Terry Gilliams Fantasyfilm von 1981 gilt als Klassiker. Aber hält die Besetzung von Time Bandits, was der Hype verspricht? Kurze Antwort: Jein. Längere Antwort folgt.
Time Bandits ist ein britischer Abenteuerfilm, Regie Terry Gilliam, Drehbuch Gilliam und Michael Palin. Ein Junge reist mit sechs Zwergen durch die Zeit – von Napoleon bis zur Gegenwart. Klingt nach Kinderfilm, ist aber deutlich düsterer. Der Cast ist auf dem Papier stark. Ob er es auch auf der Leinwand ist, schauen wir uns jetzt an.
Funktioniert Time Bandits überhaupt?
Ja – aber nicht durchgehend. Der Film hat echte Stärken: eine skurrile Vision, einen ungewöhnlichen Ton, und einen Cast mit echten Namen. Sean Connery, John Cleese, Michael Palin, David Warner, Ian Holm – das ist keine schlechte Liste. Das Problem: Viele dieser Darsteller tauchen kurz auf, leuchten kurz auf, und verschwinden wieder. Der Hauptdarsteller Craig Warnock als Kevin trägt den Film – und das ist manchmal zu viel verlangt.
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Tempo & Spannung – bleibt man dran?
Der Start ist langsam. Die erste halbe Stunde braucht Geduld. Wer sofort Action will, wird ungeduldig. Sobald die Zeitreisen beginnen, zieht das Tempo an – aber unregelmäßig. Manche Sequenzen, etwa die Napoleon-Episode mit Ian Holm, funktionieren gut. Andere Szenen wirken wie Füllmaterial. Das Finale ist mutig und ungewöhnlich dunkel für einen Abenteuerfilm dieser Art. Wer durchhält, wird belohnt – aber nicht ohne Reibungsverlust.
Die Besetzung im Schnellcheck
Sean Connery als Agamemnon
Kurz, aber wirksam. Genau die richtige Menge Charisma für eine kurze Rolle.
John Cleese als Robin Hood
Komödiantisch, aber zu brav. Zu wenig Raum für echte Wirkung.
Michael Palin als Vincent
Sympathisch, bleibt aber blass. Verschenktes Potenzial.
David Warner als Evil Genius
Der eigentliche Star des Films – bedrohlich, präsent, glaubwürdig böse.
Ian Holm als Napoleon
Überzeugend und witzig zugleich. Eine der stärksten Nebenrollen.
Ralph Richardson als Supreme Being
Eigenartig und trocken – funktioniert gut im Kontext.
Craig Warnock als Kevin
Solide für sein Alter, aber keine Karriere begründende Leistung.
Die Zwerge als Ensemble funktionieren gut. Einzeln bleibt mancher Charakter blass.
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Tabelle der Besetzung mit Bewertung
| Schauspieler | Rolle | Bewertung (1–10) | Kommentar |
|---|---|---|---|
| David Warner | Evil Genius / Das Böse | 8 | Überzeugend, präsent, trägt den Antagonisten |
| Sean Connery | Agamemnon | 8 | Wenig Screentime, große Wirkung – funktioniert |
| Ian Holm | Napoleon | 8 | Komisch und überzeugend, beste Nebenrolle |
| Ralph Richardson | Supreme Being / Oberes Gut | 7 | Trocken und eigenartig – passt perfekt |
| David Rappaport | Randall | 7 | Der stärkste Zwerg im Cast – gibt dem Ensemble Profil |
| Michael Palin | Vincent | 6 | Okay, aber bleibt blass – verschenktes Potenzial |
| John Cleese | Robin Hood | 6 | Witzig, aber zu wenig Raum für echte Wirkung |
| Craig Warnock | Kevin | 6 | Solide, aber kein Träger für einen ganzen Film |
| Kenny Baker | Fidgit | 5 | Funktioniert im Ensemble, einzeln kaum präsent |
| Jack Purvis | Wally | 5 | Gleiche Note, gleiche Begründung |
Highlight oder Zeitverschwendung?
Das Beste:
- David Warner als Böser Genius – selten so effektiv für so wenig Aufwand
- Die Napoleon-Sequenz mit Ian Holm ist eine der lustigsten im ganzen Film
- Sean Connery macht seine kurze Rolle zum Ereignis
- Das Finale ist mutig und unerwartet düster
Das Schwächste:
- Manche Zeitreise-Episoden fühlen sich wie Lückenfüller an
- John Cleese und Michael Palin werden deutlich unter Wert eingesetzt
- Die Hauptfigur Kevin trägt den Film nicht wirklich
- Der Mittelteil verliert merklich an Spannung
Lohnt sich das?
Für wen ja:
- Fans von Terry Gilliam, von skurrilem britischen Humor, von Fantasyfilmen mit echtem Biss
- Wer Monty Python mag und einen Abenteuerfilm sucht, der sich nicht an Konventionen hält
- Klassiker-Interessierte, die verstehen wollen, warum der Film 1981 so besprochen wurde
Für wen eher nicht:
- Wer ein gleichmäßiges Tempo und eine klare Handlungsstruktur erwartet
- Wer Action-Dichte will
- Wer Kinderfilm im klassischen Sinn sucht – der Ton ist deutlich dunkler als erwartet
Fazit in einem Satz: Kann man schauen – aber man muss den richtigen Modus mitbringen.
Der Film ist auf Amazon Prime und Apple TV verfügbar. Wer ihn noch nie gesehen hat: eine Stunde rein, dann entscheiden.
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Fazit
Time Bandits ist kein Film für jeden Abend – aber einer, der hängen bleibt. Die Besetzung ist gut, aber ungleich eingesetzt. David Warner und Ian Holm retten manche schwache Passage. Wer mit Gilliams Stil etwas anfangen kann, findet hier einen echten britischen Film-Klassiker. Wer nicht – eher skippen.
Häufig gestellte Fragen
Wer spielt in Time Bandits die Hauptrolle?
Craig Warnock spielt Kevin, den jugendlichen Protagonisten. Die stärksten Leistungen kommen aber von David Warner und Ian Holm in den Nebenrollen.
Wer spielt den Bösewicht in Time Bandits?
David Warner spielt den Evil Genius – den zentralen Antagonisten des Films. Überzeugend, präsent, klare Bewertung: 8/10.
Was macht Sean Connery in Time Bandits?
Er spielt Agamemnon – eine relativ kurze Rolle, aber mit großer Wirkung. Typisch Connery: wenig Aufwand, viel Charisma.
Lohnt sich Time Bandits heute noch?
Für Fans von skurrilem Fantasy-Kino und Terry Gilliam: ja. Für alle anderen: bedingt. Der Film hat Längen, aber auch echte Highlights.
Wo kann man Time Bandits streamen?
In Deutschland ist Time Bandits unter anderem auf Amazon Prime Video und Apple TV verfügbar.
Ist Time Bandits ein Kinderfilm?
Auf dem Papier ja – in der Realität nein. Der Ton ist düsterer als erwartet, das Ende überrascht. Eher für Erwachsene, die einen ungewöhnlichen Fantasyfilm suchen.
















