steiner – das Eiserne Kreuz?
James Coburn spielt Sergeant Steiner – und er ist der Hauptgrund, warum der Film funktioniert.
Welcher Schauspieler ist am stärksten in der Besetzung?
James Coburn. Knapp dahinter Maximilian Schell – der liefert den besten Antagonisten des Films.
Wer enttäuscht in der Besetzung?
Horst Janson und teilweise David Warner – nicht schlecht gespielt, aber die Rollen geben zu wenig her.
Fängt der Film schnell an?
Ja. Die ersten 20 Minuten sind direkt und ohne Aufwärmphase. Danach wird’s kurz träger.
Lohnt sich auch der 2. Teil?
Nur für Fans des ersten Films – Robert Mitchum übernimmt, das Ergebnis ist deutlich schwächer.
Ist die Besetzung von Steiner – das Eiserne Kreuz Hollywood oder deutsch?
Beides. Coburn, Mason, Warner kommen aus Hollywood – Schell, Löwitsch, Berger, Janson aus dem deutschsprachigen Raum. Das Mix funktioniert besser als erwartet.
















