Zander beißen am besten auf Gummifische von 8 bis 14 cm am Jigkopf, die dicht über dem Grund von Kanten, Buhnen und Steinschüttungen geführt werden. Die aktivsten Zeiten sind Dämmerung und Nacht sowie der Herbst; im trüben Wasser beißen Zander auch tagsüber. Neben Gummifischen fangen Wobbler von 8 bis 12 cm und tote Köderfische von 10 bis 15 cm, die auf Grund oder an der Pose angeboten werden.
Welcher Köder für Zander? Die 6 wichtigsten Köderarten
Für Zander bewähren sich sechs Köderarten: Gummifische am Jigkopf, Gummifische am Drop-Shot, tieflaufende Wobbler, Blinker, Twister und tote Köderfische. Gummifische von 8 bis 14 cm sind die erste Wahl, weil sie sich langsam und direkt am Grund führen lassen. Die Tabelle zeigt Größe, Jahreszeit und Gewässer je Köderart.
| Köder | Größe | Jahreszeit | Gewässer |
|---|---|---|---|
| Gummifisch am Jigkopf (10–30 g) | 8–14 cm | Außerhalb der Schonzeit, besonders im Herbst | Flüsse, Kanäle, Seen, Buhnen |
| Gummifisch am Drop-Shot | 8–12 cm | Außerhalb der Schonzeit, besonders bei vorsichtigen Fischen | Flüsse, Häfen, tiefe Seen |
| Tieflaufender Wobbler | 8–12 cm | Frühjahr bis Herbst | Kanten, Steinpackungen, Flüsse |
| Blinker (Löffel) | 6–10 cm | Herbst | Tiefe Kanten, Flüsse |
| Twister | 6–10 cm | Außerhalb der Schonzeit | Seen, Kanäle, Häfen |
| Toter Köderfisch | 10–15 cm | Herbst, außerhalb der Raubfischschonzeit | Flüsse, Kanäle, Baggerseen |
Kleine Köder von 8 bis 10 cm bringen bei vorsichtigen Zandern mehr Bisse, Köder ab 12 cm werden vor allem im Herbst gut genommen, wenn die Fische auf Beutefische jagen.
Welche Montage für Zander?
Für Zander eignen sich vier Montagen: die Jigmontage, die Drop-Shot-Montage, die Grundmontage mit Köderfisch und die Posenmontage. Die Jigmontage ist die Standardmontage zum Spinnfischen, die anderen drei ergänzen sie in Situationen, in denen Zander nah am Grund stehen oder sehr vorsichtig beißen.
Wie funktioniert die Jigmontage mit Gummifisch (10 bis 30 g)?
Bei der Jigmontage sitzt der Gummifisch auf einem Jigkopf von 10 bis 30 g, der je nach Tiefe und Strömung gewählt wird. Der Köder wird ausgeworfen, sinkt auf den Grund und wird dann in kurzen Sprüngen angehoben und wieder abgelassen. Die meisten Bisse kommen, wenn der Köder wieder zum Grund sinkt.
Wie funktioniert die Drop-Shot-Montage für Zander?
Beim Drop-Shot hängt das Blei am Ende der Schnur, der Haken mit dem Gummifisch sitzt 30 bis 60 cm darüber. Der Köder schwebt so knapp über dem Grund und wird nur durch leichtes Zupfen an der Rute bewegt. Die Montage eignet sich für Zander, die einem schnell geführten Köder nicht folgen.
Wie funktioniert die Grundmontage mit Köderfisch?
Die Grundmontage besteht aus einem Durchlaufblei, einem Vorfach von 40 bis 60 cm und einem Einzel- oder Drillingshaken, an dem ein toter Köderfisch von 10 bis 15 cm hängt. Sie liegt am Grund einer Kante oder in einem Hafenbecken und wird mit Bissanzeiger gefischt. Sie eignet sich für die Dämmerung und die Nachtstunden.
Wann nutzt man die Posenmontage?
Die Posenmontage bietet einen Köderfisch in einer bestimmten Tiefe an, etwa 30 bis 50 cm über dem Grund oder vor einer Kante. Sie wird an Stellen genutzt, die sich schlecht mit Jig oder Grundmontage befischen lassen, etwa bei Kraut oder Steinen am Grund.
