Ein Horrorfilm-Sequel, das auf dem Cast seines Vorgängers aufbaut. Funktioniert das? Meistens – aber nicht immer.
Insidious: Chapter 2 kam 2013 in die Kinos, unter der Regie von James Wan, der auch beim ersten Teil das Steuer in der Hand hatte. Die Geschichte um die Lambert-Familie geht weiter – mehr Geister, mehr The Further, mehr Übernatürliches. Das Drehbuch stammt wieder von Leigh Whannell. Die Besetzung von Insidious: Chapter 2 ist weitgehend dieselbe wie im ersten Film. Das ist Stärke und Schwäche zugleich.
Funktioniert Insidious: Chapter 2 überhaupt?
Ja – aber mit Einschränkungen. Wer Teil 1 mochte, bekommt mehr vom Gleichen, nur breiter erzählt. Patrick Wilson trägt den Film auf seinen Schultern, und das spürt man. Rose Byrne ist solide, wirkt aber manchmal wie eine Reaktionsfläche statt einer echten Figur. Lin Shaye als Elise Rainier ist nach wie vor das Herzstück der Insidious-Reihe. Ohne sie fehlt etwas. Die Fortsetzung hat gute Momente – aber auch unnötige Längen.
Mehr zum Thema Horrorfilm-Besetzungen: Lesen Sie auch den Artikel über die Besetzung von Hellraiser.
Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Die ersten 30 Minuten ziehen. Danach: Luft raus. Das mittlere Drittel zieht sich, es gibt zu viele Erklärszenen und zu wenig echten Horror. Wer auf Atmosphäre steht, bleibt dran. Wer Action-Horror erwartet, verliert schnell das Interesse. Ab dem letzten Akt gewinnt der Film wieder – die Auflösung ist überraschend clever für einen Mainstream-Horrorfilm. Das Tempo ist ungleichmäßig, um es direkt zu sagen: gut gestartet, durchgehangen, okay gelandet.
Die Besetzung im Schnellcheck
Patrick Wilson als Josh Lambert
Funktioniert. Er hat hier deutlich mehr zu tun als im ersten Teil und nutzt das.
Rose Byrne als Renai Lambert
Okay, aber sie bleibt blass. Renai reagiert mehr, als sie handelt.
Lin Shaye als Elise Rainier
Beste Leistung im Film, keine Diskussion.
Barbara Hershey als Lorraine Lambert
Solide Nebenrolle, überzeugt.
Ty Simpkins als Dalton Lambert
Kindliche Horrordarstellung, die nicht nervt. Selten.
Leigh Whannell und Angus Sampson als Specs und Tucker
Comicrelief-Duo, das mehr Raum bekommt als nötig.
Steve Coulter als Carl
Neu in der Besetzung, bleibt blass.
Jocelin Donahue als junge Lorraine
Kurze, solide Vorstellung.
Danielle Bisutti als die Braut in Schwarz (als Kind)
Creepy genug, macht den Job.
Ähnlich aufgebaut wie dieser Film: Hier geht es zur Besetzung von Cabin Fever.
Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| Patrick Wilson | Josh Lambert | 8 | Trägt den Film – überzeugt in komplexer Rolle |
| Rose Byrne | Renai Lambert | 6 | Solide, aber bleibt oft blass |
| Lin Shaye | Elise Rainier | 9 | Bestes Element des gesamten Casts |
| Barbara Hershey | Lorraine Lambert | 7 | Starke Nebenrolle, funktioniert gut |
| Ty Simpkins | Dalton Lambert | 7 | Kinddarsteller, der nicht nervt – gute Leistung |
| Leigh Whannell | Specs | 5 | Comicrelief, der zu viel Platz einnimmt |
| Angus Sampson | Tucker | 5 | Gleiches Problem wie Whannell |
| Steve Coulter | Carl | 5 | Neu dabei, bleibt ohne Wirkung |
| Jocelin Donahue | Junge Lorraine | 6 | Kurzer Auftritt, macht das Nötige |
| Danielle Bisutti | Die Braut in Schwarz (Kind) | 7 | Unheimlich genug – funktioniert |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- Lin Shaye – jede Szene mit ihr zieht
- Patrick Wilson in einer Doppelrolle, die tatsächlich funktioniert
- Die Auflösung im Finale – clever, wenn auch etwas überkonstruiert
Das Schwächste:
- Mittelteil zieht sich – zu viele Erklärszenen, zu wenig Spannung
- Specs und Tucker nehmen zu viel Screentime für zu wenig Wirkung
- Renai Lambert als Figur wird verschenkt – Rose Byrne hat kaum Material
- Steve Coulter als Carl bringt nichts Nennenswertes in die Filmbesetzung
Lohnt sich das?
Für Fans der Insidious-Reihe: Ja, klares Ja. Die Handlung knüpft direkt an Teil 1 an, die Schauspieler kennt man, die Atmosphäre stimmt.
Für Horroreinsteiger: Erst Teil 1 schauen. Ohne Vorwissen verliert man schnell den Überblick.
Für alle anderen: Kann man schauen – muss man aber nicht. Es ist ein solider Horrorfilm aus dem Hause Jason Blum und Oren Peli, der nichts Neues erfindet, aber auch nicht komplett versagt.
Kurzfassung: Nur für Fans wirklich empfehlenswert. Alle anderen: eher skippen oder erst nach Teil 1 entscheiden.
Wer sich für weitere Filmbesetzungen interessiert, findet hier mehr: Besetzung von Arrival.
Fazit: Lin Shaye und Patrick Wilson retten den Film. Der Rest der Besetzung von Insidious: Chapter 2 ist solide bis austauschbar. Wer die Reihe mag, bekommt genug – wer nicht, findet bessere Horrorfilme.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt in Insidious: Chapter 2 die Hauptrolle?
Patrick Wilson als Josh Lambert und Rose Byrne als Renai Lambert sind die Hauptdarsteller. Den stärksten Eindruck hinterlässt aber Lin Shaye als Elise Rainier.
Wer ist der beste Schauspieler in Insidious: Chapter 2?
Lin Shaye – ohne Diskussion. Sie ist das Highlight der gesamten Insidious-Reihe, auch wenn ihre Rolle in Teil 2 anders aufgebaut ist als in Teil 1.
Welcher Schauspieler überzeugt am wenigsten?
Steve Coulter als Carl bleibt blass. Leigh Whannell und Angus Sampson als Specs und Tucker bekommen zu viel Screentime für ihren Comicrelief-Ansatz.
Lohnt sich Insidious: Chapter 2 für Nicht-Fans der Reihe?
Eher nicht. Ohne Kenntnis von Teil 1 fehlt der Kontext. Als Standalone-Horrorfilm funktioniert er nur begrenzt.
Wie schnell kommt der Film in Fahrt?
Die ersten 30 Minuten funktionieren gut. Danach: Hänger. Der Film findet erst im Finale wieder seinen Rhythmus.
Hat James Wan mit der Besetzung von Insidious: Chapter 2 eine gute Wahl getroffen?
Großteils ja. Die Stammbesetzung trägt den Film. Neu hinzugekommene Charaktere wie Carl wirken wie Lückenfüller.
