Wann beißen Zander am besten?
Zander beißen am besten in der Dämmerung und nachts, weil ihre Augen auf wenig Licht spezialisiert sind und sie im Halbdunkel jagen. Im trüben Wasser, bei bedecktem Himmel und nach Regen beißen sie auch tagsüber. Die besten Monate sind September bis Dezember, wenn Zander aktiv auf Beutefische jagen; im Sommer stehen sie tiefer und beißen vor allem morgens und abends.
Welche Rute, Schnur und welches Vorfach für Zander?
Zum Zanderangeln mit Gummifisch eignet sich eine Spinnrute von 2,40 bis 3,00 m Länge mit einem Wurfgewicht von 10 bis 40 g. Die Ausrüstung im Überblick:
- Rolle: Größe 2500 bis 4000
- Hauptschnur: Geflochtene Schnur von 0,10 bis 0,14 mm, weil sie Bisse am Grund direkt überträgt
- Vorfach: Fluorocarbon von 0,30 bis 0,40 mm und etwa 1 m Länge; in Gewässern mit Hechten ein Stahlvorfach
- Zubehör: Kescher, Abhakmatte, Hakenlöser
Zander haben ein hartes, knöchernes Maul. Verwenden Sie daher scharfe Haken und setzen Sie den Anhieb kräftig, damit der Haken sicher sitzt.
Wo stehen Zander im Gewässer?
Zander stehen an Stellen mit Struktur und wenig Licht: an Kanten, Steinpackungen, Buhnenfeldern, Brückenpfeilern, Hafenmauern und in tieferen Löchern von Flüssen und Kanälen. In Seen halten sie sich an Plateaukanten und Abbruchkanten auf, häufig in der Nähe von Kleinfischschwärmen.
Zander sind lichtscheu. In klaren Seen stehen sie tiefer als in trüben Flüssen, in denen sie auch flacher gefangen werden.
Welche Farbe für Zanderköder bei klarem und trübem Wasser?
Im klaren Wasser fangen natürliche Farben wie Silber, Grau oder Perlmutt, im trüben Wasser helle und kontrastreiche Farben wie Gelb, Orange oder Weiß. Bei wenig Licht, etwa nachts, helfen Köder mit Leuchtpigmenten. Eine einfache Regel: je trüber das Wasser und je dunkler die Stunde, desto heller und auffälliger der Gummifisch.
Was gilt bei Schonzeit, Catch & Release und Köderfischen?
Schonzeiten und Mindestmaße für Zander legt jedes Bundesland selbst fest. Die aktuellen Werte finden Sie in der Übersicht Schonzeit Zander in allen Bundesländern.
Catch & Release ist in mehreren Bundesländern verboten, darunter Schleswig-Holstein und das Saarland. Unabhängig davon gilt bundesweit das Tierschutzgesetz: Wer Fische von vornherein nur zum Zurücksetzen fängt, riskiert einen Verstoß. Auch lebende Köderfische sind in Deutschland nahezu überall verboten; tote Köderfische sind die gängige Alternative – außerhalb der Raubfischschonzeit, in der mancherorts (etwa in Bremen und Hamburg) auch das Angeln mit totem Köderfisch verboten ist.
Häufige Fragen zu Zander und Zanderködern
Welcher Gummifisch für Zander: 8 oder 12 cm?
Bei vorsichtigen Zandern und klarem Wasser sind 8 bis 10 cm die bessere Wahl, im Herbst und bei trübem Wasser dürfen es 12 bis 14 cm sein. Bleiben die Bisse aus, wechseln Sie zuerst auf einen kleineren Köder und erst danach die Farbe.
Beißen Zander auch tagsüber?
Ja, Zander beißen auch tagsüber, vor allem im trüben Wasser, bei bedecktem Himmel und in tieferen Bereichen. Die meisten Bisse kommen dennoch in der Dämmerung und nachts.
Braucht man für Zander ein Stahlvorfach?
Zander haben zwar scharfe Zähne, aber ein Fluorocarbonvorfach von 0,30 bis 0,40 mm reicht in der Regel aus. In Gewässern mit Hechten empfiehlt sich ein Stahlvorfach, weil Hechte ebenfalls auf Gummifische beißen.